Mittwoch, 12. Mai 2021

Kommentare zu Artikeln über Klimaprozesse

In Zürich stehen heute Klima-Aktivisten vor Gericht, die sich mit Blockaden für den Klimaschutz eingesetzt haben. In diversen Artikeln wird darüber berichtet. Ich habe einige Leser-Kommentare geschrieben. 


#Bankenprozesse #DiscreditSuisse

Im Watson: Neun Klima-Aktivisten müssen heute im Zürcher Volkshaus vor Gericht

Im Tagi: Klima-Aktivistinnen müssen im Zürcher Volkshaus vor Gericht

Im Nau: Neun Klima-Aktivisten müssen im Zürcher Volkshaus vor Gericht

Mein Kommentar (aus verschiedenen Einzelkommentaren zusammengesetzt)

Wer selber Kinder, Enkelkinder oder auch Nichten und Neffen hat sollte sich im Klimaschutz engagieren. Denn deren lebenswerte Zukunft hängt davon ab. Oder wollen wir wirklich heute auf Kosten unserer Kinder leben? NEIN - lasst uns investieren, unsere Energieversorgung umstellen und uns damit unabhängiger vom Ausland machen. Oder wollt ihr weiter mit Milliarden für Öl radikale Länder fördern, so dass deren Ölscheiche dann später hier auf Einkaufstour gehen können? Sonne, Wind, Wasser, wir haben die Ressourcen im eigenen Land und schaffen hier eine lebenswerte Zukunft. 

Diese Aktivisten setzen sich genau für diese unsere Zukunft ein. Es ist wissenschaftlich belegt, dass der Klimawandel die Erde für Menschen unbewohnbar machen könnte. Es ist sogar Menschenpflicht sich gegen diese Zerstörung einzusetzen, aber mindestens sollte es Menschenrecht sein und damit sicher nicht strafbar. In Deutschland hat das Verfassungsgericht bestätigt, dass die Regierungen nicht genug für den Klimaschutz tun. Hier in der Schweiz können wir bald mit einen JA zum CO2 Gesetz beweisen, dass wir nicht auf Kosten der kommenden Generation leben. Seien wir den jungen Menschen dankbar, die sich dafür einsetzen und unterstützen sie, indem wir an Demos gehen, Leserbriefe schreiben und JA stimmen.

Im Blick zur Abstimmung über Meinung zum CO2 Gesetz

Wer Kinder, Enkelkinder oder Bekannte mit Kinder hat, sollte sich für Klimaschutz engagieren. Denn deren lebenswerte Zukunft hängt davon ab. Oder wollen wir wirklich weiter auf Kosten unserer Kinder leben? NEIN - lasst uns investieren, unsere Energieversorgung umstellen, Egoisten entlarven und uns damit unabhängiger vom Ausland machen. Nur Verrückte oder Profiteure wollen weiterhin mit Milliarden Öl kaufen und damit radikale Länder fördern, so dass deren Ölscheiche später hier auf Einkaufstour gehen können? Schlaue und Bewahrer unserer Natur werden Sonne, Wind, Wasser nutzen. Wir haben die Ressourcen im eigenen Land und schaffen hier eine lebenswerte Zukunft für uns und unsere Kinder. Deshalb ein klares Ja zum ersten kleinen Schritt mit dem CO2 Gesetz. Alles andere wäre Wahnsinn.


Mehr Infos: https://www.climatejustice.ch/

Freitag, 7. Mai 2021

Essbarer Waidspital Park


Am Freitag 7. und Sonntag 9. Mai setzen wir den ersten Teil des Projektes "Essbares Wipkingen" im Waidspitalpark um  => für einen essbaren Waidspitalpark. Dieses Projekt für mehr essbare Pflanzen im Quartier wird im Rahmen des Gesamtprojekts Quartieridee von der Stadt Zürich gefördert und hat damit die Zustimmung des Waidspitals erhalten. 

Gemeinsam mit Freiwilligen aus Wipkingen pflanzen wir im Park Beeren und Obst. Die Ernte soll allen zu Gute kommen und zeigen, dass man mit wenig Aufwand in seiner Umgebung Leckereien erzeugen kann. Das Projekt soll auch anregen im eigenen Garten oder auf dem Balkon etwas Essbares anzupflanzen, dafür werden auch Kurse und Unterstützung angeboten. Die Pflanzung ist super gelaufen, danke allen Freiwilligen und Spendern, die mitgemacht haben. Es hat wirklich Spass gemacht mit so vielen motivierten Menschen zu arbeiten.

