Dienstag, 15. Oktober 2019

Wählen oder Aussterben

Aktuell: Wahl in der Schweiz

Ich höre immer wieder :

  • Man kann doch eh nichts gegen den Klimawandel machen !
  • Die Politiker machen doch eh nichts !
  • Was ich mache hat doch eh keinen Einfluss !

Wenn das so ist, dann schadet es doch auch nicht mal ganz andere Leute zu wählen, z.B. Menschen die jetzt nicht in der Mehrheit sind - also keine SVP, keine CVP und keine FDP.

Gib doch mal anderen eine Chance und vielleicht ....

... wirst du ja überrascht und es tut sich was gegen den Klimawandel
... wirst du ja überrascht und die Poliker entscheiden sich für sinnvolle Lösungen
... wirst du ja überrascht und deine Stimme hat doch einen Einfluss

Und wenn nicht, dann hat es sicher nichts geschadet !

Wer noch mehr wissen will: Hier die wirklich tolle Zeitung der Klimajugend, mit ganz vielen Informationen zur Wahl. Ich habe ein bisschen mitgeholfen und auch ca. 600 verteilt.

Extinktion Rebellion (XR)
XR sind in aller Munde und ich war an einem Newcomer Treffen und wurde dabei gerade von der NZZ interviewt, da ich zufällig neben der Journalistin sass. Die Bewegung gibt mir Hoffnung, weil sie klar sagt in welcher Notlage wir uns befinden. Sie verharmlost nicht und macht euch nicht weiss, dass Abfall trennen unsere Probleme löst. Ich bin bei der nächsten Aktion sicher wieder dabei.
Hier der Artikel.

Liebe Grüsse
Christina


NZZ über Extinction Rebellion mit Zitat von mir

Der folgende Artikel ist am 11.10. in der NZZ mit einem kleinen Interview mit mir erschienen:

Die Sanduhr ist das Symbol der Klimaschutzbewegung, die gegen das Aussterben rebelliert. Ihre Botschaft lautet: Die Zeit läuft ab.

Im Krieg gegen das Klima – Extinction Rebellion ist längst auch in der Schweiz angekommen
Die Klimaproteste werden radikaler. Mit Strassenblockaden in Berlin und Paris sorgen die Aktivisten von Extinction Rebellion international für Schlagzeilen. Auch hierzulande sind sie aktiv. Ein Besuch bei einem Treffen.
Linda Koponen
11.10.2019, 05:30 Uhr

Mittwochabend, 19 Uhr, im Cabaret Voltaire in Zürich. Die Klimaschutzbewegung Extinction Rebellion – auf Deutsch: Rebellion gegen das Aussterben – hat Interessierte zu einem Kennenlernen eingeladen. Der Saal im hinteren Bereich des Lokals ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Auf der Bühne steht ein junger Mann mit türkisfarbenen Haaren und einem T-Shirt, worauf zwei übereinander stehende Dreiecke in einem Kreis abgebildet sind. Es ist das Symbol der Bewegung, eine Sanduhr mit der Botschaft: Die Zeit läuft ab.

Beim Newcomer-Treffen will XR, wie sich Extinction Rebellion selber nennt, neue Aktivisten für künftige Aktionen rekrutieren. Die Bewegung ruft weltweit zu zivilem Ungehorsam auf, mit dem Ziel, die öffentliche Ordnung zu stören und so auf das «massenhafte Aussterben» aufmerksam machen. Seit ein paar Tagen blockieren Aktivisten in zahlreichen Grossstädten wie Berlin oder Paris Verkehrsknotenpunkte.

Auch in der Schweiz gab es bereits einige Aktionen: In Zürich sorgte die grün gefärbte Limmat Anfang September für erste Schlagzeilen. Wenige Tage später fand in Luzern ein Trauermarsch statt, in Lausanne blockierten die Aktivisten eine Brücke. Damit erreichen die Klimaproteste, die ursprünglich von Greta Thunberg als Schulstreik initiiert wurden, eine neue, radikalere Stufe.

Doch was sind das für Leute, die sich auf Brücken legen oder Farbe in die Limmat schütten? Und was wollen sie mit ihren Aktionen erreichen?

Gandhi als Vorbild
Eine von ihnen ist Gloria. Sie engagiert sich seit vier Monaten bei Extinction Rebellion und ist für Medienanfragen zuständig. Aus beruflichen Gründen möchte sie in der Zeitung nur mit Vornamen genannt werden. Kurze Locken, roter Lippenstift, ein adretter Blazer: Optisch wirkt die 27-Jährige nicht wie eine Extremistin. Sie sei unpolitisch aufgewachsen, habe vor einem Dreivierteljahr erstmals an einer Klimademonstration teilgenommen, sagt sie. Auf Extinction Rebellion aufmerksam geworden sei sie durch eine Informationsveranstaltung. «Dort wurde mir so richtig klar, dass wir uns in einer existenziellen Krise befinden, die sofortiges Handeln erfordert.»

