Donnerstag, 24. März 2022

Heiss - Heisser - Antarktis

 Aktuell


Ok, der Titel ist vielleicht etwas übertrieben - ist ja immer noch minus 10 Grad in der Antarktis, aber eben normal wären eher -40°C. Der bisherige "Hitze"-Rekord wurde damit um Grössenordnungen gebrochen. 

Die Klimakrise katapultiert sich damit zurück in die Aufmerksamkeit, und konkurriert dabei mit Corona und Ukraine. Ganz zu schweigen von den grossen Überschwemmungen in Australien, die bei uns kein grosses Thema waren. 

Leider haben die Ukraine- und Klimakrise zwei ähnlich negative Auswirkungen - sie stellen unsere Lebensmittelversorgung in Frage. Die Ukraine sorgt für rund 5% der weltweiten Getreideversorgung und ist natürlich auch beim Sonnenblumenöl wichtig. Und auch die Klimakrise beeinflusst die Landwirtschaft und hat schon in den letzten Jahren immer wieder zu Ernteeinbussen geführt. 

Deshalb finde ich es manchmal etwas krass, wenn bei uns überlegt wird, ob wir uns das Autofahren noch leisten können, während es für andere gleich ums Verhungern geht. Die Ukraine-Krise zeigt auf, dass wir endlich von Öl und Gas unabhängig werden sollen und auch für den Klimaschutz ist es essenziell, dass wir davon los kommen.

Ich habe gar keine Lust mehr auf solch schlimmen Nachrichten und vermutlich geht es euch ähnlich. Trotzdem muss ich mich heute wieder bei euch melden, denn es ist und bleibt super wichtig, dass wir die Klimakrise nicht vergessen und weiter dafür eintreten. Die Entwicklungen an der Antarktis zeigen, dass die Klimakrise sich beschleunigt. Wenn erst mal grosse Mengen von Festlandeis ins Meer rutschen, dann kann es zu einem plötzlichen Anstieg des Meeresspiegels führen. Was das bedeuten könnte, zeigt die aktuelle Flüchtlingswelle.

Ich bin überzeugt. Je mehr Menschen realisieren, dass wir doch was tun können, desto eher können wir die negative Energie in etwas positives verwandeln. Es gibt viele Möglichkeiten, hier nur ein paar spontane Ideen:

  • Einsparungen bringen immer was und sind ganz einfach: Heizung runter - Pulli an, weniger fahren, weniger verbrauchen und kaufen und ganz wichtig : Darüber Sprechen.
  • Gemeinsam mit anderen etwas organisieren: z.B. Druck für autofreie Sonntage machen. In der Gemeinde Elektrobusse anschaffen ....
  • Mit Bauern eurer Region über klimaresiliente Anbaumethoden sprechen. 
  • Kleinwindrad in den Garten, Solar aufs Dach
  • .....

Wenn ihr aber wenig Zeit habt und trotzdem was beitragen wollt. Dann geht zu den Klima-Demos. Das ist wirksam und braucht ganz wenig Aufwand. Es gibt auch denen Mut, die viel Zeit in diese Organisationen stecken und hat grosse Signalwirkung auf Politik und Wirtschaft. 

Morgen, am Freitag 25.3. ist Globaler Klimastreiktag. 

Hier findet ihr eine Karte mit weltweiten Aktionen 

Hier finden die CH-Aktionen statt:

- Bern: Demo, 17:00 Uhr, Bundesplatz

- Basel: Velodemo, 17:30 Uhr, De-Wette-Platz

- Neuchâtel: Velodemo, 17:30 Uhr, Espl. Léopold-Robert

- Zürich: Demo, 16:30 Uhr, Helvetiaplatz

- Chur: Demo, 17:00 Uhr, Alexanderplatz

- St. Gallen: Demo, 12:20 Uhr, Kantipark


Am 9.4. gibt es dann in der ganzen Schweiz die nächsten grossen Aktionen.

