Donnerstag, 6. Dezember 2012

Filmreihe "Nebenrolle Natur" zeigt Wasteland

Wasteland
Do. 13. Dezember 2012, 19:45h
Rote Fabrik, Zürich, Aktionshalle, Eintritt 10 CHF
2010, 99min, Brasilien, UK, OmU

Am nächsten Donnerstag gibt es wieder einen sehr eindrücklichen und tollen Film in der roten Fabrik. Anschliessend haben wir ein Mitglied des Club of Rome auf dem Podium.
Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=sNlwh8vT2NU

Es wäre schön euch dort zu sehen.

liebe Grüsse
Christina

Dienstag, 27. November 2012

Auf ein Neues

Aktuell
Die Klimakonferenz 2012 ist heute in Doha in Katar gestartet - dem Land mit dem höchsten pro Kopf CO2 Ausstoss überhaupt.Ich wäre gerne hoffnungsvoll bezüglich dieser Konferenz, aber das fällt angesicht der Entwicklungen der letzten Jahre immer schwerer. Dabei übertrifft die Geschwindigkeit des Klimawandels mittlerweile sogar schlimmste Befürchtungen. Auf der folgenden Seite findet ihr die neuesten Pressemeldungen zum Klimagipfel http://www.climatiq.ch/news/cop-special.html

und einen Rap der besonderen Art
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=1iVDHiOEBvw

Weltbank warnt eindrücklich
Die meisten Länder nehmen den Klimaschutz immer noch nicht so richtig ernst. Obwohl auf allen Ebenen bereits neben CO2 Reduktion auch über Anpassungsstrategien gesprochen wird. Denn die Auswirkungen und Probleme des Klimawandels werden immer sicht- und spürbarer. Mehr und mehr Organisationen und sogar Firmen warnen vor dem Klimawandel. Versicherungen gehören dabei zu den dringlichsten Warnern, da sie mit ihren umfassenden Datenanalysen die Klimaentwicklung sehr genau beobachten können. Nun kommt auch noch die Weltbank dazu und beschreibt in ihrem neuen Bericht die Schrecken einer 4 Grad wärmeren Welt. Sogar die Presse nahm den Bericht breit auf, man findet die Warnung im Fokus, Spiegel, FAZ, Zeit, SF1 usw.
http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-11/klimawandel-weltbank-bericht

Originalbericht:
http://climatechange.worldbank.org/sites/default/files/Turn_Down_the_Heat_Executive_Summary_English.pdf

Wir brauchen Verbote - keine Emissionszertifikate oder Subventionen
Wenn man den Bericht oben im Original liest, dann kann einem schon Angst und Bang werden und man möchte seinen Politikern zurufen, dass es klare Gesetze zum Klimaschutz geben muss. Und zwar nicht mit Subventionen, sondern mit klaren Regeln. Genauso, wie man sich im Auto angurtet, einen Helm auf dem Motorrad trägt, Gewässer nicht vergiftet oder den Müll nicht einfach auf die Strasse schmeissen darf, so muss es verboten werden unsere Atmosphäre mit CO2 aufzuheizen und unser Klima zu verändern, Punkt.

Es ist klar, dass das nicht von heute auf morgen geht, aber wenn man klare Ankündigungen für eine schrittweise Einführung dieser Gesetze macht, dann können sich auch die Unternehmen und Bürger darauf einstellen. Ein erster Schritt dazu kann sein, dass man die Kosten in die Preise mit einberechnet und damit den Konsumenten schon durch ein Preissignal zeigt, wie schädlich die Produkte für die Umwelt sind. Die Kosten der Schäden, die CO2 verursacht, müssen im Preis sichtbar werden, also transparent gemacht werden. Erst mit den korrekten Preisen kann der Verbraucher die richtigen Kaufentscheidungen treffen. So wäre dann das Ökoprodukt aus der Region billiger als die eingeflogene Avocardo. Es wäre dann günstiger Zug zu fahren, anstatt zu fliegen, und der Apfel von nebenan wäre billiger, als das eingeflogene Obst. 
Es ist dabei wichtig, dass wir immer wieder von unseren Politikern griffige Gesetze zum Klimaschutz fordern und sie bei unbequemen Entscheidungen dann aber auch unterstützen. 
Aber eben - schlussendlich müssen wir den CO2 Ausstoss drastisch reduzieren. Bei der Herstellung von Produkten darf man giftige Gase auch nicht in die Luft rausblasen. Auch, wenn das den Herstellungsprozess vereinfachen würde. CO2 und die anderen Klimagase sind hochgefährlich für unser Überleben.

