Posts mit dem Label erneuerbare Energie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label erneuerbare Energie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 31. Mai 2012

Netz und Vernetzung

Aktuell ist viel los
Bei mir ist zur Zeit die Hölle los, deshalb kommt mein Blog auch recht unregelmässig. Aber auch politisch und gesellschaftlich dreht sich das Karussell immer schneller. 

Netzausbau, jetzt aber schnell
Die deutsche  Bundesregierung will nun den Netzausbau beschleunigen. Sie merkt, dass die grossen Stromunternehmen jahrelang nicht zukunftsgerichtet gedacht haben. Nun soll alles ganz schnell gehen und dem Bürger wird die Schuld aufgeladen, wenn die Netze nicht schnell genug ausgebaut werden können.

Auch in der Schweiz hat man gemerkt, dass die Stromunternehmen zwar jahrelang rekordtiefe Strompreise verrechneten, dafür aber den Ausbau für die Zukunft vernachlässigt haben. Wir profitieren massiv von Investitionen, die unsere Grossväter Anfang und Mitte des letzten Jahrhunderts getätigt haben. Das scheint leider ein Kennzeichen unserer Generation zu sein: Ausruhen auf Errungenschaften der Vergangenheit und leben auf Kosten unserer Nachfahren.

18 Milliarden soll der Ausbau der Netze bis 2050 kosten und die Bundesrätin Doris Leuthard hat wirklich gut erklärt, dass Strom ein kostbares Gut ist, mit dem man sorgfältig und sparsam umgehen muss. Sie erklärt auch, dass die Preise steigen müssen und dass wir effizienter werden müssen. Leider soll aber im Zuge der Beschleunigung auch das Beschwerderecht massiv eingedämmt werden.
http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2012/05/23/Schweiz/Energiepolitik/Atomausstieg-Bundesrat-will-bei-Stromnetz-Gas-geben

Ich will die Energiewende, aber ich bin trotzdem kein Freund des gepressten Netzausbaus. Mit einer schlauen Netzführung, vielen unterirdischen Leitungen, intelligente Steuerung und regionale Energieerzeugung könnte man das Problem vermutlich entschärfen. Warum sollen Stromintensive Branchen nicht dort sein, wo der Strom erzeugt wird? Oder warum sollen Maschinen nicht dann laufen, wenn viel Strom im Netz ist? Aber das ist natürlich nicht im Interesse der grossen Stromunternehmen und Industrie, die jetzt gerne klotzen möchten. Ich habe mal einen interessanten Vortrag zum Thema gelesen, der aber nicht ganz einfach ist. Prof. Gunzinger hat berechnet, dass die Energiewende auch mit einem moderaten Netzausbau möglich ist, sofern es intelligent gesteuert ist. Für sehr interessiert Leser: http://idee-suisse.info/wp-content/uploads/Denkanstoss_Plan-B-oder-Fakto_-2.pdf

Klimacamp in Zürich
Schon nächste Woche findet das legendäre Klimacamp in Zürich statt. Es soll auf den Klimawandel aufmerksam machen, vernetzen, informieren und zum Handeln anregen. Am Sonntag den 3.6. wird das Camp aufgebaut und ab Montag finden rund um die Uhr Aktivitäten statt. Von verschiedenen Organisationen werden ca. 50 Workshops angeboten. Es gibt Filme und Musik am Abend, veganes Essen, aktives Beisammensein. In den letzten Jahren waren wir immer mit den Kindern am Camp und es hat uns sehr gut gefallen. Wer in der Woche nicht kann, sollte sich wenigstens das Wochenende 9./ 10. 6 freihalten. Dort findet gemeinsam mit verschiedenen Organisationen eine Demonstration zum Schutz des Regenwaldes und eine Ausstellung (2 Blicke in die Zukunft) statt. Jeder ist willkommen, man kann auch einfach für einen Abend oder für ein Essen vorbeischauen. Ich habe unsere Kinder für den veganen Kinderkochkurs am Sonntag angemeldet.
http://www.klimacamp.ch/index.php/programm

Filmfestival in Zürich 
Am Dienstag den 5.6. findet in Zürich über dem Museum für Gestaltung, Ausstellungsstr. 60 das schweizweite Filmfestival von Filme für die Erde statt. Zusammen mit Edwin bin ich dort Eventmanager. Es gibt ein tollen Programm, welches parallel in 14 Städten in der Schweiz stattfindet. Morgens ist Kino für Schüler und ab 17:30 ist Türöffnung für das Abendprogramm. Neben einem feinen Apero, gibt es eine Ausstellung, einen Kurzfilmwettbewerb, den Hauptfilm “Taking Root” und vieles mehr. Das alles gegen eine freiwillige Spende. Ich freue mich, wenn ihr den Anlass weiterempfehlt und ich euch zahlreich begrüssen darf.
http://filmefuerdieerde.ch/12-6-5