Die Bewegung, die Ende 2018 in Grossbritannien gegründet wurde, ist dezentral organisiert und kennt keine Hierarchien. In der Schweiz ist sie seit Anfang des Jahres aktiv, bis dato gibt es 15 lokale Gruppen. Die Zahl der Aktivisten hierzulande schätzt Gloria auf 200 bis 300 – Tendenz steigend. Die Organisation finanziert sich durch Spenden und kann sich dabei über grosszügige Geldgeber freuen. Vor wenigen Tagen kündigte R.E.M.-Frontmann Michael Stipe an, die gesamten Einnahmen seiner Solo-Single an Extinction Rebellion zu spenden. Andere wollen lieber anonym bleiben. Wer die Bewegung in der Schweiz finanziert, war nicht in Erfahrung zu bringen.

Die Forderung von Extinction Rebellion ist radikal: Netto null Treibhausgasemissionen bis 2025. Dabei müssten die Regierungen «die Wahrheit über die tödliche Bedrohung offenlegen und alle Gesetze revidieren, die ihrer Bewältigung entgegenstehen», heisst es in der Informationsbroschüre für die Interessierten. Konkrete Massnahmen schlägt die Bewegung indessen keine vor. Stattdessen wollen die Aktivisten Bürgerversammlungen einsetzen, «in denen diese voneinander lernen und gemeinsam Entscheidungen treffen, die nötig sind, um die Krisen abzuwenden und ein menschlicheres, ökologischeres System zu schaffen».

Dirk Baier ist Leiter des Instituts für Delinquenz und Kriminalprävention an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Er verortet die Bewegung irgendwo zwischen Linksextremismus und Tierrechtsextremismus. Mit dem Linksextremismus teile sie die Demokratiefeindlichkeit, die Kapitalismusfeindlichkeit und die Handlungsorientierung. Zugleich gehe es der Bewegung nicht primär um die Umgestaltung der Gesellschaft in Richtung Anarchismus.

Die 37-jährige Myriam ist zeitgleich mit Gloria zu Extinction Rebellion gestossen. Es gehe nicht darum, die Regierung zu stürzen oder die Demokratie auszuhebeln, sagt sie. Bisher hätten klassische demokratische Mittel wie Petitionen oder bewilligte Demonstrationen jedoch versagt. Der Mitgründer von Extinction Rebellion, Roger Hallam, fand hierfür in einem Interview mit «Spiegel Online» derweil deutlichere Worte: «Wenn eine Gesellschaft so unmoralisch handelt, wird Demokratie irrelevant.»

Von den Störaktionen versprechen sich die beiden Frauen vor allem Aufmerksamkeit. Dass sie damit die öffentliche Ordnung störten, sei bedauerlich, sagt Myriam. «Es ist jedoch unsere moralische Verpflichtung, zu agieren und dabei auch die eigene Freiheit aufs Spiel zu setzen.» Dazu, sich verhaften zu lassen, sind weder Myriam noch Gloria derzeit bereit.

Andere Aktivisten nehmen das bewusst in Kauf, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. So auch der 27-jährige Kim, der sich seit Sonntag an den Blockaden in Berlin beteiligt. Der St. Galler ist bei Extinction Rebellion für Social Media verantwortlich. «Ich habe keine Angst davor, verhaftet zu werden oder meinen Job zu verlieren – wenn wir aussterben, dann gibt es auch keine Arbeitsplätze mehr», sagt er am Telefon. Die Geschichte gebe ihnen recht: Ziviler Ungehorsam habe bereits bei Gandhi oder Martin Luther King funktioniert. Es sei die Liebe zur Erde, die ihn antreibe. Zugleich habe er jedoch grosse Angst vor den gesellschaftlichen Konsequenzen der globalen Krise.

Unterschiedliche Risikostufen
Angst ist an diesem Mittwochabend auch das prägende Thema im Cabaret Voltaire. Die meisten der rund 60 Anwesenden sind zwischen 20 und 30 Jahre alt. Dabei sind Studenten, Kunstschaffende, Wissenschafter. Viele geben an, sich zuvor noch nie politisch engagiert zu haben. Man wähnt sich mehr an der Sitzung einer Selbsthilfegruppe als am Treffen einer Rebellenorganisation. Es sei schön, mit seinen Sorgen nicht länger alleine zu sein, sagt jemand.


