Dienstag, 18. September 2018

In NRW tobt ein Stellungskrieg

Aktuell Köln: Braunkohle (RWE) versus Klimaschutz
In Deutschland tobt gerade ein Stellungskrieg - mit sehr ungleich verteilten Waffen. Im Hambacher Forst, zwischen Köln und Aachen verteidigen Umweltschützer einen Wald gegen fast tausend Polizisten, die diesem im Namen von RWE räumen müssen.

Mehrere Unterschriftenaktionen zeigen eine grosse Solidarität mit den Aktivisten, es sind in kürzester Zeit über 500'000 Unterschriften in verschiedenen Petitionen zustande gekommen. Denn es ist wirklich völlig unverständlich, dass die Politik und Polizei diese verantwortungslosen Pläne von RWE unterstützt. Während auf der einen Seite die Kohlekommission tagt und hoffentlich bald klar ist, wie der Kohleausstieg gestaltet wird, versucht RWE Fakten zu schaffen und diesen 12'000 Jahre alten Wald abzuholzen. Die Medien berichten umfangreich, hier ein emotionaler Bericht einer Aktivistin.

Ich finde, wir sollten RWE zeigen, dass sie damit nicht durch kommen. Ein weiteres Mittel könnten direkte Briefe und Mails an die Verantworlichen bei RWE sein. Ich wollte gerade auf der RWE Seite schauen, wer die Verantwortlichen sind, aber die Seite ist down - ob das mit einem Shit-Storm zusammen hängt? Habe trotzdem folgende Emails gefunden (Textvorschlag ganz unten)
invest@rwe.com, contact@rwe.com

Auch in Zürich haben wir eine kleine Aktion gemacht und mit Plakaten und Flyern vor dem Finanzinvestor Black Rock protestiert, der 5% RWE Aktien besitzt.



Aktuell in Velbert  : Vollehalle in Langenberg
Vollehalle ist eine Show und viel mehr, als Gesamtkunstwerk touren zwei Ausnahmekünster durch Deutschland. Geschichten und Ideen von Menschen, die auf die großen Fragen unserer Zeit ihre eigenen Antworten gefunden haben und bereits danach handeln – eine Mischung aus Multimedia-Show und TED-Talk erwartet euch am 29.9.2018 in der Alldiehalle in Langenberg (Tickets online kaufbar). Mir wurde das Stück sehr empfohlen -bin gespannt auf euer Feedback.


Briefvorschlag senden an invest@rwe.com, contact@rwe.com,
Rolf Martin Schmitz, Markus Krebber sind Vorstandsvorsitzende


An die Leitung von RWE und Herrn Schmitz und Krebber

Gerade wird mit brutalen Mitteln der Hambacher Forst geräumt und Menschen kriminalisiert, die sich für unsere Umwelt und Klimaschutz einsetzen. Unser Klima erwärmt sich schneller als gedacht und viele Auswirkungen werden jetzt immer drastischer sichtbar. Es bleibt uns Menschen nur noch kurze Zeit, um unseren CO2 Ausstoss massiv zu senken. Anstatt also weitere Braunkohle-Abbau Gebiete zu planen und dafür kostbaren Wald zu roden, sollten Sie konstruktiv mit der Regierung überlegen, wie wir die Braunkohleverbrennung so schnell wie möglich sozialverträglich stoppen können.

Ich persönlich bin sehr entäuscht von RWE, die in den letzten Jahren versucht haben sich einen grünen Anstrich zu geben. Mehr war es offensichtlich nicht, wenn man das Geschäftsgebaren hier anschaut. Ich hoffe, dass eure Aktien weiter an Wert verlieren, ihr habt es verdient. Unternehmen, die den Klima- und Umweltschutz nicht wirklich ernst nehmen, haben keine Chance in der zukünftigen Wirtschaft.

Es ist aber immer noch möglich der deutschen Bevölkerung zu zeigen, dass ihr es doch ernst meint mit dem Klimaschutz. Ein starkes Signal jetzt und ein Einlenken im Hambacher Forst würde euch glaubwürdiger machen und könnte euch den Menschen in NRW wieder näher bringen.

Ich hoffe auf euren gesunden Menschenverstand.

Grüsse
XY

Danke fürs Lesen, Unterstützen, Teilen xx
Christina


Mittwoch, 15. August 2018

Climate Games Basel

Aktuell

Am 25. August wird am Schweizer Steingletscher der Trägerverein der geplanten Klima-Initiative gegründet: "Verein Klimaschutz Schweiz". Mitmachen kann man hier. Diese Initiative ist ein wichtiger Schritt zum Klimaschutz, da die Schweiz leider die nötigen Massnahmen nicht einleitet, damit die Verpflichtungen des Pariser Abkommens eingehalten werden können.