Wäre schön den ein oder anderen dort zu sehen, packen wir es an.


Liebe Grüsse

Christina



Mittwoch, 23. März 2022

Globaler Klimastreik People not Profit

Weltweiter Klimastreiktag am Freitag den 25.3. 2022

In der Antarktis ist es heiss und auch sonst spielt das Wetter immer mehr verrückt. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir nun wieder voll fürs Klima einstehen:  

🙂 Kommst du auch diesen Freitag 16:30 an den Helvetiaplatz in Zürich. In der Antarktis ist es derzeit 30°C zu warm 🥵 - das Klima wird immer krasser => Wir können nicht warten bis alle Krisen vorbei 🤔 sind, sondern müssen jetzt für unsere Zukunft kämpfen:  #PeopleNotProfit, in Zürich , 16:30 Uhr, Helvetiaplatz, natürlich auch in anderen Ländern, aber auch in Bern, Basel usw. siehe auch

 In der Schweiz☝️ https://climatestrike.ch/events.


Weltweite Aktions sind hier zu finden:

https://fridaysforfuture.org/action-map/map/


Hier finden die CH-Aktionen statt:

- Bern: Demo, 17:00 Uhr, Bundesplatz

- Basel: Velodemo, 17:30 Uhr, De-Wette-Platz

- Neuchâtel: Velodemo, 17:30 Uhr, Espl. Léopold-Robert

- Zürich: Demo, 16:30 Uhr, Helvetiaplatz

- Chur: Demo, 17:00 Uhr, Alexanderplatz

- St. Gallen: Demo, 12:20 Uhr, Kantipark


Wäre schön den ein oder anderen dort zu sehen. 

Liebe Grüsse

Christina

Dienstag, 18. Januar 2022

myNewEnergy : Übergabe der Geschäftsleitung

 Aktuell

Ich habe im Januar 2022 die Geschäftsleitung von meinem Startup myNewEnergy an Beatrice Jäggi übergeben. Ich selber werde mich mehr auf meinen Job an der ZHAW und mein Engagement bei den Vereinen konzentrieren. Als Verwaltungsratspräsidentin bleibe ich myNewEnergy aber erhalten.

Beatrice hat schon im letzten Jahr viele Aufgaben übernommen und vor allem das Projekt Stromlandschaft erfolgreich geleitet. Schaut es euch einmal an, wir zeigen grafisch, wie fortschrittlich die Standardprodukte pro Postleitzahlregion in der Schweiz sind.

Ich hoffe, dass ich nun auch wieder mehr zum bloggen komme.

Herzliche Grüsse

Christina


PS: Hier die Medienmitteilung zum Wechsel


Samstag, 13. November 2021

films for future festival 2021

Nach langer Zeit des Bangens, wann wir unser Umwelt-Filmfestival wieder durchführen können, ist es jetzt endlich soweit. Wir hatten viel vor und nun ist es Realität. 25 Filme, viele davon zeigen wir im grossen Kinosaal. Mit bewegenden, inspirierenden Filmen wollen wir einerseits die Natur näher bringen, aber auch Probleme und Lösungen aufzeigen. Das films for future festival 2021 ist gut gestartet - unglaublicherweise habe ich ganz vergessen euch darüber zu informieren. Wir konnten schon 2 mal den Saal ganz füllen und haben an allen bisher 8 Festivaltagen unser Publikum begeistert. 

ABER es gibt noch viel zu sehen - bis zum Sonntag den 28.11. zeigen wir noch 16 tolle Filme, z.B. morgen "The biggest little farm" über alternative Landwirtschaft, am 22.11. "66 Meter" über Forschung zum Anstieg der Meerespiegel oder unser Abschlussfilm "Youth unstoppable" der eine junge Aktivistin begleitet, die schon als Teenager anfing die Klimabewegung filmisch zu begleiten.