Den Kern allen Übels verorten viele in der neoliberalen Ökonomie. Der Kapitalismus sei das Problem, sagt ein Neuankömmling und fordert einen Systemwandel. Dafür erntet er von einer XR-Aktivistin zustimmendes Nicken. Eine junge Mutter erklärt mit bebender Stimme, dass sie sich Sorgen um die Zukunft ihres Kindes mache, aber noch nicht genau wisse, wie sie sich engagieren wolle und ob sie bereit sei, sich verhaften zu lassen.

Am gleichen Tisch sitzt auch Christina Marchand. Sie hat sich bereits an mehreren Protestaktionen beteiligt, früher bei Organisationen wie Greenpeace und «fossil-free», zuletzt auch bei Extinction Rebellion. Als die Limmat in Zürich grün gefärbt wurde, stand die 50-jährige Chemikerin auf der Brücke und informierte die Passanten über die Ursachen und Folgen des Klimawandels. Leider würden nur Aufsehen erregende Aktionen von der Presse aufgenommen, sagt sie. Es reiche nicht, nur die Tatsachen zu kommunizieren.

In der Informationsbroschüre für die Neuen sind Aktionen unterschiedlicher Risikostufen aufgelistet. Zu Stufe null gehören legale Aktionen wie angemeldete Demonstrationen oder Stände. Aktionen der Stufe eins sind zwar teilweise rechtswidrig, den Aufforderungen der Polizei wird aber Folge geleistet. Erst bei Aktionen der zweiten Stufe wird eine Festnahme im Kauf genommen.

Sie habe immer darauf geachtet, nicht verhaftet zu werden – auch wegen ihrer Kinder, sagt Marchand. «Eine grössere Menschenmenge würde mir aber den Mut geben, mich auch festnehmen zu lassen.» Es bleibe schlicht keine Zeit mehr, demokratische Prozesse abzuwarten, sagt Marchand und fügt an: «Im Grunde befinden wir uns in einem Krieg gegen das Klima, deshalb sollte die Regierung auch den Notstand ausrufen und entsprechende Massnahmen ergreifen.»

Martialische Rhetorik
Eines der Kernprinzipien von Extinction Rebellion ist die Gewaltfreiheit. Die Rhetorik im kürzlich erschienenen Handbuch der Bewegung mutet jedoch in Teilen martialisch an: Es ist von der «Ökonomie als Krieg gegen den Planeten» die Rede. Davon, sich auch «körperlich in die Schusslinie zu begeben». Oder von «der heiligen Pflicht», gegen alles zu rebellieren, was der Verwirklichung und Vision der Bewegung im Wege stehe.

Droht bei stetiger Steigerung der Aktionen eine Eskalation? Mike Schäfer, der an der Universität Zürich zu Klimawandelkommunikation forscht, sagt: «Der Gewaltverzicht ist tief in der Bewegung verankert.» Extinction Rebellion sei eine friedliche Bewegung, die mittels symbolischer Aktionen und Blockaden politischen Druck ausüben und mediale Aufmerksamkeit erregen wolle. Ob die Bewegung von längerer Dauer sei, sei schwer einzuschätzen.

Fest steht aber, dass es kaum bei der grünen Limmat und dem Trauermarsch in Luzern bleiben dürfte. Was in der Schweiz als Nächstes geplant ist, wollen die Aktivistinnen nicht verraten. Gloria sagt dazu nur: «Wir hören erst auf zu rebellieren, wenn unsere Forderungen vollumfänglich umgesetzt werden.» Am Mittwoch dürften sie einige neue Mitkämpfer gewonnen haben.

Montag, 30. September 2019

films for future is live

Wir haben diesen Monat den Verein films for future gegründet und wollen damit gerne einmal jährlich ein Festival in Zürich machen und filme zeigen und ausserdem die Herstellung von Filmen zum Thema fördern.

Schaut doch mal auf unsere Webseite: films-for-future.org

Man kann auch Mitglied werden und uns auf verschiedene Arten unterstützen.

Lg
Christina

Freitag, 27. September 2019

Schule oder Zukunft



Habe heute einen Artikel im Journal 21 veröffentlicht und freue mich über Kommentare:

https://www.journal21.ch/zukunft-oder-schule


LG
Christina

PS:
Ich habe "lautstark" an der Klimademo heute in Zürich mitgemacht. Morgen geht es weiter nach Bern.