Todernster Spass
Am letzten Freitag und Samstag haben in Basel die Climate Games mit einer Blockade des Basler Ölhafens erfolgreich geendet. Ich habe im Journal21 einen Artikel dazu veröffentlicht.


Klimawitze
Ich versuche mich gerade an Klimawitzen - vielleicht könnt ihr mir helfen. Bisher sind meine noch so lala. Vorschläge werden gerne entgegen genommen.

Treffen sich zwei Klima-Forscher:

"Heute auch schon geheult?", fragt der Eine. Der Andere draufhin schluchzend: "Hatte vorher gerade kurz einen trockenen Moment, ansonsten schaffe ich gerade konstant 30 Millimeter Tränenmenge am Tag. Jedes neue Forschungsergebnis zum sich beschleunigenden Klimawandel bringt mich wieder zum weinen." Der Erste daraufhin: "Lass das bloss nicht die Medien wissen, sonst werfen sie dir sicher Alarmismus vor. Trauer verträgt sich nicht mit unabhängiger, neutraler Wissenschaft"

Gruss
Christina

PS: Links

Ein Spiel zum Klimawandel: http://www.climate-game.net/

Weitere Berichte über Climate Games Basel in den Medien und die Forderungen:
  • https://www.srf.ch/sendungen/regionaljournal-basel-baselland/umwelt-aktivisten-blockieren-zufahrt-zum-hafen-birsfelden
  • https://www.20min.ch/schweiz/basel/story/Wird-die-Blockade-eine-zweitaegige-Party--11181265
  • http://barfi.ch/News-Basel/Klimaaktivisten-blockieren-Oelhafen-Birsfelden
  • https://www.climategames.ch/argumente-und-fakten/forderungspapier/
  • https://www.srf.ch/news/regional/basel-baselland/blockade-umweltaktivisten-versperren-zufahrtswege-zum-hafengelaende

Dienstag, 10. Juli 2018

Abi 88 Treff = spannende Gespräche

Aktuell

Viele meiner Leser sind alte Schulfreunde, die ich am 30 jährigen Abitreff endlich wieder persönlich begrüssen konnte. Dabei war mein Blog natürlich Thema und besonders heiss her ging es um die Elektromobilität. Viele Arbeitsplätze hängen ja am geliebten Auto und das ist in unserer Stufe nicht anders. Deshalb habe ich mal zur Umweltbilanz von Elektroautos recherchiert.

Zuerst aber eine wichtige Voraussetzung
Die Klima- und Umweltprobleme sind so dringend - wir werden nicht drum herum kommen starke Einschnitte in unserer Mobilität hinzunehmen, wenn wir wirklich die Erwärmung begrenzen wollen. Denn auch die Umstellung frisst erst mal fossile Energien. Wie wärs mit Verzichten, Teilen, effizientere und kleinere! Autos fahren, Elektroräder usw.

Denn die Exponentialfunktion schlägt zu
Es wird deutlich schneller heisser, das Eis schmilzt schneller und auch die Wetteränderungen kommen nicht erst Ende des Jahrhunderts, denn die Entwicklung verläuft exponentiell. Leider ist es für uns Menschen schwer vorzustellen, was das bedeutet, vielleicht helfen hier ein paar Beispiele.

Beispiel Torf-Feuer

Schon mal von den Moor-Feuern in England gehört - das Land der grauen Regenschauer. Das war einmal! Nun ist es dort so trocken, dass die Moore anfangen zu brennen und dabei zusätzlich riesige Mengen CO2 frei setzen. Diese Feuer sind sehr schwer zu löschen und deshalb ein grosses Problem. Letztes Jahr hat es sogar auf Grönland im Torf gebrannt, weil der Permafrost aufgetaut ist. (Bild von Meteo Schweiz)

Beispiel Rekordtemperaturen
Weltweit werden früher im Jahr die Rekord-Temperaturen erreicht. Viele Orte melden Temperaturen, die noch nie zuvor gemessen wurden. Das bedeutet, dass man dort bald im Freien nicht mehr überleben kann (>40 °C ist schon nicht so nett). Wir brauchen also die Menschen gar nicht mehr im Mittelmeer ertrinken lassen, sie werden eh schon vorher verglühen. Link leider nur Englisch

Urin im Schwimmbad
Wer von euch weiss eigentlich, dass die Klimaforscher für das 2 Grad Ziel davon ausgehen, dass wir CO2 wieder aus der Atmosphere entfernen müssen. Das ist ein bisschen so, als würde man in ein Schwimmbad pinkeln, um dann nacher zu versuchen das Urin wieder raus zuholen. Nur weil es einem zu aufwendig ist zum Klo zu laufen.