Ich selber werde am Samstag den 20.11. um 17 Uhr den Film Ökozid moderieren, der ein zukünftig mögliches Gerichtsverfahren gegen Deutschland thematisiert. Wie immer haben wir jeweils nach dem Film spannende Gäste da, teilweise die Filmemacher, Protagonisten oder auch Experten zum Thema.  Wir zeigen unsere Filme im Kino Kosmos und Karl der Grosse im Niederdorf. 

Vielleicht interessieren euch auch die 10 Finalisten des Clip-Awards - unseres Kurzfilm Wettbewerbs, bei am Montag dem 15.11. das Publikum die 5 Gewinner bestimmen wird.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr das Festival weiter empfehlt oder selber schauen kommt. Alles weitere findet ihr auf films-for-future.org.

In diesen Momenten geht Glasgow zu Ende. Oliver kommt gleich nach Hause zurück. Ich werde euch dann in Kürze hoffentlich Inside-Neuigkeiten aus Glasgow berichten können.  

Liebe Grüsse

Christina

Dienstag, 5. Oktober 2021

Extinction Rebellion - weitermachen für die Zukunft

Aktionswoche Extinction Rebellion

Es ist die Aktionswoche von Extinction Rebellion (XR), wobei in Zürich an mehreren Tagen die Strassen blockiert wurden. Das hat natürlich für grosse Aufregung und auch kontroversen Diskussionen geführt. Ich war vor Ort und habe am Montag als Peace-Keeper mitgeholfen und mit den Passanten und Autofahrern gesprochen. 

Insgesamt gab es sehr viel Verständnis für die Aktion, sogar von manchen Autofahrern, die übrigens sehr schnell umgeleitet wurden und fast nicht warten mussten. Passanten haben ihr Verständnis für die Proteste ausgedrückt und viele haben gesagt, dass es wichtig ist, dass die Klimakrise wieder stärker auf die Agenda kommt. 

Ich persönlich bin sehr dankbar, dass es mutige Menschen gibt, die für uns alle ihre Freiheit und ihre Zeit opfern. Dieser Mut entsteht aus der grossen Zukunftsangst, die viele von uns haben, da die Klimakrise so riesig ist und so wenig dazu passiert. Und selten werden von Politikern die Fakten und Konsequenzen ganz klar ausgesprochen. 

Deshalb finde ich die Forderungen von XR so wichtig: 

1. Sagt die Wahrheit.

(Wenn unsere Politiker und Wirtschaftsführer endlich klar sagen würden, was auf dem Spiel steht, dann würden sicher Notfallmassnahmen akzeptiert - so wie auch bei Corona)

2. Massnahmen müssen schnell kommen, es handelt sich um eine NOTSTAND

3. Massnahmen müssen von unabhängigen entschieden werden (z.B. eine Zufallsauswahl aus der Bevölkerung, die nicht von einzelnen Interessen abhängig ist)

4. Massnahmen müssen wissenschaftlich nachgewiesen wirksam sein


Immerhin wurde das Thema breit in den Medien aufgenommen und viel diskutiert. Oft sogar recht fundiert, da mehr und mehr die Trolle aus den Kommentaren verbannt werden.

Hier meine Kommentare in verschiedenen Medien:

SFR online Bericht 

Ich war vor Ort und habe mit vielen Passanten gesprochen, die positiv und verständnisvoll auf die Aktion reagiert haben. Die Klimakrise ist die viel grössere Bedrohung und da wir Menschen blind in unser Verderben rennen, verstehe ich die verzweifelten Jugendlichen, die ihre Zukunft retten wollen. Wir sind auf einem untergehenden Schiff, anstatt das Deck zu putzen, sollten wir die Lecks flicken. Extinction Rebellion sind derzeit die einzigen, die so konsequent die Dramatik aufzeigen.