Samstag, 14. September 2019

Nicht verzagen - Aktion wagen

Die Hoffnung stirbt zuerst ääh zuletzt
Letzte Woche hat eine Gruppe besorgter Bürgern die Limmat giftgrün eingefärbt und einige Personen trieben als Leichen den Fluss abwärts. Begleitet wurde die Aktion von Wissenschaftlern, die durch weisse Kittel gekennzeichnet, die Bevölkerung über die Gefahren des Klimawandels aufklärten. Bei einem Gespräch mit einer Nachbarin kam die Aktion zur Sprache. Sie äusserte die Angst, dass viele Menschen es zu radikal finden und sich von der Klima-Bewegung abwenden. Dabei fiel auch der Begriff militante Aktion. Gleichzeitig gab sie mir zu verstehen, dass sie für die Erde nicht viel Hoffnung sieht und die Aktionen für sinnlos hält. 

Da passt doch irgendwas nicht zusammen:
  • Einerseits die Überzeugung, dass die Erde mit unserem Wirtschaftssystem eh verloren ist.
  • Andererseits die Wahrnehmung, dass Menschen, die sich dagegen wehren, militant, extrem und radikal sind. 
  • Diejenigen, die das System gegen die Wand fahren oder einfach nichts dagegen tun, sind aber normal und gemässigt.

Das ist doch verkehrte Welt! Sollten wir nicht lieber anfangen unsere Begriffe der Wirklichkeit anzupassen. Unsere derzeitige Wirtschaft ist extrem, radikal und bringt uns die Ausrottung. Alle Menschen, die sich nicht dagegen wehren sind Mitläufer und mitschuldig, da sie von diesen Missetaten wissen, sie aber nicht verhindern. Nur Menschen die sich dagegen auflehnen sind vernünftig, konservativ und wahre Helden.

Betrachten wir also die Heldentat der Limmatfärbung. Mit friedlichen Mitteln und ökologisch unbedenktlicher Farbe wurde symbolisiert, welcher Verschmutzung unsere Umwelt ausgesetzt ist. Denn das CO2 sieht man normalerweise nicht. Wenn Medien und Politik ihre Aufgaben machen würden und die Bevölkerung korrekt über die Gefahren des Klimawandels informieren würden, dann müssten besorgte Bürger nicht zu solchen Massnahmen greifen. 

Immer wieder fällt bei diesen Diskussionen auch der Satz: "Das bringt doch alles nichts, das Problem muss global gelöst werden, hier können wir doch gar nichts machen. "

Genau dieser Satz wurde durch geniale Thinktanks von Klimaleugnern erfunden, denn er verhindert regelmässig lokale Lösungen und dass jemand beginnt. Natürlich wäre es schön, wenn alle gleichzeitig aktiv werden, das ist aber unrealistisch und auch nicht nötig. 

Alle Probleme dieser Welt, eines Landes, einer Stadt oder auch in der Familie muss irgend jemand den Anfang machen. Normalerweise geht jemand mit gutem Beispiel voran. Auch in der Wirtschaft kommen Innovationen oft von kleinen neuen Firmen. Die fangen etwas an, obwohl es schon grosse Unternehmen gibt, die den Markt besetzt halten und haben trotzdem Erfolg. Ghandi hat auch nicht gesagt, ich kann nichts machen, es laufen ja nicht alle mit. Er ist los gegangen und dann haben sich immer mehr Menschen angeschlossen. Auch in der DDR haben erst wenige Menschen protestiert und einen riesigen Prozess ins Rollen gebracht. Deutschland hat mit einem lokalen Fördergesetz für erneuerbare Energie die ganze Welt verändert, da dadurch die Preise gefallen sind. Das sind nur einige von vielen Beispielen.

Ich möchte deshalb alle auffordern die Gefahr des Klimawandels sehr ernst zu nehmen, aber trotzdem den Mut nicht zu verlieren. Und vor allem nicht aufgeben, sondern mitmachen und die unterstützen, die versuchen etwas zu ändern. Dazu gibt es gerade jetzt viele Möglichkeiten:

Weltweit:
Vom 20.9.-27.9. ist weltweiter Klimastreik, es gibt überalle Aktionen

Schweiz:
Am 28.9. 13:30 Uhr ist nationale Klimademo in Bern. Es soll ein grosses familientaugliches Fest für den Klimaschutz werden. Bitte kommt so zahlreich wie möglich und sagt es weiter.

Die Klimajugendlichen diskutieren nicht, sie machen. z.B. gerade ein Informationsblatt, dass in alle  Haushalte verteilt werden soll. Noch 8 h ist das Crowdfunding offen. Helft doch mit.

Auch lokal gibt es vom 21.-27. viele Aktionen,  z.B. am 27.9. ein Klimastreik in Zürich.