Lichtblick
Oliver und ich haben es endlich geschafft. Wir haben unsere Konten gezügelt - zur Alternativen Bank Schweiz. Hier wissen wir genau was mit unserem Geld passiert und eben auch nicht passiert. Wir unterstützen keine hohen Boni, Millionengewinne, Spekulationen, Investitionen in Kohlekraftwerke. Es ist ein gutes Gefühl, aber hat viel zu lange gedauert. Ich hoffe, ihr schafft es schneller und lasst euch dabei von folgendem kurzem, amüsanten Filmchen bewegen
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=4fBZKakgBOE

liebe Grüsse
Christina

Montag, 5. November 2012

Stichwort Versorgungssicherheit

Aktuell - Die Zukunft ist da, zumindest in New York

Liebe Strombranche
Versorgungssicherheit ist wichtig, das sagt ihr uns immer wieder. Und diese kann man nur mit den bewährten Technologien und fossilen Kraftstoffen, wie z.B. Kohle, Gas und Atom erreichen. Ansonsten wird es teuer und unsicher. WIE BITTE ! Und wie soll Versorgungssicherheit sichergestellt werden, wenn die Natur verrückt spielt? Wenn immer stärkere Stürme Masten umknicken? Überflutungen die grundlegenden Funktionen von unseren Häusern und auch den Strom lahmlegen? Wenn heisse Sommer Flüsse austrocknen, die die Kraftwerke kühlen sollen?

Ich persönlich finde ein stabiles Klima auch sehr wichtig für eine sichere Versorgung und zwar nicht nur mit Strom, sondern auch mit Lebensmitteln und Wasser. Die Amerikaner sehen derzeit, wie super die Versorgung mit sicherem fossilen Strom ist, wenn Naturgewalten zuschlagen. Die Abhängigkeit von Strom ist enorm, vor allem, wenn man im Hochhaus lebt und auch die Heizung und das Kochen nur elektronisch funktionieren. Es hilft eben auch die beste, immer zur Verfügung stehende Energie nichts, wenn das System rundherum immer unstabiler wird.

Einige werden jetzt denken: "Naja, das ist ja weit weg. In Europa haben wir nicht solche Naturkatastrophen zu befürchten." Stimmt vielleicht für die Schweiz und Deutschland, wir sind in einer besseren Ausgangslage und auch unsere Netze und Infrastruktur sind besser. Aber auch wir sind nicht gefeit vor den Auswirkungen des Klimawandels und wir leben nicht allein auf dieser Welt. Mit der Globalisierung hängen viele unserer Jobs von der Wirtschaft im Ausland ab und wenn die Welt um uns herum unsicherer wird, dann wird das auch bei uns ankommen.

Deshalb liebe Strombranche: Unsere Stromversorgung darf nicht auf Kosten vom Klimaschutz gehen. Denn Überflutungen, Stürme, Trockenheit usw. werden durch den fortschreitenden Klimawandel verstärkt und machen unser Leben definitiv unsicherer. Die aktuellen Bilder aus New York sehen aus wie aus einem Katastrophenfilm und vor genau diesen Verhältnissen haben viele Klimaforscher gewarnt. Wenn solche Jahrhundertstürme bald jährlich eintreffen und der Aufbau immer wieder einige Milliarden kostet, dann wird es definitv zu teuer einfach so weiterzumachen wir bisher.

Warum steht ihr denn nicht mal ehrlich da und macht uns eine wirkliche Vollkostenrechnung für die nächsten 20 Jahre (das gilt auch für die Politik). Und rechnet bitte Überschwemmungen, Trockenheit, Sturm- und Hagelschäden, die Atemwegserkrankungen, den Waldverlust, die verlorenen Tierarten und die Katastrophenschäden mit ein. Und dann wollen wir mal sehen, welche Stromerzeugung wirklich günstiger wegkommt und ob es nicht vielleicht doch billiger ist, Stromleitungen unter die Erde zu verlegen und jetzt mehr für Strom zu bezahlen, als in Zukunft mit riesigen Schäden belastet zu werden.