Aber ich schweife ab, eigentlich wollte ich zur Elektromobilität schreiben. Also wenn es einem grundsätzlich mal egal ist, dass wir uns mit unserem Verhalten derzeit in Richtung 6 Grad Welt bewegen, mit grossen unbewohnbaren Teilen der Erde und einem Massensterben (vor allem der Menschen, die selber kaum CO2 erzeugen), dann können wir jetzt über Autos reden.

Wer unbedingt Auto fahren möchte und sich derzeit überlegt ein neues Auto anzuschaffen, der sollte folgendes tun:

A) Auf jeden Fall das alte Auto verschrotten, denn sonst stösst ja jemand anders mit diesem Auto weiter CO2 aus und man erhöht die Gesamtmenge an Autos und CO2 :(

B) Ein so kleines und leichtes Elektroauto wie möglich kaufen. Die Batterie so klein wie möglich wählen, wirklich überlegen, wofür man das braucht. Den Stromanbieter wechseln, weg von den grossen vier Stinkern, die die Energiewende verzögern. Solarstrom kaufen oder am besten selber produzieren. Einstellung ändern, die Pausen beim Aufladen entspannen und CO2 arm ein gutes Buch lesen.

Warum ?
Erst einmal braucht die Herstellung des E-Autos etwas mehr Energie. Das natürlich für die Batterie und also abhängig von der Grösse. Aber wir haben immehin die Chance, dass dieser Prozess bald auf Erneuerbare umgestellt wird und können das mit unserem Kaufverhalten auch beeinflussen. Die Gigafaktory von Elon Musk z.B. wird schon jetzt mehrheitlich mit Solarstrom betrieben. Im Verbrauch aber ist dieses Auto deutlich sauberer, billiger und auch einfacher. Neben der Klimakatastrophe gibt es ja auch noch lokale Probleme, wie Stickoxide, Russ, Lärm, usw. Als passionierte Radfahrerin weiss ich, wovon ich rede, denn man riecht jedes Auto deutlich.

Und was passiert mit den Batterien?
Recycling von Batterien ist technisch nicht sehr komplex und wird schon betrieben. Metalle können mit einfachen chemischen Prozessen getrennt werden, dazu gibt es viel Forschung. Bisher war es einfach günstiger neues Lithium aus dem Boden zu holen. Kobalt, Kupfe und Nickel lohnen sich bereits heute industriell. Grundsätzlich braucht es hier vor allem gute Gesetze, die Standards festlegen und die Firmen zur Rücknahme und Verwertung verpflichen. Keine Hexerei also, im Vergleich zum Entfernen von CO2 aus unserer Atmosphere. Es gibt auch schon erste Startups, die sich auf Recyceln spezialisieren und grosse Fabriken. Auch die EU ist nicht untätig und verpflichtet die Mitglieder zum Handeln.

Alles ist wichtig
Harald Lesch spricht mir in diesem Video mal wieder aus dem Herzen. Was auffällt: Auch er kann nicht bei der Sache bleiben, kein Wunder bei der Fülle der Probleme, die wir lösen müssen.

Und bitte nicht verzweifeln beim Lesen. Es lohnt sich immer etwas zu tun, besser als Nichtstun ist es auf jeden Fall.

Liebe Grüsse
Christina

Hier noch ein eher wissenschaftlicher Link

Mittwoch, 30. Mai 2018

Hauptsache das Bruttosozialprodukt stimmt

Aktuell
Ich wiederhole mich ungerne, aber die Wetterextreme nehmen zu und damit auch Überschwemmungen. Jetzt sogar im beschaulichen Wuppertal, wo innerhalb kürzster Zeit gigantische Regenmengen runterkamen. Spektakuläre Bilder sorgen für Aufsehen und es ist wie ein Wunder, dass nicht mehr Menschen verletzt wurden.

Viele Menschen glauben, dass wir die Natur beherrschen können und haben die Hoffnung, dass wir es dann schon irgendwie wieder richten können mit den Umweltschäden. Und es scheint erst mal besser, jetzt kein Geld für Umweltschutz auszugeben.