Was denkt ihr darüber? Ich freue mich darauf euch an einem der Anlässe zu sehen oder von euch zu hören.

Christina

Samstag, 24. August 2019

Zum "Tod" Lachen ;)

Sammlung von Kartoons zum Thema Klimakrise

Zusammen auf Gedei und Verderb



Positive Nebenwirkungen


Papperlapapp



Quelle: Gerhard Mester https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Karikatur_von_Gerhard_Mester_zum_Thema_Ignoranz_O12293.jpg

Eisbären-Wahrheiten



und weitere hier

Eine Sammlung von Cartoons zum Thema Russ und Klima
https://www.russfrei-fuers-klima.de/app/download/5058447564/Brosch%C3%BCre_Cartoonwettbewerb.pdf?t=1435840058








Freitag, 9. August 2019

Klima Streik in Lausanne


Ich war heute an der Demo in Lausanne. Es war eine unglaublich gute Stimmung und sehr viele Junge, aber auch Eltern und Grosseltern dabei. Mit rund 3000 Menschen und ja auch Greta - ich habe sie allerdings nicht gesehen - marschierten wir eine Stunde vom Bahnhof durch die Stadt. Es war ein unglaublich bunter und schilderreicher Zug.

Anschliessend schilderten einige Jugendliche auf dem Podium die Eindrücke vom internationalen Klimatreffen. Denn natürlich ist es nicht leicht, wenn man sich in so einem Rahmen zum ersten Mal trifft und die Augen aller auf einen gerichtet sind. Aber die Jugendlichen waren sich einige, dass die Bewegung divers sein kann und jedes Land seinen eigenen Weg finden muss, da alle verschiedene Voraussetzungen haben. Man will zusammen halten und sich gegenseitig unterstützen.

Es war sehr bewegend zu sehen und zu hören, wie sich so viele Jugendliche für Ihre und unsere Zukunft einsetzen.



Montag, 29. Juli 2019

Warum Bäume pflanzen nicht reicht

Aktuell
Ich konnte mal wieder einen Artikel im Journal21 veröffentlichen. Gemeinsam mit meinem Mann Oliver habe ich die Fakten überprüft und bin zu dem Schluss gekommen. Bäume pflanzen reicht nicht.  Hier der Link zum Journal 21

Ausserdem ist diese Woche weltweit viel los:

Klima-Festival in Zürich
In Zürich findet am Wochenende auf der Hardturmbrache ein Klima-Festival statt. Organisisert von und mit dem Klimastreikenden und auch vielen anderen Freiwilligen. Ich werde auch dabei sein und einen Ideen-Workshop für Klimalösungen halten, damit man Unterstützer suchen kann.

Internationale Klimademo und Gipfel in Lausanne
In Lausanne findet nächste Woche ein internationales Klimatreffen und Demo statt. Greta wird doch auch erwartet und ich werde sicher auch mal für 1-2 Tage dort vorbei schauen. Bin sehr gespannt, ob ich für meine Ideen internationale Unterstützer finde.

Weltweit finden Vorbereitungen für den Klima-September statt und es gibt sicher auch in eurer Nähe viele Aktionen, falls ihr Gleichgesinnte sucht.

Und hier noch etwas zum Mut machen und inspirieren

Eine Bekannte von mir nahm sich die Verhaftungen der jungen Klimaaktivisten in Zürich sehr zu Herzen. Es machte ihr so zu schaffen, dass die friedlich Protestierenden zwei Nächte festgehalten wurden, während die Banken mit ihren klimaschädlichen Geschäften ungeschoren davon kommen. Sie konnte nicht mehr schlafen, es liess ihr keine Ruhe. Beinahe wäre ihre Tochter auch dabei gewesen und für zwei Tage in den Knast gekommen.

Da beschloss sie, sich vor die Credit Suisse zu stellen - das ist die Bank, gegen die protestiert wurde - und mit einem einfachen Plakat darauf hinzuweisen. Mit einer klaren Ich-Botschaft. Sie tat das heute Mittag mit einer anderen aktiven Mutter. Beide erhielten viel positive Resonanz und fühlten sich durch die Aktion weniger ohnmächtig. Gleichzeitig forderten sie alle Gesprächspartner dazu auf einen Brief an Bank, Polizei oder Staatsanwaltschaft zu schicken, um auf dieses Unrecht aufmerksam zu machen.

So wie Greta sich alleine vor das Parlament setzte, so kann sich jeder mit einer eigenen Aktion für das Klima einsetzen - ein Brief, ein Gespräch, ein Protest - alles hilft, damit wir uns nicht mehr so hilflos vorkommen.