Tagesanzeiger

Ich war vor Ort und habe mit vielen Passanten gesprochen, die positiv und verständnisvoll auf die Aktion reagiert haben. Die Klimakrise ist die grösste Bedrohung unserer Zukunft und da wir Menschen blind in unser Verderben rennen, verstehen viele die verzweifelten Jugendlichen, die ihre Zukunft retten wollen. Wir sind auf einem sinkenden Schiff, anstatt das Deck zu putzen, sollten wir die Lecks flicken. Extinction Rebellion sind die Einzigen, die so konsequent die Dramatik aufzeigen und fordern, dass wir endlich Klartext reden und sofort handeln. Sowohl die Politik, wie auch Unternehmen und sogar viele Umweltorganisationen wollen nicht die Wahrheit sagen, da es alarmistisch klingen könnte. Dabei wären höchste Alarmstufe und Klimanotstand angesagt. Ich bin Forscherin. Derzeit haben wir nach aktuellem Klimabericht 8 Jahre um mit 83%iger Wahrscheinlichkeit unter 1.5° zu bleiben. 83% !!! Ist das der Ernst der Politik und Wirtschaft. Keiner weiss, wann die Methanblasen im Sibirien hoch gehen. Wir spielen mit unserer Erde, als hätten wir eine Zweite. Alle Parteien und Wirtschaftsführer die nichts tun wollen sind radikal und extrem, da sie unsere Zukunft aufs Spiel setzen. Konservativ sein, heisst sofort vorsorglich handeln und unser Leben schützen.  Es ist leider umgekehrte Welt, denn weiter wie bisher ist das extremste und gefährlichste was wir machen können. Deshalb sitzen die echten Konservativen und Vorsichtigen nun auf der Strasse und lassen sich festnehmen. DANKE für den Mut.. 

Freitag, 24. September 2021

Weltweiter Klimastreik - mit dir?

 Aktuell - heute ist internationaler Klimastreik Tag



Es gibt immer viel zu tun - die Zeit ist knapp und alles immer dringend. So gehen oft die wichtigen Sachen unter. Wie z.B. heute fürs Klima zu streiken.

Weltweit ruft unsere Jugend zum Klimastreik auf. In den Medien - fast nichts - einige erwähnen, dass Greta Thunberg in Berlin teilnimmt - das wars dann auch schon fast. Deshalb wissen viel zu wenig Menschen von dem Streik und dass dieser an ganz vielen Orten stattfindet, allein in Deutschland sind 472 Streiks gelistet, in der Schweiz 9.

Es gibt halt überall Dringenderes - aber wenig Wichtigeres (Leider)

Aber vermutlich findest du ja, dass es reicht wenn andere sich die Zeit nehmen für den Erhalt des lebenswerten Klimas auf unserem Planeten zu streiken, weil du einfach heute wirklich nicht kannst - obwohl du das Thema ja wirklich super wichtig findest - wirklich - echt.

Leider denken zu viele Menschen wie du - deshalb wird das vermutlich auch nichts mit dem Klimaschutz. Keine Ahnung, warum ich die Hoffnung einfach trotzdem nicht aufgebe. 

Also vielleicht doch bis später beim Streik  - würde mich freuen. 

Christina

In der Schweiz, Zürich um 15:30 Uhr auf der Polyterasse der ETH

In Deutschland: In Freiburg um 12 Uhr Fahnbergplatz / Friedrichstrasse

In Velbert leider nichts eingetragen, aber dafür in Wuppertal 15 Uhr HBF, Wülfrath 15 Uhr Markt, Ratingen 15 Uhr Markt.

S. Klar kann man nicht überall hin, aber es gibt einige wichtige Termine, wie diese grossen jährlichen Streiks, die haben im 2019 ganz schön was bewegt.

Samstag, 17. Juli 2021

Drastische Massnahmen oder gar keine

Liebe Freunde


Heute morgen - um 6 Uhr an einem Sonntag! und an meinem Geburtstag! wälze ich mich mal wieder in meinem Bett und kann nicht wieder einschlafen, die Gedanken an die Klimakrise und wie wir Menschen es dermassen vermasselt haben, lassen mich mal wieder nicht mehr los.