Dabei gehen aber leider oft die gigantischen Kosten vergessen, die auf uns zukommen, um Schäden zu reparieren.  Und vieles kann man gar nicht mit Geld aufwiegen, z.B. wenn Menschen umkommen oder ihre Heimat verlieren. Wenn all das Geld für die Aufräumarbeiten in Wuppertal oder anderswo, doch bloss in den Klimaschutz gesteckt werden könnte  ... .

Bruttosozialprodukt steigern
Aber es scheint einfacher Geld für Reparaturen zu bekommen, als Geld für Vorsorge. Und noch weniger attraktiv ist es zurück zu schrauben: Weniger fliegen, Fleisch essen, Auto fahren, Heizen. Denn dann sinkt das Bruttosozialprodukt. Krass oder ? Ein Schaden lässt es steigen, genügsames Verhalten sinken. Irgendwie scheint da was mit unserer Erfolgsmessung nicht zu stimmen.

Vollgeld und Klimaschutz
Umweltschutz hat viel mit Geld zu tun oder auch falsch eingesetzem Geld. Denn heute können Banken selber Geld erschaffen, indem Sie einen Kredit vergeben, z.B. an eine Tochtergesellschaft um eine Immobilie zu bauen. In der Schweiz gibt in Kürze eine Abstimmung zur Einführung von Vollgeld. Dabei soll das gesamte Geld nur noch von der Nationalbank hergestellt werden, also nicht nur Münzen und Scheine, sondern auch elektronisches Geld (Giralgeld auf den Konten). Das Interessante ist, dass die meisten Menschen glauben, dass unser Geldsystem so funktioniert, wie es nun in der Initiative gefordert wird. Die meisten Menschen haben gar nicht mitbekommen, dass mittlerweile 85% der Geldmenge Giralgeld ist, also von Banken erschaffen.

Ich gehe jetzt nicht im Detail auf die Vorteile dieser Umstrukturierung ein. Vollgeld verhindert, dass einige wenige (Banken) eine Wachstumsspirale in Gang zu setzen können, die der Umwelt schadet. Vollgeld ist nicht die Lösung aller Umweltprobleme, aber ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.

Die Abstimmung wird von Banken der ganzen Welt genau beobachtet. Ich bin sehr gespannt wie es ausgeht. Die Gegenseite schürt bereits die Angst vor dem Zusammenbruch der Schweizer Wirtschaft.

Neues Buch - neue Initiative
Auch in Planung ist die Lancierung eine Initiative zum Klimaschutz. In der Schweiz hätten wir nämlich damit das Mittel die Regierung zum Handeln zu zwingen. Dazu hat der bekannte Schweizer Autor Marcel Hänggi ein neues Buch veröffentlicht, das lesenswert ist "Null Öl. Null Gass. Null Kohle. Wie Klimapolitik funktioniert. Ein Vorschlag."

Veranstaltungstipps Zürich
Wer noch mehr zum Thema hören möchte.

Spontan heute: Mi. 30. Mai - 19h00 - 21h30: Dragon Dreaming - Schnupperkurs FB-Event

Fr. 1. Juni - 20h00: Konzert: «Take this World in your Hands» - Tour 
Markus Rüeger and Green Trees - Weltmusik vom Feinsten, engagierte Songs, Witz, Schönheit, Lebensfreude und 4 Freunde auf einer Bühne - FB-Event


Klima-Impro in Zürich. Das Konzept ist simpel: 3 FachexpertInnen gewähren uns in kurzen Inputs einen Einblick in unterschiedliche Bereich rund ums Klima – eine Improtheatergruppe erzählt das alles im Anschluss auf neue Art und Weise. Donnerstag, 7. Juni, 20hAula, alte Kantonsschule, Rämistrasse 59, Zürich

Danke fürs Lesen und Weiterempfehlen 
Christina

Datenschutz sei Dank - man kann sich weiterhin bei mir durch eine Mail abmelden. 

Montag, 16. April 2018

Kohleausstieg in Gefahr

Aktuell

Es ist zum Verzweifeln. Der Klimawandel beschleunigt sich und der Kohleausstieg verläuft im Schneckentempo! Trotzdem will RWE in Deutschland (NRW) ein neues Braunkohle-Kraftwerk in Betrieb nehmen, obwohl es sich um die klimaschädlichste Technologie überhaupt handelt.

Das muss und kann verhindert werden. Campact hat eine Petition gestartet und fordert Ministerpräsident Laschet, Energieminister Pinkwart und Regierungspräsidentin Walsken dazu auf diese Umweltsünde zu verhindern.

Bitte beteiligt euch alle an dieser Petition. 

