Donnerstag, 14. Oktober 2010

Treibhausgase sind wichtig !

Liebe Freunde, Verwandte und Bekannte

Rückblick auf den 10.10.2010
Weltweit haben Aktionen stattgefunden, aber in den Medien war fast nichts zu lesen. Ich selber habe an einer Greenpeace Aktion gegen Finanzierung von Kohlekraftwerken durch die Schweizer RePower  teilgenommen. Das war spannend und hat Spass gemacht. Ich werde diese Woche noch mehr im Blog dazu schreiben. Aber nun zurück zu den Grundlagen um den Klimawandel zu verstehen.

Warum weiterlesen ?
Am Anfang meines Lernprozesses zur Nachhaltigkeit habe ich oft gedacht: „Mensch, das wusste ich ja gar nicht“ oder „Wenn ich das gewusst hätte“. Klar, kann man nicht alles wissen und auch nicht immer nach seinem Wissen handeln. Oft ist es einfacher und beruhigender nichts zu wissen. Aber hier geht es um grundlegendes Wissen, das unser Leben in den nächsten Jahren und Jahrzehnten stark beeinflussen wird. Warum treffen sich Führungskräfte aller Länder vom im Dezember diesen Jahres in der mexikanischen Stadt Cancun? Sicher nicht zu ihrem Vergnügen, sondern um an der Weltklimakonferenz die Klimaerwärmung zu verhandeln. Das zeigt doch schon wie ernst wir den Klimawandel nehmen sollten. Deshalb ist es mir wichtig, dass möglichst alle Menschen, die ich kenne informiert sind und ihre eigenen Schlüsse ziehen können.

Wie wirkt CO2 auf das Klima ?
Die Wirkung von CO2 auf das Klima ist schon seit mehr als 100 Jahren akzeptierte Wissenschaft. Man kann die Wirkung einfach messen und berechnen, was übrigens auf der ganzen Welt geschehen ist. CO2 ist ein Treibhausgas, d.h. es hat einen wärmenden Effekt auf das Klima. Die Erde wird durch die Sonne bestrahlt. Die Treibhausgase lassen die von der Sonne kommende kurzwellige Strahlung passieren. Diese trifft auf die Erde und wird von der Erde als langwellige Wärmestrahlung zurückgestrahlt. Würde diese Strahlung nun einfach so ins All zurückgehen, dann wäre es auf der Erde nur ca. -18°C warm. Die Treibhausgase nehmen aber diese Strahlung auf und können so die Wärme in der Nähe der Erde länger halten und wieder zur Erde zurückstrahlen. Durch diesen Effekt ist es auf der Erde zur Zeit durchschnittlich + 15 °C warm.

Wie man also sieht, sind Treibhausgase für das Gleichgewicht der derzeitigen Temperatur auf der Erde notwendig. Wenn sich aber nun der Anteil von Treibhausgasen in der Luft durch Verbrennung erhöht, dann wird es wärmer. Das ist der sogenannte anthropogene menschgemachte Effekt. Diese Zusammenhänge kann man auch ganz genau berechnen und messen. Man weiss daher genau wie sich die Strahlungsbilanz durch einen höheren CO2 Anteil in der Luft ändert.

Ab wann wird es gefährlich ?
Die Konzentration des CO2 in der Luft sollte nicht zu hoch werden. Denn sonst können verschiedene Effekte eintreten, die sich gegenseitig verstärken und zu weiterer Erwärmung führen. Diese lässt sich unter Umständen, dann nicht mehr stoppen. Ich bin der Meinung, dass wir eher vorsichtig schätzen sollten, denn es ist nicht genau bekannt, ab wann die selbstverstärkenden Effekte einsetzen. Es gibt starke wissenschaftliche Hinweise, dass 350 ppm der Wert ist, den wir mittelfristig anstreben sollten. Wir sind derzeit mit über 385 ppm bereits darüber. Können wir denn überhaupt noch etwas machen? Laut Forschung ist es immer noch möglich CO2 wieder zu reduzieren und mittel- bis langfristig wieder auf 350 ppm zu kommen. Aber dafür müssen wir reagieren und zwar ziemlich schnell.