Lichtblick
Erstmals wurde in Deutschland so viel Solarstrom erzeugt, wie 20 Atommeiler liefern. Das zeigt das Potential der erneuerbaren Energien eindrücklich. Speziell Solarstrom liefert den Strom genau zu den Spitzenzeiten Mittags und direkt lokal bei den Haushalten, wenn viel Strom gebraucht wird. Der Ausbau funktioniert also. Verteuert hat sich der Strom durch den solaren Ausbau nur um ca. 3 Cent. Wenn man ihn mit anderen Ausgaben im Haushalt vergleicht, dann ist Strom immer noch billig und es besteht zusätzlich ein riesiges Sparpotential durch Effizienzmassnahmen.
Der angebliche billige Kohle und Atomstrom ist gar nicht so billig, wenn man die Vollkosten von Endlagerung und Umweltverschmutzung mitrechnet. Der Vergleich hinkt also und subventioniert werden Kohle und Atom auch massiv, aber es taucht nicht in der Stromrechnung auf. Wir dürfen uns also zurecht über den Spitzenplatz bei der Solarstromerzeugung freuen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/solarzellen-liefern-leistung-von-20-atomkraftwerken-a-835417.html

    liebe Grüsse
            Christina

Freitag, 13. April 2012

Fast fröhliche Osternews

Aktuell
Eigentlich wollte ich diese Mail schon letzte Woche abschicken, aber der Osterhase ist dazwischen gekommen. Bei überraschend schönem Wetter haben wir ein paar Tage in Freiburg verbracht und Osternester im Wald gebaut, die dann tatsächlich vom Osterhasen gefüllt worden sind. In Ermangelung an FairTrade- und Bio-Osterhasen (alles ausverkauft) musste der Osterhase auf kleine Säfte und Biogummibärchen umsteigen. Sogar die Bio-Sauerkirschen im Glas sind bereits für die gesamte Ernte ausverkauft. Das Potential für den Umstieg auf den Bio-Anbau scheint riesig zu sein, aber offensichtlich auch die Scheu der Bauern sich zu verändern.

Erneuerbare überholen
Es ist kein Aprilscherz. Erstmal wurde vorletzten Samstag in Österreich und Deutschland mehr Strom aus erneuerbarer Energie gewonnen als aus fossilen Quellen. Für die Schweiz mag das nichts besonderes sein, mit einem Wasserkraftanteil von 60%. In Deutschland, dagegen, mit einen traditionell hohen Anteil an Stein- und Braunkohle ist das aber schon eine Errungenschaft. Vor allem, wenn man sich überlegt, wie schnell dieser Zubau passiert ist. Innerhalb einiger weniger Jahre erzeugen die Erneuerbaren generell mehr Strom als die AKW und an einem sonnigen, windigen Samstag, wie Anfang April, da ist dann Solar und Wind sogar stärker als die fossilen Kraftwerke.

http://www.klimaretter.info/energie/nachricht/10908-erneuerbar-uebertrifft-fossil

Ausstieg von unten
Es geht also wirklich. Die etablierten Stromunternehmen haben es offenbar allerdings bis zuletzt nicht geglaubt und sind daher im letzten Jahr gehörig auf die Nase gefallen. Denn mit dem hohen Anteil an Erneuerbaren ändern sich plötzlich alle Randbedingungen für die Strompreise. Acht AKW vom Netz, d.h. in der Nacht fehlt die billige Bandenergie, die die Speicherseen füllt. Dafür wird am Tag zu Spitzenzeiten mit der Photovoltaik so viel Strom erzeugt, dass die Preise moderat bleiben. Da brechen ganze Geschäftsmodelle zusammen. Offensichtlich liegt unsere sichere, vertrauenswürdige Stromversorgung in den Händen von Menschen, die von den Entwicklungen einfach überrollt wurden. Dabei gibt es die Prognosen für diese Entwicklung schon seit Jahren.

Viele Stadtwerke in der Schweiz sind dagegen sind schon auf gutem Weg. Basel, Zürich und St.Gallen setzen auf ökologische Stromprodukte, die dem Kunden gegen einen geringen Aufpreis automatisch geliefert werden, d.h. der Kunde muss aktiv werden, um wieder auf den Standard-Mix mit Atomstrom umzusteigen.

Hohe Benzinpreise und unsere Filmreihe “Nebenrolle Natur”
Was hat unsere Filmreihe in der roten Fabrik mit den hohen Benzinpreisen zu tun? Im Film “The Oil Crash” wird eindrücklich gezeigt, wie abhängig wir vom Öl sind und dass es unsicher ist, wie lange wir diesen Rohstoff noch zu bezahlbaren Preisen zur Verfügung haben. Die Fördermenge mit konventionellen Methoden kann nicht ausgeweitet werden und geht in vielen Ländern sogar zurück. Die Nachfrage bleibt aber konstant hoch. Es ist also nur zu klar, dass der Preis dauerhaft immer weiter steigen wird, denn die Gewinnung wird immer aufwendiger und riskanter. Im Rahmen dieser Teuerung wird es allerdings zu starken Preisschwankungen kommen, da immer wieder Krisen die Ölnachfrage auch dämpfen werden.