Artikel in der Süddeutschen:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/kosten-der-katastrophe-sandy-deckt-amerikas-schwachstellen-auf-1.1510914
http://www.sueddeutsche.de/wissen/meteorologische-erklaerung-fuer-sandy-rezept-fuers-desaster-1.1510244

Blogbeitrag eines führenden, deutschen Klimaforschers über die Veränderung der Stürme durch Klimawandel:
http://www.scilogs.de/wblogs/blog/klimalounge/klimadaten/2012-10-29/infos-zum-supersturm-sandy#comments

Lichtblick
Unsere Filmreihe "Nebenrolle Natur !" in der roten Fabrik geht weiter. Merkt euch doch schon mal folgende Termine vor. Beginn jeweils 19:45 Uhr, nach dem Film haben wir immer noch eine spannende Persönlichkeit auf dem Podium.

Donnerstag 15. November 2012: Und dann der Regen
Donnerstag 13. Dezember 2012: Wasteland
Donnerstag 17. Januar 2012: Die unbequeme Wahrheit über die Ozeane
Donnerstag 14. Februar 2012: Bold Native 



Für den ersten Termin konnten wir den bekannten Umweltschützer Franklin Frederick gewinnen, der in Brasilien seit über 10 Jahren um den Erhalt von Wasserquellen für die Allgemeinheit kämpft und es geschafft hat den Multi Nestle in die Schranken zu weisen.


Persönlich
Vorraussichtlich kommt der Fernsehbeitrag über unsere Familie morgen abend in Schweiz Aktuell (ab 19 Uhr auf SF1). Es kann sich aber durch Aktualitäten weiter verschieben.

Liebe Grüsse
Christina









Mittwoch, 31. Oktober 2012

von Klima und Kaninchen

Unglaublich aber wahr, mein Buch ist da!
















Das Buch ist jetzt online als richtiges Buch überall bestellbar. Das E-Book dauert noch 2-3 Wochen. Jedes Buch wird übrigens erst bei der Bestellung gedruckt - Print on Demand bzw. Book on Demand.

http://www.bod.de/index.php?id=1132&objk_id=892323 direkt beim Verlag

http://www.amazon.de/von-Klima-Kaninchen-ver%C3%A4ndern-dabei/dp/3848231395/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1351679224&sr=8-2

Ich kann als Autorin eine grössere Anzahl Bücher günstiger kaufen. Allen fleissigen Zürcher Bloglesern biete ich an, das Buch exklusiv für 15 CHF bei mir zu kaufen. Schreibt mir ein Mail und dann mache ich eine Sammelbestellung. Ihr müsst es aber bei mir abholen oder ich übergebe es, wenn wir uns irgendwo treffen.
Ich bin sehr gespannt, wie es ankommt, gebt mir Feedback.

Liebe Grüsse
Christina

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Weniger Müll und mehr Geschmack


Was bist du für ein Typ? Nimmst du gerne Herausforderungen an? Wird dir schnell langweilig? Dann versuch es doch mal mit einem Bio-Abo oder einer Bio-Kiste, also mit Vertragslandwirtschaft. Das hat folgende Vorteile, die mir persönlich viel Spass machen, aber einen auch manchmal ganz schön herausfordern können.