Wer meine Petition zu den Gewerkschaften noch nicht unterschrieben hat, kann das immer noch tun. Ich werde meine Unterschriften im Rahmen der aktuellen Kommunikation zum geplanten Braunkohlekraftwerk auch übergeben.

Dieses neue milliardenteure Kraftwerk macht keinen Sinn und wird vermutlich eine Geldvernichtungsmaschine. Denn das 2 Grad Ziel ist nicht mit Braunkohlekraftwerken vereinbar, anstatt neue in Betrieb zu nehmen, müssen wir endlich Kraftwerke abschalten.

Und noch etwas : Unsere Renten und Vermögen sind in Firmen wie RWE investiert. Wenn diese Firmen Verluste machen, weil sie unsinnige Kraftwerke planen und bauen - die dann gar nicht oder nur kurz in Betrieb gehen - dann schaden sie nicht nur dem Klima, sondern wir zahlen alle auch noch drauf.

Deshalb gleich unterschreiben und weitersagen.

Das ganze Thema Klimawandel, Wirtschaft und Deutschland ist in dieser Sendung der Anstalt köstlich auf den Punkt gebracht - da kann einem das Lachen schon mal im Hals stecken bleiben ;).


Liebe Grüsse
Christina






Mittwoch, 14. März 2018

nachhaltiger Spass: Vergleich Escape Room, Exit, Escaperoom, Panic Room

Test und Vergleich Escape Room Spiele

Heute mal ein Post zu nachhaltigen Beschäftigungen in der näheren Umgebung: Ich habe mal geschaut was es im Raum  Zürich so an Escape Rooms gibt und wie teuer diese sind. Hier mein Test und Vergleich. Ich habe nicht alle probiert, sondern nur mal Adressen und Konditionen aus dem Internet raus gesucht. Das kann sich natürlich auch wieder ändern. Dieser Vergleich ist vom 14.3.2018. Ihr dürft mir gerne Kommentare senden.


Panic Room Games
www.panicroomgames.ch
Löwenstrasse 67, 41 76 604 43 46, info@panicroomgames.com
U-Boot sehr gut gestaltet, im Moment nur ein Spiel , 2-6 Spieler (7 nicht erlaubt)

The escape GmbH
www.theescape.ch
Löwenstrasse 69 | CH-8001 Zürich, 044 21 12 440, info@theescape.ch
3 Räume in  Zürich : Container, Casino, Prison
2-6 Personen, (7 nicht erlaubt)
CHF 119.- pro Spiel (es lohnt sich also mit mehreren Personen zu kommen)

Adventure Rooms
http://zurich.adventurerooms.ch
Uetlibergstrasse 240, 8045 Zürich, zurich@adventurerooms.ch
2-6, 7 spielen gegeneinander
Original / the gallery Spiel und Duell Modus möglich
mehr als 6 Personen können eine Verfolgungsjagt spielen, ansonsten nur 6 pro Gruppe
Hier war ich selber, es hat Spass gemacht und die Rätsel waren gut. Der Raum war nicht so gut gestaltet.

mission-escape
https://www.mission-escape.ch/
Riedstrasse 6, 8953 Dietikon

Escaperoom24
Escaperoom24.ch
Zürcherstrasse 182, 8406 Winterthur, T  079 646 82 73
mehrere Möglichkeiten zu spielen, auch draussen
2-7 Personen möglich
Während im Escape Room die Rätsel in mehreren Räumen gelöst werden, wird beim Escape Trail das Gebiet draussen um den Escaperaum zum Spielfeld (ähnlich wie ein Foxtrail). Sowohl im Raum, als auch auf dem Trail muss das Team verschiedenen Hinweisen nachgehen, aufmerksam sein, scharf kombinieren und knifflige Rätsel lösen, um weiterzukommen und rechtzeitig zum Ziel zu gelangen. Nach einer Stunde wechseln die Teams vom Escape Room zum Escape Trail und umgekehrt. Der spannende und abwechslungsreiche Teamevent dauert ca. 2.5 Stunden und ist in dieser Form einmalig!
Nur der Raum alleine dauert 1h und kostet bei 7 Personen CHF 170 (1h)
Escape Room und Escape Trail (das wären dann je zwei Durchläufe) kostet bei 7 Personen CHF 500 (2.5h inkl. Softgetränke in der Pause)

Hidden Games Zürich
https://www.hidden-games.deKriesbachstrasse 4, 8600 Dübendorf, Telefon: 044 822 80 82
3 Räume, 2 davon auch für 7 Personen
Preise gestaffelt ja nach Anzahl Personen
15 Google Rezensionen mit 4.7

Wir haben dieses Spiel gemacht ( Nationalbank) und es hat Spass gemacht und war schön gestaltet. Tolles Erlebnis. Wir haben es ganz knapp genau in der Zeit geschafft. 

