Sonntag, 18. Oktober 2015

On the road

Aktuell
Sitze im Zelt in der Pampa von Spanien ohne Internetverbindung und komme deshalb endlich mal wieder dazu einen Blog zu schreiben. Es ist schon krass, genau das Medium, das uns allen hilft zu recherchieren und kommunizieren, hält allzu oft von sinnvoller Arbeit ab.

Ein Rätsel für die Schweizer
Wahrscheinlich habt ihr es schon hinter euch und könnt es auch schon nicht mehr hören, obwohl es total wichtig ist. Ja genau – wählen. Ich bin ein bisschen spät dran, aber wer es noch nicht getan hat, dann bitte heute los. Es ist noch nicht zu spät einen umweltfeindlichen Rechtsrutsch zu verhindern. Dabei ist es eigentlich erstaunlich, dass viele (sogenannte) Konservativen nicht auch bei der Umwelt konservativ sind und Risiko vermeiden, z.B. das Risiko des Klimawandels. Alles bewahren wollen, ausser eine intakte Umwelt. Es gibt diverse Sites, auf denen man einfach herausfinden kann, welche Kandidaten und Parteien zu einem passen, z.B. vimentis.ch.

Und warum die ganze Probleme?
Wegen des lieben Geldes! Klar, Geld ist wichtig und hat seine positiven Seiten – vor allem wenn man es hat. Es vereinfacht den Einkauf ungemein, wenn man nicht jemand suchen muss, der zufällig genau das braucht, das man selber zum Tausch anbieten möchte. Allerdings gab es auch schon zu Urzeiten Tauschmittel, die gut funktionierten, ohne die vielen Nachteile, die unser modernes Geld so mit sich bringt. Heutzutage kann Geld durch Kreditvergabe vermehrt werden, wobei die Erzeuger – die Banken – von den Vorteilen profitieren, während wir Normalbürger vor allem draufzahlen.

Wusstet ihr, dass eine Bank sich selber einen Kredit geben kann um eine Immobilie zu kaufen? Sie muss also nur einen Bruchteil des Wertes als "wirkliches" Geld haben.  Es muss ja auch irgendeinen Grund haben, dass Banken fast immer die teuersten Immobilien, an besten Lagen haben. Denn das neu geschöpfte Geld ist für sie fast gratis. Sie zahlen nur einen Bruchteil der Zinsen, den ein Normalbürger zahlt.

Oder wusstet ihr das die gesamte Geldmenge auf der Welt in den letzten Jahr viel schneller gewachsen ist, als die reale Wirtschaft (gemessen am Bruttosozialprodukt) ?

Das und viel mehr erfahrt ihr im Buch: "Das nächste Geld – die 10 Fallgruben des Geldsystems und wie wir sie überwinden" von Christoph Pfluger. Vielleicht manchmal etwas einseitig, aber definitiv lesenswert ! Es ist wichtig, dass wir die Grundlage unserer "Misswirtschaft" besser verstehen.

Deshalb Vollgeld unterstützen (Schweizer Initiative)
Wer das Buch gelesen hat, versteht auch die Bedeutung der Vollgeld-Initiative. Bitte schnell unterschreiben – sie endet bald ! www.vollgeld.ch
(Diese Initiative ist auch für Deutsche interessant – denn das Thema wäre auch für Deutschland brandaktuell)

liebe Grüsse aus dem nicht so warmen Süden, wo Oliver und ich mit dem Fahrrad Richtung Schweiz unterwegs sind.


Christina