Weniger Müll
In der normalen Lebensmittelproduktion wandert die Hälfte der kostbaren Lebensmittel auf den Müll. Schon auf dem Feld wird ein grosser Teil wieder untergepflügt. z.B. bei Kartoffeln, bleiben alle zu Kleinen oder zu Grossen liegen, weil sie nicht den Normen des Lebensmittelhandels entsprechen. Man könnte sich also super selber mit Kartoffeln versorgen, wenn man einfach auf den Feldern nachsucht. Bei der Vertragslandwirtschaft dagegen wird alles geerntet. Krass ist, dass bei dieser ersten Verschwendung der ganze Dünger, Arbeitszeit des Bauern, Öl für die Maschinen verbraucht werden und trotzdem so viel auf dem Feld liegen bleibt.
Wenn wir alles ohne Zwischenhandel in die Tüte (Kiste, Sackerl usw.) bekommen, dann fällt auch der Teil des Gemüses weg, der im Laden schlecht wird. Denn um immer eine schöne, volle, attraktiven Gemüsetheke zu haben, wird ständig aussortiert und neu nachgelegt. Das ist noch mal eine ganze Menge Müll, sogar im besten Bioladen. Das weiss ich aus eigener Erfahrung, seit ich wegen der Kaninchen regelmässig den Müll im Bioladen untersuche.
Und zuhause fliegt nochmal ein grosser Anteil der Lebensmittel in den Müll. Erstens wird man im Laden oft dazu verführt mehr einzukaufen, als man braucht, und zweitens kauft man zum Teil für die ganze Woche ein und plant die Gerichte nicht richtig durch.
Wenn man also die Biokiste nutzt und nicht noch zusätzlich einkaufen geht, dann hat man folgende Vorteile:
  • Man hat nur frisch geerntet, regionale und saisonale Ware, von denen man auch weiss wo sie herkommt.
  • Man muss sein Gehirn anstrengen (vor allem am Anfang) um aus ungewohntem Gemüse und Obst etwas Feines zu zaubern.
  • Man hat eine genau planbare Menge für die ganze Woche.
  • Man ermöglicht einem Bauern ein normales Einkommen und ein gute Arbeit.

Es ist doch toll, dass wir es sowohl beim Strom, wie auch den Lebensmitteln bereits jetzt selber in der Hand haben, was wir konsumieren wollen. In Zürich und vielen anderen Städten gibt es die Möglichkeit Biolebensmittel im Abo zu kaufen, welches dem Bauern faire Preise und die Abnahme seiner Produkte garantiert. In den letzten Jahren sind auch diverse Genossenschaften entstanden, die selber zusammen mit Gärtnern Land pachten und Gemüse anbauen. In meinem Blog findet ihr viele Links dazu. Und falls es bei euch nichts gibt: Dann gründet doch einfach selber eine Lebensmittelgenossenschaft.



Lichtblick
Wir waren am Wochenende in Freiburg und waren in der wunderschönen Natur des Schwarzwaldes Wandern und Radfahren. Das hat wirklich gutgetan und war ein Lichtblick für meinen Rücken. 
Oliver hat beim Science Slam in Freiburg mitgemacht. Das ist eine Veranstaltung, wo Wissenschaftler ihre Forschung unterhaltsam und anschaulich in 10 Minuten vor einem Publikum erklären. In Freiburg hat Olli vor ca. 400 Gäste einen super Vortrag vorlegt und damit den Slam und die Ausscheidung nach Berlin gewonnen. Das müsst ihr euch anschauen. Sobald es online ist, werde ich euch benachrichtigen.
Hier schon mal ein Foto vom stolzen Gewinner:
Foto: Der Gewinner des Science Slam, Oliver Marchand, erhält den Titel Master of Slam.

Liebe Grüsse
Christina



Montag, 15. Oktober 2012

Film = Buch

Aktuell
Wir werden berühmt - vielleicht. Eine Bekannte, die beim Schweizer Fernsehen arbeitet, wollte gerne einen Bericht über eine nachhaltige Familie drehen. Irgendwie kam sie auf uns - so ein Zufall ; ). So waren wir, oder besser, wie wir gegen den Klimawandel aktiv sind, in den letzten Wochen zweimal Mittelpunkt einer Filmcrew. Es wird einen kleinen Beitrag in der Sendung “Schweiz Aktuell” geben. Ihr werdet von mir erfahren, wann wir gesendet werden.


Film = Buch
Ich hatte schon länger die Idee meine besten Blogbeiträge zu einem Buch zusammenzufassen. Denn die meisten meiner Blogs sind immer noch aktuell, nur macht es keinen Sinn sie nochmal zu posten. Und wer liesst schon alte Blogbeiträge. Ein Buch kann man auch einfacher unterwegs lesen oder auch mal verschenken. Und die Texte dürfen auch mal länger sein.