2 Personen – 98,- CHF (49,- CHF pro Person)
3 Personen – 120,- CHF (40,- CHF pro Person)
4 Personen – 140,- CHF (35,- CHF pro Person)
5 Personen – 150,- CHF (30,- CHF pro Person)

6 Personen – 174,- CHF (29,- CHF pro Person)
7 Personen – 182,- CHF (26,- CHF pro Person)

Freitag, 9. März 2018

Filme, Filme, Filme, Filme, Fil...

Aktuell

Obwohl viele unserer Akteure und Regisseure einen Oskar verdient hätten, sind sie leider nur selten auf dem roten Teppich anzutreffen. Sie sind viel zu sehr damit beschäftigt, für die Natur und ihre Bewohner einzustehen. Ihre Filme und Kostüme sind selten glamourös, dafür aber umso eindrücklicher und bewegender.

Auch dieses Jahre organisiert unser Verein Nebenrolle Natur ein viertägiges Filmfestival (Do. 15.3. - So 18.3.) mit vielen aktuellen Filmen, in denen die Natur für einmal die Hauptrolle spielt.

Sehen, verstehen und handeln ist das Motto des Festivals. Die Filme werden immer von Diskussionen mit Experten, Regisseuren oder anderen Beteiligten begleitet und ermöglichen spannende Begegnungen.

Das Festival findet dieses Jahr im schönen Saal der Wandellust im Seefeld statt und hat einige herausragende Filme zu bieten. Auch wer nicht in Zürich und Umgebung ist: Seht euch die Programmliste an - vielleicht habt ihr ja sonst auch mal Gelegenheit einen der sorgfältig ausgewählten Filme anzuschauen.

Ich persönlich werde am Samstag dabei sein. Es würde mich freuen, bekannte Gesichter zu sehen.

Freut euch auf.

Liebe Grüsse
Christina

Freitag, 19. Januar 2018

Liebe IG BCE, nehmt den Klimaschutz ernst

Liebe Verwandte, Bekannte und Freunde

Wer wenig Zeit hat: Direkt hier klicken und Unterschreiben

Die Medien sind derzeit mühsam: Die deutsche Politik setzt wieder auf die langweilige GroKo, die Pressefreiheit geht weiter den Bach runter, die Umwelt ist immer kurz vor dem Kollaps und Trump liefert seinen täglichen Twitter-Stumpfsinn.

Kein Wunder sind viele medienverdrossen und bezweifeln, dass sich irgendetwas zum Besseren wenden kann. Da scheint es natürlich auch unsinnig sich für etwas einzusetzen  -  bringt ja eh nichts.

Ich denke das auch oft, raffe mich dann aber doch immer wieder auf. Oder was würdet ihr tun, wenn  ihr verloren im Meer schwimmt und das Ufer nicht seht. Dann geht ihr doch auch nicht einfach unter, sondern versucht mit letzter Kraft in Richtung Ufer zu schwimmen. So ähnlich fühle ich mich oft bei meinem Kampf für Klima und Umwelt. Aber ich schwimme weiter und hoffe, dass wir das Ufer erreichen. Das gilt für mich, aber auch für viele andere, die sich täglich für etwas einsetzen, an das sie glauben. Aufgeben ist keine Option.

Natürlich kommen mir dabei immer viele Ideen, aber nur ein kleiner Bruchteil schafft es in diesen Blog und noch weniger münden in eine Aktion.

Schon lange aber gärt eine Sache in mir, die ich schlecht nachvollziehen kann. Gewerkschaften haben in der Vergangenheit viel Gutes für die Menschen bewirkt und viele von unseren heutigen Arbeiterrechten erreicht. Aber in den letzten Jahren haben Gewerkschaften angefangen sehr protektionistisch für einzelne Firmen und Branchen zu kämpfen, auch wenn diese Umwelt und andere Menschen stark schädigen. Ich rede dabei vor allem von der Kohleindustrie und der IG BCE ( Gewerktschaft für Bergbau, Chemie und Energie).