Die Projektwebseite Essbare Stadt ist gerade im Aufbau. Dort werden wir dann später über das Projekt berichten.  Hier schon mal Fotos von den Pflanzen und der gemeinsamen Aktion am Freitag.

Wir noch mitmachen will. Wir sind dabei eine Unterstützergruppe zu gründen, denn zumindest im ersten Jahr müssen je nach Bedarf auch noch giessen und vielleicht können wir das Projekt ja auch noch ausweiten. Es gibt so viele Parks und Flächen in Zürich.
Meldet euch bei : waidspitalpark  (aet) essbarestadt.ch

Hier 2 inspirierende Filme aus dem Ort Andernach, wo essbare Pflanzen in Parks angepflanzt werden:
https://www.youtube.com/watch?v=eD5d-P6KxoY
https://www.youtube.com/watch?v=SRMhxxUYVB8

Hier ein paar Bilder der Pflanzungen:
Zwischendurch waren wir über 15 Menschen. So kamen wir schnell vorwärts und waren um 12 mit allem fertig. 


die Himbeeren

Maulbeerbaum, kann bis zu 5 m hoch werden.

alle sind fleissig mit dabei

Johannisbeeren

sowohl Familien, wie auch ältere Personen sind willkommen

Johannisbeeren und die Bäume im Hintergrund

Es gibt Birne, Pflaume, Kirsche an dieser Stelle

Ich ( Christina) bin happy, dass das Projekt so gut läuft.


Unsere Pflanzen wurden pünktlich geliefert, danke Eugen Bühlmann, Gartenfachmann aus Stäfa.
Vielen DANK.

 
Die ersten Beeren haben wir an der Kinderkrippe gepflanzt. Diese wird uns bei Giessen unterstützen.

Die zweite Pflanzung neben dem Helikopterplatz. Der Schlauch reicht leider nicht ganz, aber Not macht erfinderisch. Im Bild Sophie


Unsere Helfer sind sehr engagiert und viele haben eigenes Werkzeug mitgebracht. So kamen wir wirklich schnell voran, im Bild Helena.



Der jüngste Teilnehmer ist noch kein Jahr alt, der älteste über 70, wir sind also sehr divers. 
Im Bild Marilou und Christina, die Initiantinnen mit Helena.

Freitag, 15. Januar 2021

Habemus Klima-Aktions-Plan

Happy 2021! Nach langer Zeit komme ich endlich mal wieder zum Schreiben - aus wichtigem Anlass. Es ist viel passiert im letzten Jahr, unser aller Leben wurde auf den Kopf gestellt und viele von uns mussten sich von liebgewonnenen Gewohnheiten verabschieden oder befinden sich plötzlich in ganz anderen Lebenssituationen. Trotzdem sind die Meisten von uns weiterhin relativ sicher und haben genug zu Essen, ein Dach über dem Kopf und stabile gesellschaftliche Verhältnisse. Gerade zu Weihnachten musste ich oft an diejenigen denken, die diese verrückten Zeiten auch noch ohne diese essentiellen Sicherheiten verbringen müssen. 

Für mich zeigt die Krise: Manchmal braucht es einschneidende Massnahmen und es ist ok mal Sachen anders zu machen, oft entdeckt man dabei auch Gutes. Die Natur ist nicht so einfach zu beherrschen, wie wir oft glauben in unserem hochtechnologischen, "zivilisierten" Leben. Mit den Impfungen kommen wir zwar einen guten Schritt voran, aber ich bin sicher, dass die COVID Krise unsere Gesellschaft langfristig verändern wird, so wie es uns leider auch bei der Klimakrise bevorsteht.  

Ich habe die Hoffnung, dass die Menschen gesehen haben, wie wichtig die Wissenschaft ist und dass die Berücksichtigung von wissenschaftlichen Ergebnissen unserer Gesellschaft hilft und Leben rettet. Wenn wir doch für die Klimakrise auch schon so weit wären und die Politik endlich einsehen würde, dass wir vorausschauende, griffige Massnahmen brauchen, bevor die Krise voll eintrifft. Denn leider ist für das Klima keine Impfung in Sicht. 

Die Natur gibt das Tempo vor 

Das heutige Schnee-Chaos in Zürich zeigt. Viele Menschen denken immer noch, sie können in jeder Situation alles einfach so weiter machen wie bisher. Wenn es wie verrückt schneit und aller ÖV gestoppt wird. Dann gehen eben manchen Sachen nicht mehr. Trotzdem sieht man viele Menschen, die trotzdem unbedingt los wollen, auch Pakete wurden ausgeliefert, bis das Postauto in unserer Strasse im Schnee stecken blieb. Die Schulen unserer Kinder haben es nicht mal geschafft am Morgen vernünftig zu informieren -  oder einfach ein schneefrei anzukündigen. So herrscht totales Chaos, mit halbleeren Klassen teilweise ohne Lehrer. Ist das wirklich nötig - besonders in Zeiten von Covid? Aber ich schweife ab, jetzt zum Lichtblick.