Vor kurzem bin ich also auf einen Artikel gestossen, in dem erklärt wurde, wie einfach es ist im Internet sein eigenes Buch zu verlegen. Das einzig schwierige ist es, das Buch auch bekannt zu machen. Da hat es plötzlich klick gemacht. Der Fernsehbeitrag wäre ja ideale Werbung für das Buch.

Das wichtigste an so einem Buch ist natürlich ein Titel der Lust machen soll das Buch zu lesen und total cool ist. Von nun an war ich in jeder freien Minute damit beschäftigt an meinem Titel zu arbeiten. Das liess mir keine Ruhe. Deshalb konnte ich auch keinen Blog mehr schreiben. Ich studierte sogar Bücher zum Thema und las zahllose Internetratgeber. Z.B. wurde empfohlen, dass der Titel irgendwie das Wort Sex und auch Geld oder Finanzkrise enthalten soll. Auch Rezeptbücher kommen immer gut an. So spielte ich z.B. mit dem Titel: Eros, Euros und Gyros und was das mit dem Wetter zu tun hat. Mir war auch schon eine lustige Einleitung zu diesem Titel eingefallen, aber dann verwarf ich den Titel doch wieder.

Nun aber ist der Titel gefunden und jetzt muss ich doch tatsächlich auch am Inhalt arbeiten. Das Überarbeiten der Blogbeiträge ist doch mehr Arbeit, als ich dachte und so arbeite ich zur Zeit regelmässig am Buch, stelle die Kapitel zusammen und schreibe Zwischenkommentare usw. Leider spielt mein Rücken auch nicht so super mit und so kann ich nur begrenzt sitzen. Auch das ist ein Grund für meine fehlenden Blogs in letzter Zeit. Aber das Ende ist absehbar und dann werde ich mich wieder voll meinem Blog widmen. Es ist ja nicht so, als gäbe es nicht viel Wichtiges zu berichten.


Energiewende in Deutschland - volle Breitseite aus der Presse
Die Presse geht mit voller Breitseite auf die Energiewende los. Schon seit Monaten wird die Preissteigerung der Erneuerbaren Energien Umlage in der Presse gross breitgetreten und zum Teil mit alarmistischen Aussagen wie: Der Strompreis steigt um 50%. Armen wird der Strom abgestellt.

Bitte lasst euch davon nicht beeindrucken. Das ist Propaganda der bestehenden Stromunternehmen und alten Atom-Dinosauriern. Leider sind sie sehr erfolgreich.

Dabei steigt der Strompreis nur von ca. 23 Cent auf 25 Cent, was an Mehrkosten ca. einer Tasse Kaffee im Monat entspricht. Das kann jeder verkraften, selbst Sozialhilfeempfänger. Im Gegenteil: Der Strom ist ja immer noch viel zu billig, wenn die Leute alte Fernseher weiter den ganzen Tag laufen lassen, das Licht nicht ausschalten usw. Strom kostet einfach fast nichts. Er müssten sogar viel teurer sein, damit es sich richtig lohnt effizienter damit umzugehen.

Aber selbst diesen geringen Preisanstieg könnte man verhindern, wenn nicht zahlreiche Firmen Ausnahmeregeln ausnutzen würden und den Strom selber aber durch die Erneuerbaren total günstig beziehen. Diese Tatsache ist sehr gut in diesem 5-minütigem Bericht erklärt.
https://www.campact.de/eeg-ausnahmen/appell/5-minuten-info/?_mv=kqRSrDrc9DDmCacwBVnZ7
Bitte unterschreibt auch den Appell von campact, die Energiewende nicht kentern zu lassen.
https://www.campact.de/eeg-ausnahmen/appell/teilnehmen/