Die Bilder aus Deutschland, die Brände in den USA , die Hitzewellen in Kanada und die riesigen Regenmengen lassen eine Zukunft deutlich werden, in der die Menschheit  - und aber auch leider alle Tiere und Pflanzen mit uns - von einer unbändigen Natur überrollt wird - einer Natur die unbegreiflich mächtig und nicht kontrollierbar ist.

Unser eigener Treibhausgas Ausstoss wird leider eine immer geringere Rolle spielen - ich würde sagen - wir haben es vergeigt.

Vergesst das restliche Carbon Budget! Vergesst die Milliarden Tonnen, die wir angeblich noch ausstossen dürfen, ohne das das Klima kippt! Das ist totaler Quatsch: Es ist bereits jetzt zu viel CO2 in der Atmosphäre, man sieht es einfach daran, dass alles um uns herum bereits schmilzt und zwar immer schneller. Und sehr wahrscheinlich sind einige Kipppunkte bereits überschritten - die Eisschmelze an der Arktis alleine bringt ein halbes Grad  mehr - durch nun schwarzes Wasser anstatt weisses Eis, wodurch deutlich mehr Wärme entsteht, d.h. die 1.5 Grad könnt ihr gerade vergessen, ausser ihr glaubt an den Weihnachtsmann.  

Eine Bekannte von mir hat gestern geschrieben: 

"Ich möchte mich bei Dir entschuldigen für all die Jahre in denen ich dir nicht 100% den Rücken gestärkt habe und auf deiner Seite diskutiert habe wenn es Klima Diskussionen gab. Oh mein Gott ist das frustrierend 😩"

Als ich anfing meinen Blog zu schreiben, vor nun immerhin 11 Jahren, hatten wir eine echte Chance es zu schaffen, wir waren damals bei rund 350 ppm CO2, nun sind wir bei über 410 ppm. Nur zur Erinnerung: Normal wären 270 ppm. 

Ich glaube immer weniger daran, dass wir noch eine Chance haben - vor allen auch nach der Abstimmung hier in der Schweiz, wo eine gut gebildete Gesellschaft trotzdem auf Lügenmärchen hereinfällt und es nicht schafft sogar mässige Klimaschutz-Gesetze anzunehmen. Aber trotzdem bleibe ich weiter dran, denn aufgeben ist einfach keine Option! Und eine Sache gibt mit Hoffnung.

Hätten wir in den ersten Corona-Wochen für eine Maskenpflicht gestimmt, hätten wir für Schulschliessungen gestimmt - sicher nicht !! Unsere Regierungen haben entschieden, dass es aufgrund der Gefährdung der Bevölkerung wichtig genug ist, es durchzusetzen  (Warum ging es hier - ein Verdacht ist zwar, dass die Politiker besonders Angst hatten, da die eigene Altersgruppe - alte Männer - besonders gefährdet war und es deshalb mit den Entscheidungen besonders schnell ging) Aber immerhin: Es ist also grundsätzlich möglich für unsere Regierungen Gefahren zu erkennen und danach zu handeln.

Deshalb, nachdem wir nun das Leben der mehrheitlich über 70jährigen gerettet haben, können wir uns dem Leben der jungen Menschen und der ganzen Natur, dem Leben der Menschen in Afrika, den Malediven, in Bangladesch zuwenden - wo schon lange Millionen von Menschen durch die Klimakrise sterben oder ihre Heimat verlassen müssen. Irgendwie scheinen diese Leben nicht ganz so wichtig zu sein.

Nun liebe Regierungen: Wie viele Menschen, Tiere und Pflanzen müssen erst an der Klimaerhitzung (die auch Überschwemmungen bringt) sterben, bis ihr reagiert. Leider sind wir schon mitten in der exponentiellen Entwicklung und leider mit einer Verzögerung von ein paar Jahren - nicht 2-3 Wochen wie bei Corona - was es für uns Menschen einfach sooo schwer macht, das Ausmass zu begreifen.