Mit Wissenschaftlern und Experten erarbeitet: Climate Action Plan 

Auch in den vergangenen Monaten war die Klimabewegung weiter aktiv und hat zusammen mit Experten und Wissenschaftlern ehrenamtlich ein Massnahmenpaket ausgearbeitet, wie wir die Klimakrise verhindern können - der CLIMATE ACTION PLAN. Dieser ist zwar für die Schweiz, trotzdem sinnvoll auch für andere Länder. 

Die Massnahmen sind drastisch, aber machbar und genau deshalb sind sie meiner Meinung nach unbedingt nötig. Und im Gegensatz zu den Corona Regeln trennen sie nicht, sondern bringen Menschen zusammen und sorgen auch für die nötige Umstrukturierung, so dass niemand zurückgelassen wird. Schöne Dinge, wie Dienstleistungen, Pflege, Kultur, Natur, Pflanzen und saubere Technologien werden gefördert, Umschulung und Ausbildung wurden auch bedacht.

Der Plan ist lang und ausführlich, über 300 Seiten. Aber keine Angst, du musst nicht alles lesen um zu verstehen worum es geht. Es reicht, wenn du dir die Kurzliste und einige Kapitel anschaust, bevorzugt in deinem Fachgebiet. Es ist sehr wichtig, dass Entscheidungsträger das Dokument lesen, denn für mich ist klar, dass einige dieser Massnahmen eher früher als später kommen. Sobald die Gesellschaft erkennt, wie schädlich der Klimakrise für Leib, Leben und schlussendlich auch die Wirtschaft ist, werden auch hier Notmassnahmen möglich.

Hier erhälst du eine Einführung in den Plan - ich bin wirklich beeindruckt was die Klima-Jugend hier "kostenfrei" hinbekommen hat, während unsere Regierungen Millionenbeträge in Studien verschwenden, die nicht umgesetzt werden. 

Hier kannst du den ganzen Plan herunter laden. Die Seiten 40-50 erscheinen mir besonders wichtig - mit Kurzbeschreibungen jeder Massnahme. Wer es genauer wissen will, der kann dann noch die jeweiligen Kapitel lesen. 

Eine grosse Bitte: Leite diesen Pan an möglichst viele andere Menschen weiter. Optimal eignen sich natürlich Politiker, Geschäftsleiter, Beamte usw.. Ich bin wirklich gespannt, was ihr von dem Plan haltet. Schreibt mir doch zurück. 

Der Plan zeigt, wir könnten es schaffen, wenn wir wollen. Für die Umsetzung braucht es keine Technologien, die es nicht gibt. Im Gegenteil, es braucht zum Teil einfach - weniger machen. 

Ich hoffe, ihr bleibt gesund und wir sehen uns bald mit einer Umarmung (krasse Vorstellung 😉  ) wieder. Liebe Grüsse

Christina


PS: Privat Auch bei mir privat war natürlich einiges los. Bin seit März im Home-Office und arbeite viel für die Fachhochschule ZHAW wo ich diesen Herbst meine erste eigene Vorlesung hatte. Nebenbei läuft noch einiges bei den Vereinen fossil-free und films for future. Gerade vor Weihnachten haben wir das Crowdfunding für unser 2021 films for future festival erfolgreich abgeschlossen und so 50'000 CHF für das Festival gesichert. Jetzt muss es nur noch stattfinden dürfen. Über Neujahr waren wir zu viert in Quarantäne und Celine in Isolation, glücklicherweise hat sich niemand angesteckt und wir haben es gut hinter uns gebracht - ist schon seltsam, wenn man Angst hat die eigenen Kinder zu umarmen. Nun geniessen wir den vielen Schnee - die Welt ist so schön gedämpft und sauber. Und NEIN dieser Schnee widerlegt die Klimaerhitzung nicht - im Gegenteil. Durch andere Strömungen über der Arktis und viel mehr Wasser in der wärmeren Luft kann es noch Jahre lang zu viel grösserem Schneefall kommen. 