Nur den Mut nicht verlieren
Die Presse hat doch immer etwas zu motzen. Entweder sind die Klimawissenschaftler unseriös, wenn sie vor schlimmen Folgen warnen oder sie warnen nicht stark genug. Mir ist aus privaten Gesprächen mit Klimawissenschaftlern bekannt, dass diese unter ungeheurem Druck von den Medien stehen und auch privaten Angriffen von Klimaleugnern ausgesetzt sind, z.B. mit krassen Drohbriefen. Da wird man extrem vorsichtig. Der folgende Artikel zeigt auf, wie es in Realität um unser Klima steht. Trotzdem müssen wir sowohl mit der Energiewende, wie auch anderen Lösungen weiter vorwärts machen. Denn diese haben auch noch viele andere positive Effekte.
http://www.zeit.de/2012/41/Vier-Grad-Klimapolitik-Klimawandel/seite-1


Lichtblick
Wer Hausbesitzer ist, in einer Genossenschaft wohnt usw. kann dem ganzen Irrsinn einfach den Rücken kehren und zum Selbstversorger werden. Die Technologien gibt es schon jetzt.
http://www.wiwo.de/technologie/umwelt/oekostrom-rundum-selbstversorger-dank-fotovoltaik-/7219534.html

Zu Stromspeicherung werden auch laufend weitere Technologien erforscht. Zum Beispiel die Speicherung von Strom mit komprimierter Luft. Dazu wird Luft mit Hilfe von Strom und Druck zusammengedrückt. Diese Luft kann dann später wieder herausgelassen und damit Strom erzeugt werden.
http://www.lightsailenergy.com/tech.html

Aktiv in Zürich
In Zürich findet diese Woche das DANACH Symposium statt. DANACH will aufzeigen, dass der Wandel zu einem nachhaltigem Leben möglich ist, welches unsere Lebensgrundlage schützt anstelle sie zu zerstören – und erst noch viel mehr Lebensfreude bringen kann. Dazu sollen Ideen und Aktionen gebündelt werden, um gemeinsam erfolgreicher zu sein. Akteure aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Transition, Finanzsysteme, Wirtschaft usw sollen die Möglichkeit erhalten sich zu vernetzten. Jeder kann gratis teilnehmen, man sollte sich aber anmelden.
http://www.danach.info/

Liebe Grüsse
Christina

Mittwoch, 12. September 2012

Volles Programm

Aktuell
Meine Agenda diese Woche quillt über. Hier ein kleiner Einblick:

Montag Abend
“Green Buzz” im Seebad Enge war ein trendiges Treffen von ca. 200 nachhaltigen Lebemenschen, meist junge, gutaussehende, elegant gekleidete Menschen, die Nachhaltigkeit mit gutem Leben und Erfolg verknüpfen. Dieser Anlass war allerdings speziell, da zusammen mit South Pole Carbon organisiert, eine Firma, die CO2 Kompensationsprojekte macht, normalerweise sind ca. 30 Personen anwesend und es ist viel persönlicher. 
http://greenbuzz.ch/about/

Dienstag Abend
Elternrat-Wahlabend in der Schule. Ich habe mich spontan entschieden doch wieder mitzumachen und bin nun im Mittelstufenrat.

Mittwoch Nachmittag
Forum über Windenergie an der ETH, wobei mich besonders das Potential der Windenergie in der Schweiz interessiert. Diese wird nämlich meiner Meinung nach hier völlig unterschätzt.

Mittwoch Abend
Jubiläumsveranstaltung des Club of Rome zum Thema “Grenzen des Wachstums” in Winterthur. Vor 40 Jahren hat der Club of Rome bereits vor den Folgen des Wachstums gewarnt und der Bericht, der in breiten Kreisen Beachtung gefunden hat, ist aktueller denn je. http://www.clubofrome.de/

Donnerstag Nachmittag
Oliver und ich leiten einen Workshop zum Bau von 3 Solardörrern zusammen mit Seedcity 
http://www.globosol.ch/gs/images/Downloads/Tunneltrockner_dt.pdf

Sonntag
Besuch beim Brunch der Lebensgemeinschaft  Yamagishi in der Nähe von Winterthur. Ich möchte gerne mehr darüber erfahren, wie es ist, wenn man ein komplett anderes Leben führt, als es bei uns so üblich ist. In den Ymagishi Dörfern wird auf eigenen Besitz verzichtet und alles wird gemeinschaftlich organisiert. Das grösste Dorf in Japan hat 1000 Einwohner, Schulen, Universitäten usw. Ich bin schon gespannt, ob man bei einem Besuch etwas von der Lebensphilosophie mitnehmen kann. 
http://yamagishi.ch/index.php