In diesem Sinn
viel Kraft und Mut bei Allem was ihr tut
Christina

ein spannender Link zum Thema Bäume pflanzen heute in den Medien:
https://www.watson.ch/international/afrika/758610560-aethiopien-3-dinge-die-du-zum-irren-aufforstungs-projekt-wissen-musst



Sonntag, 14. Juli 2019

Der Klimaschutz und die Justiz

Liebe Freunde, Verwandte und Bekannte

Hier mein Artikel zu den Klimaprotesten vor den Banken in Zürich, die zur Verhaftung von über 60 Aktivisten geführt haben, die 48 Stunden festgehalten wurden. Der Bericht wurde im Journal21 publiziert: "Der Klimaschutz und die Justiz". Es würde mich freuen, wenn ihr diesen lesen würdet.

Im Moment nimmt die Klimabewegung an Fahrt auf, es gibt immer noch die Hoffnung, dass wir es schaffen können, die Erderwärmung zumindest zu verlangsamen. Gerade gestern gab es eine Aktion am Flughafen Zürich (Artikel im Watson) und auch in Deutschland und im restlichen Europa sind über den Sommer und besonders im Herbst viele Aktivitäten geplant. Reserviert euch schon mal Freitag / Samstag 27. / 28.9. für grosse Klimaproteste.

Allerdings ist es umso wichtiger, dass endlich die richtigen Menschen gewählt werden: Politiker, die den ernst der Lage begreifen und sich endlich trauen auch unbequeme Massnahmen zum Klimaschutz zu ergreifen. Und dann ist es noch wichtiger, dass man diese Politiker weiterhin unterstützt, auch wenn die Massnahmen mal ein bisschen unbequem sind.  Denn jetzt mal ehrlich: 

Klar wäre es einfacher den Müll aus dem Fenster zu werfen - ist aber glücklicherweise verboten. 

Klar wäre es billiger, die Abwässer der Fabrik direkt in den Fluss zu leiten - ist aber glücklicherweise verboten. 

Solche Regeln braucht es auch für das CO2, denn es ist mindestens genauso schädlich.

Ich wünsche euch einen flugfreien, schönen Sommer. Macht doch mit bei Flugstreik im nächsten Jahr.

Liebe Grüsse
Christina 

Montag, 17. Juni 2019

Brief an Bundeskanzlerin Merkel


Liebe Frau Merkel

Ich schreibe zu Ihnen von Wissenschaftlerin zu Wissenschaftlerin, von Frau zu Frau und von Mensch zu Mensch. Ich bitte Sie inständig Ihre derzeitige Position zu nutzen, um unseren Planeten, die Menschen und die Natur zu schützen. Es ist noch nicht zu spät, wenn auch schon dramatisch genug. Ich weiss, dass Sie mit Wissenschaftlern gesprochen haben und ich weiss, dass ihnen klar ist, wie dramatisch es werden könnte. Als Physikerin sind Sie sich der Naturgesetze bewusst und wissen auch wie dramatisch exponentielle Ereignisse sein können.

Ich bin sicher, dass die Menschen in Deutschland hinter Ihnen stehen, wenn Sie einfach nur bestimmt genug auftreten und die Gefahr der Klimakatastrophe deutlich ansprechen. Sie sehen, wie die Umfragewerte und die Angst vor der Klimakatastrophe steigen. Vor allem die Jungen erkennen die Dramatik, aber haben viel zu wenig Einfluss, um eine schnelle Reaktion zu ermöglichen. Sie, dagegen sind in einer Position Einfluss zu nehmen. Sie könnten es sogar mit einem Notstand begründen. Denn die mögliche Ausrottung der Menschheit bis Ende Jahrhundert ist wirklich dramatisch. Bitte, setzen Sie sich für starke und griffige Massnahmen im Klimaschutz ein. Es ist auch verboten Gift in Flüsse einzuleiten und Müll im Wald zu entsorgen. Genauso muss CO2 geregelt werden – zum Schutz von Natur und Mensch.

Deutschland hat schon einmal die ganze Welt verändert, als es die Einspeisetarife für erneuerbaren Strom eingeführt hat. Nur dadurch wurde der Solarboom möglich. Auch jetzt könnte Deutschland der entscheidende Treiber sein, um die Weltgemeinschaft voran zu bringen. Ich hoffe und vertraue darauf, dass Sie das richtige tun. Bitte lassen Sie sich nicht von der Auto- oder Öl Lobby unter Druck setzten. Es gibt Lösungen. Wir werden Ihnen das nie vergessen, wenn Sie voran gehen und Ihnen wird die Dankbarkeit einer ganzen Generation sicher sein.