Ausblick
Was Klima eigentlich genau bedeutet und warum Klima nicht gleich Wetter ist, werde ich im nächsten Mail erklären.


    liebe Grüsse
            Christina-fuer-nachhaltigkeit

4 Kommentare:

  1. Die kurze Beschreibung zur Greenpeaceaktion könnt ihr übrigens auf der Seite mit Aktionen finden.

    AntwortenLöschen
  2. Clemens hat sich anstecken lassen und folgende Aktionen unternommen:

    1: Mail von Clemens an Greenpeace

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    nicht nur als Förderermitglied von Greenpeace bin ich entsetzt über die politischen Entscheidungen in Berlin der letzten Wochen. Dabei hatte Umweltminister Röttgen zunächst so vernünftig geklungen!

    Wäre es nicht an der Zeit, durch eine Aktion die Menschen und Wähler in Deutschland daran zu erinnern, dass sie selber entscheiden können, ob sie Atomstrom beziehen?

    Es muss ja nicht unbedingt Greenpeace Energy sein, damit die Aktion nicht in den Verdacht der Eigenwerbung kommt. Aber eine konzertierte Aktion mit allen Stromerzeugern (Lichtblick, Naturstrom etc.), Naturschutzbund (NABU), BUND und SPD und den Grünen könnte doch vielleicht etwas bringen. Wenn alle, die den Ausstieg aus dem Atomstrom wollen dies auch mit ihrer Strombestellung und -rechnung dokumentieren würden, wäre den Atomkonzernen doch einiges an Wohlgefühl entzogen und ein deutliches politisches Signal gesetzt.

    Diese Aktion müsste aber rasch und plötzlich und in großer Zahl kommen, damit Berlin aufwacht. Was denken Sie, wie man das erreichen könnte? Email-Kette? Plakate? Fernseh-Spot? Hörfunk-Werbung? Werbung auf Google-Seiten?

    Die "stummen Atomkraftgegner" sollten doch endlich aufwachen und konsequent handeln!

    Mit freundlichen Grüßen und in Hoffnung auf eine kurze Antwort

    bin ich Ihr

    Dr. Clemens Kühn

    AntwortenLöschen
  3. Antwort von Greenpeace an Clemens:

    Guten Tag Herr Kühn,
    vielen Dank für Ihre E-Mail.

    Wir freuen uns darüber, dass sich viele Menschen aufgrund der beschlossenen Laufzeitverlängerungen Gedanken machen, was sie selbst gegen Atomkraft tun können.
    Einen guten Überblick über organisationsübergreifende Aufrufe, Unterschriftenlisten und Greenpeace-Aktivitäten gegen Atomkraft finden Sie unter:
    http://www.facebook.com/greenpeace.de#!/greenpeace.de?v=app_7146470109 und
    http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/kampagnen/atomkraft_ist_ein_irrweg/

    Die Mitmach-Aktion von Greenpeace energy: Sagen Sie's Ihrem Abgeordneten:

    https://greenpeace-energy.de/restlaufzeit/


    Die Petion gegen Laufzeitverlängerungen:

    https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=13587

    Wenn Sie noch nicht Öko-Strom beziehen sollten, dann machen Sie jetzt Ihren eigenen Atomausstieg und wechseln Sie zu einem Ökostrom-Anbieter:

    http://www.atomausstieg-selber-machen.de/

    Hier können sie Aufkleber, Anstecker und T-Shirts mit "Atomkraft - nein, danke!" - Slogan bestellen: http://www.greenpeace-magazin.de/warenhaus/

    Freundliche Grüße

    Kristine Läger-Kiehne

    AntwortenLöschen
  4. Hier noch ein Artikel von Greenpeace zum Thema:

    Atomstrom ist billig - Erneuerbare Energien teuer." Mit dieser Behauptung wird immer wieder für längere Laufzeiten von Atomkraftwerken geworben. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus.