Glücklicherweise ist es nicht jede Woche so, sonst würde ich das nicht alles durchhalten. Es soll euch aber auch aufzeigen, dass es sehr viele verschiedene Möglichkeiten gibt, sich zu informieren, seine Freizeit zu gestalten und auch mitzumachen. Für mich ist es irgendwie befriedigender als ein Abend vor dem Fernsehen. Nächste Woche werde ich euch informieren, wie es war.

Pumpspeicherkraftwerke in der Schweiz
Die Schweizer Stromunternehmen hatten schon bessere Zeiten - noch vor kurzem konnten sie mit ihren Pumpspeicherkraftwerken teurem Spitzenstrom verkaufen. Seit in Deutschland die Photovoltaik an guten Tagen den kompletten Strombedarf von ganz Deutschland decken kann, ist dieses Geschäftsmodell hinfällig. Es war zwar eigentlich vorhersehbar, aber man gibt sich dennoch sehr überrascht. Das Thema wurde gross von den Schweizer Medien aufgegriffen. Da die meisten Stromunternehmen zumindest teilweise in Besitz von Kantonen und Gemeinden sind, betrifft es natürlich auch alle Bürger direkt, da die Einnahmen der Gemeinden sinken. Ich habe folgenden, der am Montag im Tagesanzeiger veröffentlicht worden ist. Das hat mich natürlich sehr gefreut, vor allem da ich schon von zwei Seiten Feedback und Lob bekommen habe.

Mein Leserbrief im Tagesanzeiger vom 10.9.2012
Einige Schweizer Stromunternehmen klagen über sinkende Rentabilität ihrer Pumpspeicherwerke.Sie haben dabei in der Vergangenheit offensichtlich die schnelle Entwicklung auf dem Markt der Erneuerbaren falsch eingeschätzt oder haben geglaubt, dass sie mir ihrem starken Widerstand die Energiewende verzögern können.

Jetzt agieren sie weiter nicht zukunftsgerichtet und ohne Visionen. Anstatt die Energiewende nun mit Volldampf veranzutreiben, also die Photovoltaik in der Schweiz schleunigst auszubauen, die konventionelle Stromerzeugung dabei parallel herunterzufahren und dann mit den Pumpspeichern den tagsüber produzierten Solarstom Nachts wieder lohnend einzuspeisen, versuchen sie weiterhin teure Kohlekraft oder Gaskraftwerke im Ausland zu bauen (Repower), in der Presse die Energiewende als zu teuer zu verteufeln und zusätzlich noch Subventionen zu fordern. Dass sie besonders mit dem Bau weiterer konventioneller Kraftwerke die Pumpspeicherwerke, die sie selber geplant haben noch weniger rentabel machen, scheint irgendwie nicht klar zu werden.

Das ist schade, denn gerade die bestehenden Stromunternehmen hätten die besten Startbedingungen um dank und mit der Energiewende auch in Zukunft gute Geschäfte zu machen.

Lichtblick
Wir haben eine Pelletheizung von Ökofen im Keller. Seit einem Jahr entwickelt die Firma mit Volldampf eine kombinierte Heizung mit Wärme und Stromerzeugung, eine sogenannte Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (KWK). Nachdem solche Anlagen für Gas seit wenigen Jahren schon im Markt sind und auch bei Einfamilienhäusern nun die kombinierte Erzeugung von Strom und Heizungswärme möglich ist, gab es solche Systeme für Holzheizungen (als Blockkraftwerk) nur für grössere Wohneinheiten. Zukünftig gibt es also neben der PV-Solaranlage für den Sommer, zusätzlich die Möglichkeit im Winter seinen Strombedarf selbst mit erneuerbaren Energien zu decken. Das System geht nun in die Feld- und Langzeittests, bis es dann auf den Markt kommt.
http://www.okofen-e.com/de/okofen-e/oekofen_e-pelletsheizung.html

Viele Spass beim Lesen
Christina