Stellt euch eine Hitzewelle, wie in Kanada vor, wir Menschen können vielleicht in gekühlte Gebäude gehen, aber was ist mit allen Tieren im Wald, den Vögeln, den Pflanzen - die müssen da draussen bleiben und elendlich verdörren. Vergesst technische Lösungen, die Natur ist zu mächtig und wir haben viel zu viele Angriffspunkte: Technische Lösungen bedeuten: Überleben nur für Reiche  (vielleicht) !

Sorry, dass ich euch an einem endlich wieder sonnigen Sonntag Morgen so überfalle, nur noch kurz meine Empfehlungen was man noch machen kann. Der einzige Weg, den ich noch sehe ist sehr drastisch: 

Wir müssen wie bei Corona, das Leben anhalten und jeden Prozess auf Klimatauglichkeit kontrollieren. Alle Kohlekraftwerke sofort abstellen, alles Bauen stoppen, alle Autos mit Verbrennungsmotor sofort abstellen, die meisten Nutztiere -vor allem Rinder - abschaffen, nur noch lebensnotwendige Prozesse am Laufen halten - ging ja bei Corona auch. Nur anders als bei Corona können wir auch nicht Unmengen bei Amazon bestellen und müssen wir das länger durchhalten und gleichzeitig anfangen alle Prozesse umzustellen, dazu gehören Umschulungen, Abscheidung von CO2 aus allen Verbrennungen, die unbedingt nötig sind. Wir müssen uns einschränken, CO2 muss verboten werden, mit einer Übergangsfrist natürlich, aber die darf nicht zu lang sein.

Aber wir dürfen weiterhin: Uns umarmen, tanzen, lachen, singen, Musik und Spieleabende machen, Theater, Kino, mit Freunden zusammen sein, wandern, Rad fahren und viele schöne Dinge  - von daher viel weniger schlimm als bei Corona. 

Crazy - aber wer hätte vor Corona gedacht, dass jemals 2 Monate ganz Europa nicht aus dem Haus geht und alle Airlines still stehen. Man sieht also, wo ein Wille ist, da ist ein Weg - aber haben wir den Willen die Welt (also unsere Zivilisation, die meisten Tiere und Pflanzen) zu retten?!

Da kommt doch sicher gleich die Frage: Wer soll das alles bezahlen, wie soll das möglich sein? Nun ja auch das zeigt die Corona Krise. Wieviel Geld da ist und wofür es eingesetzt wird, können wir selber bestimmen! Wofür wir Menschen unsere Arbeitskraft, Phantasie und Energie einsetzen, können wir selber bestimmen.  Wir drucken das Geld, wir machen das Finanzsystem, es ist nicht Naturgegeben. Wir haben es in der Hand und unsere Regierungen könnten es umsetzen - aber natürlich nur, wenn wir sie dabei unterstützen.

Gut und wenn ihr nun denkt - doch irgendwie hat sie Recht, aber was soll ich jetzt machen?

Eine der wenigen Gruppen, die das in aller Konsequenz fordern sind die Extinction Rebellion kurz XR. Diese gibt es mittlerweile weltweit, dort findet man Gleichgesinnte. Und auch wichtig, mit allen in der Umgebung sprechen, euch vernetzen. Ihr könnt ab sofort aufhören euch selber einzuschränken, Zeit mit der Optimierung eures eigenen Fussabdrucks zu verbringen, das ist zwar nett aber bringt NICHTS - spart euch die Zeit und Energie für den wirklich wichtigen Kampf, nämlich unsere Regierungen dazu zu bringen, endlich die Klimakrise als solche zu erkennen und wirksame Massnahmen zu ergreifen.

So, nachdem ich mir das von der Seele geschrieben habe, kann ich nun hoffentlich meinen Geburtstag heute geniessen, denn so schlimm auch alles ist - mit Freunden feiern und fröhlich sein, dass sollten wir uns nicht nehmen lassen. 

Liebe Grüsse Christina