Diese Gewerkschaft setzt seit längerer Zeit die SPD unter Druck. Sie wollen:

  • die vergleichsweise wenigen Kohlearbeitskräfte bewahren
  • die Kraftwerk-Laufzeiten verlängern
  • in Kauf nehmen
    • dass dadurch in den erneuerbaren Energien hundertausende Jobs verloren gegangen sind
    • dass die Kohleverstromung weltweit Arbeiter und Umwelt schädigt
    • dass ihre Mitglieder und deren Kinder in den anderen Branchen auch geschädigt werden


Deshalb würde ich gerne mit der Gewerkschaft in Kontakt treten und diese auffordern ihre Haltung zu überdenken. Ich glaube, dass es helfen kann, mit den lokalen Gruppen und Vertretern zu sprechen, denn Gewerkschaften sind traditionell regional organisiert.

Ich habe daher eine Petition gestartet und bitte euch mir zu helfen:

A) Bitte unterschreibt die Petition
B) Bitte schickt dieses vorformulierte Mail an die Bezirksvertreter (Liste hier)
C) Bitte meldet euch bei mir, wenn ihr Erfahrungen mit Gewerkschaften habt.
D) Helft mit die Petition zu verbreiten - das Ziel ist 1000 Unterschriften.

Ich würde mich sehr freuen wenn wir das bald schaffen.

Liebe Grüsse, irgendwo aus der Mitte des Atlantiks ;)
Christina

Die Klimabewegung in der Schweiz


Zu diesem Blogpost habe ich auch einen Artikel im Journal 21 veröffentlicht. Es ist schon ein bisschen her. 

Klimagipfel
An der Klimakonferenz COP21 in Paris im 2015 konnte ein Abkommen zwischen 197 Ländern abgeschlossen werden, welches mittlerweile von allen Ländern ratifiziert wurde. Anstatt nun endlich an die Umsetzung zu gehen, gab es nun an der COP 23 in Bonn aber wieder Diskussion, da neben dem grossen Wackelkandidaten USA viele Staaten zwar Zusagen zum zwei Grad Ziel machen, die geplanten Massnahmen allerdings nicht ausreichen. Andere widerum machen ihre Zusagen von anderen Staaten abhängig. Auf diese Art steuern wir derzeit eine Welt mit deutlich höheren Temperaturen an.

Widerstand
Gleichzeitig steigt durch die erstarkende Klimabewegung der Druck auf die Regierungen. Zu Beginn der Konferenz gingen in Bonn 25'000 Menschen auf die Strasse, um vor allem für einen schnellen Ausstieg aus der Kohleverstromung zu protestieren. Immer mehr Bürger realisieren die Dringlichkeit durch die mittlerweile weltweit sichtbaren Auswirkungen des Klimawandels. Auch in den USA gab es dieses Jahre bereits riesige Demonstrationen für den Klimschutz mit über 300'000 Menschen .

Schweizer Klimabewegung
In der Schweiz wurden in den letzten Jahren ebenfalls neue Bewegungen gegründet, die sich mit etablierten Organisationen in der Klima-Allianz zusammengeschlossen haben. Christian Lüthi, Präsident der Klima-Allianz erklärt: "Der Masterplan Klima-Allianz 2016 zeigt, dass der Finanzplatz Schweiz den grösste Hebel für Klimaschutz in der Schweiz bietet, da die mit der Finanzindustrie in Verbindung stehenden Emissionen rund 20mal mehr als die hiesigen Inlandemissionen ausmachen. Deshalb bündelt die Klima-Allianz ihre Kräfte um den Finanzplatz zu desinvestieren. Vor allem die Pensionskassen sind Ziel der aktuellen Kampagne, da sie riesige Mengen unseres Geldes verwalten."

Divestment
Angetrieben wird die Entwicklung von der vor wenigen Jahren gegründeten NGO fossil-free.ch, die eng mit der gleichnamigen internationalen Kamapgne von 350.org zusammen arbeitet. Das Hauptziel des Vereins ist, alle grossen Investoren in der Schweiz anzusprechen und auf die Risiken der Anlagen im Bereich der fossilen Energien hinzuweisen. Dabei spielt sowohl der Umweltgedanke, wie auch die finanziellen Risiken eine Rolle. Allein in den letzten Jahren haben z.B. Kohlekraftwerke weltweit massiv an Wert verloren, einige mussten sogar schliessen. Das stellt natürlich ein beträchtliches Risiko für die Altersguthaben der Schweizer dar. Fossil-free vereinigt Menschen aller Altersgruppen und politischen Ausrichtungen. Im Vorstand finden sich Senioren, sowie junge Studenten. Organisiert werden die zahlreichen Veranstaltungen mehrheitlich durch Freiwillge. So hat fossil-free unter anderem die grosse Klimademo in Zürich im Winter 2015 mit über 2000 Menschen organisiert. Mittels Dokumentarfilmen und auch spektakulären Aktionen versucht die NGO die Menschen auf die Gefahren des Klimawandels aufmerksam zu machen, aber auch aufzuzeigen, dass es sehr einfach sein kann, etwas zu tun, indem man z.B. sein Konto wechselt, das Geld anders anlegt oder eine Petition z.B. renten-ohne-risiko.ch  mitmacht.