Ich hoffe, Sie schreiben hier Geschichte – positive Geschichte!
Herzliche Grüsse, danke für Ihren Einsatz und ganz viel Kraft
Christina Marchand

PS: Dieser Brief ist im Rahmen einer Avaaz Kampagne an Frau Merkel verschickt worden.

Freitag, 24. Mai 2019

Ihr Kinderlein kommet, oh kommet doch all


und nicht nur die Kinder, sondern Eltern dabei !  HEUTE z.B. um 13 Uhr in Zürich 

Heute ist ein wichtiger Tag - so ähnlich wie Weihnachten und Ostern an einem Tag - weltweit und natürlich auch in Deutschland und der Schweiz gibt es Klimastreiks.



Denn unsere Kinder haben geschafft, woran sich andere in den letzten 10 Jahren die Zähne ausgebissen haben - eine richtige Klimabewegung zu werden. Aber alleine werden es die Jugendlichen nicht schaffen. Wenn wir Erwachsenen nicht zeigen, dass uns Klimaschutz ebenso wichtig ist, dann wird der Bewegung der Schnauf ausgehen. 

Ich bin stolz darauf, was da abgeht, aber der Erfolg hat auch Schattenseiten. Denn wenn die Bewegung es nicht schafft zu wachsen, dann wird sie bald in den Medien kleingeredet. Deshalb ist es umso wichtiger, dass nun auch wir Erwachsene dazu kommen. 

Denn nur durch aktives Zeigen wie wichtig uns das Thema ist, werden die Politiker auch wirksame Massnahmen ergreifen. Durch die Bewegung wurde auch politisch schon mehr erreicht als noch letztes Jahr geträumt werden konnte:

Viele Städte, Ländern und Regionen haben den Klima-Notstand ausgerufen - z.B. der Kanton Zürich letzte Woche. Eine symbolische Massnahme, die aber trotzdem wirksam ist, da nun alle Geschäfte auch auf Klimaauswirkungen geprüft werden. Die Zusammensetzung der Parlamente hat sich in den Wahlen bereits verschoben, zu mehr Umwelt- und Klimaschutz. Hier in der Schweiz ist sogar die FDP auf diesen Zug aufgesprungen.

DESHALB meine Bitte an euch: MACHT es euch MÖGLICH, der nächste Streikort ist sicher nicht weit weg von euch. Nehmt euch doch die 2 Stunden und zeigt, dass euch die Zukunft der Kinder wichtig ist.

Es sind vermutlich die am besten investierten zwei Stunden dieses Jahres (neben der Teilnahme am Herbststreik natürlich ;)

Vielleicht bis gleich auf dem Münsterhof 13:00 in Zürich.

Liebe Grüsse
Christina



 

Freitag, 29. März 2019

Brief an uns Eltern

Diesen Brief haben Schüler / Kinder an uns Eltern verfasst. Und ich muss ihnen so recht geben. Lasst uns endlich wirklich für die Zukunft der Kinder einstehen und alle Mittel nutzen um die Klimakatastrophe noch aufzuhalten. Unter diesem Link findet ihr den vollen Text :

https://www.klimademo.ch/brief?fbclid=IwAR2LS7BQLYoP_gfMbQrDHMK56nJWR8U0sxErSiV38o6VcYUAgZUf1uAYiSQ

Liebe Grüsse
Christina

Mittwoch, 27. März 2019

Brief an Angela Merkel

Liebe Angela Merkel

Ich weiss, dass Sie ausgebildete Naturwissenschaflerin sind und als solche wissen sie auch, dass sich die Naturgesetze nicht verhandeln lassen, ebensowenig wie der Klimawandel.

Auch wenn es politische Realitäten gibt und es Kompromisse braucht, muss / kann man doch der Bevölkerung klar sagen um was es geht. Nämlich um nichts weniger als das Überleben der Menschheit und Tier und Pflanzenwelt.

Deshalb fordere ich Sie auf: Bitte reden sie Klartext, senden Sie auf allen Programmen und halten Sie Ansprachen im Fernsehen, in denen Sie auf die Dringlichkeit der Klima- und Naturfrage hinweisen. Starten Sie Notfallprogramme und wägen jede Entscheidung an der Überlebensfähigkeit der künftigen Generation ab.

Schützen Sie die Erden und Natur und damit uns und schlussendlich auch die Wirtschaft. Schaffen Sie weitreichende Naturreservate, blockieren Sie die Auto- und Öllobby und schaffen Sie Arbeitskräfte in anderen Industrien. Es kann gelingen, wenn Sie es wirklich wollen und Klartext reden. Sie haben mehr Macht als Sie denken - nutzen Sie es jetzt !!!