Montag, 21. September 2020

Aufruf vom Klimacamp: Kommt jetzt auf den Bundesplatz ! 🔥

Liebe Klimastreikende,

Heute werden wir Geschichte schreiben. Die Aufmerksamkeit in den Medien und Sozialen Medien war so hoch, wie schon sehr lange nicht mehr. Die politischen Spannungen zwischen der Stadt Bern und dem nationalen Parlament sind sehr hoch, diese streiten sich öffentlich, wie mit unserem schönen Camp umzugehen sei. Sehr viele Menschen stehen hinter uns und unterstützen unsere Forderungen. Journalist*innen sind am zweiten Tag bereits wieder seit vier Uhr vor Ort. ✨📢

Zur gleichen Zeit möchte der Nationalrat uns räumen lassen. Aber wir sind gekommen, um zu bleiben. Für dies brauchen wir aber jede*n einzelne*n von euch!

Wenn wir genug Menschen sind, ist es für die Polizei unmöglich, den Platz zu räumen. Das wäre eine unglaublicher Gewinn, sowohl für Klimagerechtigkeit und die Demokratie. 🥳

Wir, die mehrere hundert Aktivist*innen auf dem Bundesplatz drängen euch, sich uns anzuschliessen und die Linien zu stärken. Auf diesen Moment haben wir alle hingearbeitet. Eure Freund*innen brauchen euch heute - it's time rise up! ✊💙🔥




100'000 wo seid ihr?

 Aktuell : Klimacamp in Bern auf dem Bundesplatz

Ein Jahr ist es her, dass 100'000 Menschen in Bern für das Klima protestierten und damit zeigten, dass einer breiten Mehrheit in der Schweiz Klimaschutz sehr wichtig ist. In diesem Jahr ist viel passiert: Sowohl weitere Klimakatastrophen, wie gerade in Kalifornien, wie auch Corona hält die Welt in Atem.

Wissenschaftler geben zu, dass unser CO2 Budget bei Null ist, wenn man wirklich zu 100 % sicher gehen will, dass wir die Klimakurve kriegen - die derzeit kommunizierten Budgets gehen von einer Stabilisierung des Klimas zu nur rund 60% aus. Alle Klimaprozesse auf der Welt deuten darauf hin, dass wir sogar schnell damit beginnen müssen CO2 wieder aus der Luft zu holen und nicht mehr davon auszustossen.

Nun frage ich ich: 100'000 wo seid ihr? Einmal bei einer bewilligten Demo in Bern aufkreuzen reicht nicht! So einfach lässt sich die etablierte Wirtschaft und Politik nicht davon überzeugen, dass ihr es wirklich ernst meint. 

Denn es ist ernst und es braucht Mut. Aber nicht so viel Mut, wie es bräuchte um seine/ihre Wertsachen aus einem brennenden oder überschwemmten Haus zu holen. Nicht so viel Mut, wie es bräuchte unsere Kinder in die kommenden Klimakriege zu schicken. 

Es ist harmlos auf den Bundesplatz zu gehen und die Klimaschützer zu unterstützen. Die Polizei kündigt Räumungen frühzeitig an und man hat genug Zeit zu gehen. Und wenn der Bundesplatz von Eltern, Grosseltern, Kindern, Geschwistern und Freunden des Klimas überquillt, dann sind auch die mutigen Aktivisten geschützt.

Ich war dabei und ja, es brauchte Mut um vier Uhr morgens am Sonntag den Platz zu besetzen und nicht zu wissen, ob man von der Polizei gehindert wird. Ja es brauchte Mut, das alles zu planen und sich auf Strohballen anketten zu lassen. Aber glaubt mir, das alles ist einfach im Vergleich zur weiteren Bewältigung der Klimakrise, die auf uns zu rollt. 

Corona hat gezeigt: Die Politik und Gesellschaft kann reagieren, wenn die Notlage klar ist. Fordern wir das Parlament und die Räte auf, die Klimakrise endlich ernst zu nehmen und unser Leben und Land zu schützen.

Nehmt euch frei, nehmt es ernst und kommt nach Bern. Solche Gelegenheiten für einen Wandel gibt es nicht viele, helft alle mit, dass der Klimanotstand endlich ernst genommen wird. Hört auf zu reden und kommt !

In Hoffnung

Christina

Bericht im SRF











Donnerstag, 10. September 2020

Roger Wake Up - Es geht weiter

Heute werden Briefe an Roger Federer in der CS Bank in Zürich und anderen Orten übergeben.

Hier Oliver's und mein Brief an die CS: Brief im PDF Format.