Recht für das Klima
Relativ neu sind die KlimaSeniorinnen, die mittels Klage die Grundrechte auf ihr unversehrtes Leben und Erhalt ihrer Umwelt einfordern. Besonders ältere Menschen leiden sehr unter Hitzewellen, sind daher von einer Klimaerwärmung stark betroffen. Auch in anderen Ländern klagen Bürger gegen ihre Regierungen, weil sie nicht genug gegen die Klimaerwärmung tun, unter anderem in den USA (Our childrens trust) und in Norwegen. In Holland hat vor zwei Jahren die Klage von Urgenda für weltweites Aufsehen gesorgt. In Neuseeland hat die Rechtsstudentin Sarah Thomson geklagt und gerade jetzt erster Instanz verloren. Sie will den Fall weiter ziehen. Die kleine niederländische Umweltorganisation forderte vom Staat eine 25-Prozentige Reduktion des CO2-Ausstosses bis ins Jahr 2020 – und bekam recht.

Jeder kann etwas beitragen
Einen anderen Weg geht die Organisation myblueplanet, die seit 2006 in der Schweiz konstruktiven Klimaschutz "bei de Lüt" betreibt. Mit über 2000 engagierten Freiwilligen werden Projekte umgesetzt die einfache Handlungsmöglichkeiten im Alltag aufzeigen. Unter dem Motto "Jede Zelle zählt" werden Solaranlagen auf Schulhausdächern geplant, "Jedes Kilo zählt" Freundeskreise zum CO2 sparen motiviert, "bluecamp" Lehrlinge zum Klimaschutz inspiriert, "bike4car" e-bikes gegen das Auto ausgetauscht und mit dem "Klimamenu" auf den CO2 Ausstoss unserer Nahrungsmittelproduktion hingewiesen. myblueplanet engagiert dabei Menschen in jedem Alters und versucht lokal erfolgreiche Projekte mit Partnern zu nationalen Kampagnen zu machen.

Kompensation, wenn keine Einsparung möglich
Schon vor etwas längerer Zeit ist myclimate als Schweizer Stiftung aus der Idee der CO2 Kompensation entstanden und mittlerweile zu einer beachtenswerten internationalen Initiative herangewachsen, die pro Jahr über 12 Millionen CHF umsetzt. Aus der reinen Kompensation mit den dazugehörigen internationalen CO2 Einsparungsprojekten, z.B. Biogasanlagen oder Aufforstungsprojekte, ist mittlerweile eine breite Dienstleistungspalette entstanden. So bietet myclimate sowohl Kinder- wie Erwachsenenbildung, aber auch KMU Umweltberatung und vieles mehr. myclimate hat 2016 weltweit rund eine Million Tonnen CO2 Emissionen reduziert.


Erwähnenswerte Aktivitäten
Weiterhin erwähnt werden sollten die Westschweizer Organisationen Association Climat Geneve und
die Coordination Climat Justice Sociale, die lokal Veranstaltungen und Informationskampagnen durchführen. CareforClimate unterstützt Projekte im globalen Süden und informiert über den Klimawandel. Das jährlich stattfindende Klimacamp vernetzt Aktivisten und zeigt auf praktische Art, wie ein einfaches Leben im Einklang mit der Erde möglich ist. Mit den Climate Games soll auf spielerische Weise ziviler Widerstand für ein stabiles Klima erprobt werden. Die Spiele fanden diesen September in Basel statt. Auf der effizienten Webseite climatiq.ch kann man mittels automatisiert gesammelten Artikel und Berichte über den Klimawandel jederzeit über alle Aspekte des Klimawandels informiert bleiben. Climate-KIC, eine europäisches Förderprogramm unterstützt auch in der Schweiz Innovationen zum Klimaschutz und hilft damit vor allem Start-Ups.

Natürlich gibt es noch viele weitere Organisationen und die grossen NGO's z.B. Greenpeace und WWF leisten auch wertvolle Arbeit in diesem Bereich. Aber gerade die vielen neuen Organisationen bringen Dynamik und sprechen die Menschen auf andere Art an. Es bleibt spannend zu beobachten wie die Bewegung hilft die Schweizer Klimaziele zu erreichen und die Bevölkerung für das Thema sensibilisiert.