Böse Kräfte nutzen Social Media usw. ohne Skupel, aber Sie können soche Massnahmen und auch Notgesetze auch nutzen - zum Guten.

Danke und herzliche Grüsse
Christina Marchand

-
[Dr Christina Marchand]
[Deutschland]

Montag, 25. März 2019

KlimaArena

Wahlen im Kanton Zürich
Überraschend zog ein Grüner in die Zürcher Regierung ein und die Grünen und Grünliberalen legten massiv zu. Das ist sicher auch teilweise den streikenden Schülern zu zu rechnen, weswegen das Klimatheme vermehrt in den Medien war.

Konstruktive Diskussionen
Am Freitag 15.3. beschäftigte sich die ARENA Sendung im SRF mit den Klimastreiks der Jugendlichen. Wie häufig waren bewusst (mehrheitlich) wenig lösungsorientierte Politiker und Industrielle den Schülern gegenüber gestellt worden, um sehr kontroverse Debatten zu erhalten. Wir üblich wurde unterbrochen und angegriffen und es war fast keine konstruktive Diskussion möglich. Die Schüler wollten das so nicht hinnehmen und haben am folgenden Freitag, den 22.3. selber eine KlimaArena organisiert, die live gestreamt und von mehr als 300 Personen live gesehen wurde. Es war schön zu sehen, wir konstruktiv und unaufgeregt hier diskutiert wurde. Die Diskussion kann hier geschaut werden. 

Es gibt einige weitere Termine
6.4. 14:00  Klimademo in vielen Schweizer Städten
24.5. Klimastreik (weltweit) siehe auch https://climatestrike.ch

Montag, 11. März 2019

die Jugend wacht auf - Klimastreiks

Aktuell
Ihr habt es sicher auch schon mitbekommen. Die europäischen Jugendlichen wehren sich endlich gegen die zu erwartendene Klimakrise und rufen den Klima-Notstand aus.

Vorreiter ist Schweden mit der mittlerweile berühmten Greta Thunberg, aber auch die Jugendlichen im restlichen Europa sind sehr aktiv.

 (Eine gute Beschreibung von Greta und eine Rede auf Deutsch
  So spricht Greta selber (TED Talk in Englisch)

Am nächsten Freitag 15. März wird sich zeigen, wie stark sich die Bevölkerung mobilisieren lässt. Diesmal rufen auch Eltern, Wissenschafter und andere Gruppen weltweit zum Freitagsstreik auf - Friday4climate.

Ich persönlich bin erleichtert, dass endlich mehr Menschen realisieren, wie gross und gefährlich die Klimakrise ist und dass wirklich unsere Zukunft auf dem Spiel steht.

Die Dringlichkeit und Grösse der kommenden Katastrophen machen eine direkte, starke Handlung unausweichlich und Greta sagt ganz richtig zu den Politikern: "Ich will nicht eure Hoffnung, ich will eure Angst. Wir müssen in Panik geraten und endlich Aktiv werden."

Heute morgen hat sich die neue Stimmung gut gezeigt: In Zürich waren wir um 7:45 Uhr mit über 200 Menschen vor dem Rathaus versammelt. Ein erster Erfolg der Mahnwache am gleichen Morgen: Das eingereichte Postulat zum Klimanotstand wird als dringlich betrachtet.

Bild: Proteste vor dem Zürcher Rathaus. Quelle: Gründliberale Partei Schweiz
Der Kantonsrat hat heute das Postulat von glp-Kantonsrätin Sonja Gehrig für dringlich erklärt.(Bild: Gründliberale Partei Scheiz)


Freitagsstreiks (Weltweit)
Am kommenden Freitag 15.3. um 13 Uhr finden weltweit Klimastreiks statt. In Zürich treffen wir uns um 13 Uhr auf der Polyterrasse. Ich werde um 12:55 an der nordwestlichen Ecke der Terrasse sein und mit den "Eltern fürs Klima" gehen, falls jemand dazu stossen möchte.

Nebenrolle Natur Filmfestival (NNFF) in Zürich dieses Wochenende !
Auch dieses Jahr wieder findet das NNFF statt, es geht weiterhin um Menschen-, Klima-, Konsum- und SystemWANDEL. Ich werde sicher am Sonntag nachmittag dort sein und den Film "The Reluctant Radical" moderieren. Kommt doch zahlreich und sagt es weiter es gibt spannende Filme und Menschen. Ort: Rote Fabrik Zürich

Bis ganz bald
Christina