    Eine aktuelle Greenpeace-Studie zur Förderung der Atomkraft legt erstaunliche Zahlen vor. Danach wird deutlich: Für Atomstrom zahlen die Bundesbürger doppelt. Das, was über die Stromrechnung bezahlt wird, ist nur ein Teil der Kosten. Den anderen Teil zahlen wir als Steuerzahler.

    204 Milliarden Euro an staatlichen Fördermitteln kostete die Bundesbürger die Nutzung der Atomenergie von 1950 – 2010. Umgerechnet auf den Strompreis heißt das: Jeder Bundesbürger finanziert eine Kilowattstunde Atomstrom mit 4,3 Cent zusätzlich zum eigentlichen Strompreis. Zum Vergleich: Die Umlage zur Förderung der Erneuerbaren Energien über das Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) beträgt derzeit zwei Cent pro Kilowattstunde.
    Atomkonzerne zocken Deutschland ab: Greenpeace-Aktivisten demonstrieren mit Bannern vor der Leipziger Strombörse.
    Greenpeace-Aktivisten vor der Leipziger Strombörse, © Eisler/Greenpeace

    Weitere 100 Milliarden Euro kommen an Ausgaben künftig noch hinzu - auch ohne geplante Laufzeitverlängerungen. Mit Laufzeitverlängerung steigt die Summe noch einmal beträchtlich.

    Es ist daher kurzsichtig, sich über die Kosten der Erneuerbaren Energien zu beklagen, wenn gleichzeitig Atomkraft und Kohle ihre Folgekosten bequem und scheinbar unbemerkt auf die Bundesbürger abwälzen. Gäbe es eine faire Berechnung der Strompreise, könnten viele Anlagen der Erneuerbaren Energien bereits heute wirtschaftlich laufen.

    Nicht zu vergessen ist auch: Fossile und atomare Brennstoffe werden immer knapper und damit teurer, wodurch auch der Strom aus konventionellen Kraftwerken ansteigen wird. Erneuerbare Energien haben dagegen einen entscheidenden Vorteil: Sie werden kontinuierlich billiger. Und sie helfen, Kosten von teuren Energieimporten und durch spätere Klima- und Umweltschäden zu vermeiden.

    Dass gerade die großen Stromkonzerne E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW gegen das EEG wettern, ist unredlich. Sie sind es, die die Strompreise in die Höhe treiben: Laut Studie des Saarbrücker Hochschulprofessors Uwe Leprich sind die Strompreise unabhängig von EEG, Steuern und Abgaben seit 2000 um über 50 Prozent gestiegen. Derweil haben sich die Gewinne von E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW verdreifacht auf über 100 Milliarden - seit 2002.

    Ob uns Atomstrom womöglich bis 2050 erhalten bleibt, wie von der Bundesregierung geplant, oder nicht, entscheidet am 28.10.2010 der Bundestag. Dann wird dort über das neue Atomgesetz und Energiekonzept abgestimmt. Schreiben Sie vorher Ihrem Abgeordneten! Mit vorbereiteten E-Mails oder eigenen Texten können Sie hier direkt Ihre Parlamentarier umstimmen.

    Oder machen Sie Ihren Atomausstieg selber! Stimmen Sie per Stromrechnung ab und wechseln Sie zu einem anerkannten Ökostromanbieter.

    6.11.10 Anti-Castor-Demo: Protestpostkarten als E-Card-Motive

    Einen wichtigen Termin möchte ich auch noch ankündigen: Anfang November rollen wieder Castortransporte nach Gorleben, um in Sachen Endlager weitere Fakten zu schaffen. In ganz Deutschland halten Bürgerinnen und Bürger sich den 6. November frei. Dann ist Anti-Castor-Demo in Lüchow-Dannenberg. Kommen Sie mit! Mehr zu Demo und Rahmenprogramm erfahren Sie in unserem nächsten Newsletter.

    Vielen Dank für Ihre Unterstützung und herzliche Grüße
    Andree Böhling
    Kampaigner für Energie und Klima

    AntwortenLöschen