Lieber Roger

Wir sind mehr als 10’000 Menschen, die Sie bitten, Ihr Wort bei der Credit Suisse einzubringen, damit diese ihre Finanzierung fossiler Unternehmen und der Zerstörung von Ökosystemen einstellen.  Sie hatten angekündigt, dass Sie mit der CS darüber sprechen wollen. Bisher haben wir noch nichts dazu gehört.

Sie haben selber Kinder, und mit der von Ihnen gegründeten Stiftung unterstützen Sie Kinder in Afrika. Alle Kinder jedoch werden von der Klimakrise und dem anstehenden Klimachaos mit gravierenden Folgen betroffen. Neben unzähligen politischen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Führungspersonen hat soeben auch der Direktor der Internationalen Energieagentur mit äusserst deutlichen Worten ausgedrückt, dass wir, um die schlimmsten Konsequenzen zu begrenzen, sehr schnell aus den fossilen Brennstoffen aussteigen müssen.

Trotz jahrelanger Aufforderungen und Protesten von Klimaaktivist*Innen bis hin zur Generalversammlung ziehen es Verwaltungsrat und Führung der Credit Suisse bis in die Gegenwart vor, fossilbeschmutzte Gewinne aus Umwelt- und Klima-Zerstörung einzufahren, statt ihre Bank am Pariser Klimaabkommen auszurichten. Aber es kommt noch schlimmer. Die CS kriminalisiert junge Menschen, die sich gegen die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen wären und strebt weitere Prozesse gegen Junge Menschen an, z.B. am 21. Und 22. Sep. im Lausanne. Wie Sie nach dem Prozess gegen die Aktivisten von Lausanne Action Climat sagten, fühlt es sich manchmal gut an, aufgerüttelt zu werden. Deren Mut muss uns inspirieren. Genauso sehr wie der Mut derer, die an vorderster Front gegen die Abholzung der Wälder im Amazonasgebiet oder die gewaltsame Ausbeutung von fossilem Gas in Mosambik kämpfen.

Stellen Sie sich vor, Ihre Kinder sitzen auf der Anklagebank – weil sie um ihre Zukunft bangen!

Die CreditSuisse.ch kündigt zwar "grüne" Finanzierungen und halbe Massnahmen bei der Kohle an, handelt aber letztlich weiter wie bisher. Insbesondere versorgt die Credit Suisse einen grossen Teil der Schiefergasförderung in den USA mit Geld, sowie ganz allgemein Unternehmen, die weltweit und bis in die Arktis nach neuen Lagerstätten der sogenannt extremen Fossilen Brennstoffe suchen. Mit einem ungesetzlichen Kredit hat die Bank zudem die öffentlichen Finanzen Mosambiks vor dem Hintergrund eines Gasrausches, der die Interessen der lokalen Bevölkerung verletzt, in die Knie gezwungen. Und einem kürzlich erschienenen Bericht von Amazon Watch zufolge ist die Credit Suisse die am zweitstärksten in die Ausbeutung respektive in den Handel von Erdöl im ecuadorianischen Amazonasgebiet involvierte europäische Bank. Natürlich unterstützt sie auch die multinationalen Agrar- und Nahrungsmittelkonzerne Minerva und Louis Dreyfus, die Hauptakteure der Entwaldung in Brasilien... Die Liste ist lang und ohne Ende.

Andere Banken desinvestieren ihre fossilen Investments und Finanzierungen und dies sowohl in Bezug auf die Projekt-  als auch auf die Unternehmensfinanzierung. Für viele Menschen sind Sie der Botschafter der CS: Fordern Sie die Credit Suisse auf endlich den Klimaschutz ernst zu nehmen. 

Ich hoffe, dass Sie diese Worte zu lesen bekommen und mithelfen unseren Kinder eine lebenswerte Zukunft zu erhalten. Sagen Sie sich los von der Credit Suisse, solange diese die Zukunft zerstört. Sie haben das doch nicht nötig!  

Herzliche Grüsse       Dr. Christina Marchand und Dr. Oliver Marchand



Samstag, 5. September 2020

Rise up for Change & Wake up Roger in Bildern

 Hier meine besten Bilder von der Demo am Freitag den 4.9.2020: Wir von fossil-free und Klimastadt Zürich haben die Roger Wake Up Kampagne unterstützt, mit der Roger Federer aufgefordert werden soll, sich von der CS zu distanzieren, die weltweit fossile Industrien fördert.

Mit rund 20 Personen im Tennis-Dress und einem Netz mit Banner haben wir den Zug begleitet. 






Viele weitere gute Fotos findest du hier:

https://www.flickr.com/photos/climatestrike/sets/72157715813458307/