The Oil Crash ist einer der wichtigste Dokumentarfilm unserer Zeit. Die Journalisten und Filmemacher Basil Gelpke und Ray McCormack rollen die Geschichte der Ölgewinnung auf und wagen einen Ausblick in die womöglich sehr kurze Zukunft des Rohstoffes.

Für die anschliessende Diskussion konnten wird den Regisseurs und Drehbuchautor Basil Gelpke gewinnen.http://www.rotefabrik.ch/de/konzept/eventdetail.php?id=14046

Der Film kann auch bei mir ausgeliehen oder auf DVD bestellt werden.

gruss
Christina

Freitag, 9. März 2012

Angst vor dem Abschalten

Aktuell
In den USA werden ganze Landstriche von Tornados verwüstet. Viel früher als in "normalen" Jahren und auch heftiger fing dieses Jahr die Tornadosaison an. 17 Millionen Menschen sind betroffen, mind. 40 getötet. Nur in wenigen Zeitungen wird auf den Klimawandel hingewiesen, der Stürme durch warme, feuchtere Luft begünstigt. Die Forscher sind nach den öffentlichen Angriffen der letzten Jahre mit Aussagen sehr vorsichtig geworden. Aber im Spiegel wird immerhin darauf hingewiesen.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,819608,00.html


Abschalten, aber bitte ohne Kohle
Am Sonntag findet am Jahrestag von Fukushima der grosse Schweizer Protestmarsch gegen Atomkraft statt. Es werden mehrere tausend Menschen erwartet, die mehrheitlich dafür protestieren, dass der kürzlich beschlossene Schweizer Ausstieg aus der Atomkraft auch wirklich stattfindet und nicht schleichend wieder rückgängig gemacht wird. Hinter dem Ausstieg bis 2030 und dem Verzicht auf Neubauten stehe ich auch.


Aber das sofortige Abschalten von AKWs macht mir Bauchschmerzen. Denn die gleichen Leute, die das schnelle Abschalten fordern, verbrauchen trotzdem gleich viel Strom wie vorher und haben mehrheitlich auch keine Photovoltaik Anlage auf dem Dach oder Beteiligungen an Windkraft. Wenn aber der AKW-Ausstieg dazu führt, dass die Schweiz aus Deutschland mehr fossilen Strom importiert, neue Gaskraftwerke gebaut werden oder Deutschland noch mehr Braun- und Steinkohle verbrennt, dann wird der schnelle Ausstieg unseren Kindern und Enkeln mehr schaden als es selbst ein Atomgau.


Ein Atomgau ist schrecklich. Oft ist das Gebiet um das Kraftwerk für Jahrzehnte unzugänglich. Einige Menschen sterben und die Krebsrate steigt. Auch die Lagerung des Abfalls ist schwierig und gefährlich. Andererseits handelt es sich um nur wenig wahrscheinliche Risiken. Ob der Gau eintrifft, weiss man nicht. Wie viele Menschen sterben weiss man auch nicht. Die Tier- und Pflanzenwelt kommen aber anscheinend recht gut mit der Strahlung zurecht. Zumindest langfristig passen sich die meisten Organismen an und um das weiterhin strahlende Kraftwerk Tschernobil findet man eine urwüchsige Natur. Aber die Bedrohung ist sehr lokal und darum kann man die Menschen gut mobilisieren und beängstigen. Globale Risiken sind viel schwieriger zu verstehen.
http://www.3sat.de/page/?source=/nano/umwelt/153748/index.html
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,717812,00.html


Teufel oder Beelzebub
Was die ungebremste Klimakatastrophe bringen wird, weiss man dagegen recht genau. Wenn wir es nicht schaffen die Erderwärmung auf unter 2 Grad zu halten, dann werden mind. 50% der Tiere und Pflanzen aussterben. Die Meere werden versauern und es werden Todeszonen ohne Sauerstoff entstehen. Veränderte Niederschläge und Trockenheiten lassen heute schon Millionen von Menschen verhungern oder zu Flüchtlingen werden. Wir sind ja schon bei einem Grad Erwärmung und viele Auswirkungen zeigen sich bereits jetzt. Hier der neueste TED Talk von James Hansen - wirklich sehenswert (englisch):
http://www.ted.com/talks/james_hansen_why_i_must_speak_out_about_climate_change.html


Der Kohleabbau und die Verbrennung hat auch weitere ganz klar bezifferbare Schäden. Man muss sich mal die Mengen vorstellen, die verbrannt werden. Das sind fast 1000 Millionen Tonnen Braunkohle und 6000 Millionen Tonnen Steinkohle weltweit, davon in Deutschland alleine 180 Millionen Tonnen Braunkohle und 66 Millionen Tonnen Steinkohle. Das sind jeden Tag des Jahres zwei gigantische Transportschiffe voll, die dann auf über 50'000 Güterzügen verladen und weitertransportiert werden müssten, also jeden Tag 150 Güterzüge voll mit Kohle. Atemwegserkrankungen und Todesopfer in den Minen sind weitere konkrete Schäden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kohle/Tabellen_und_Grafiken#Verbrauch_nach_L.C3.A4ndern_2


Fazit
Also wir gehen am Wochenende zur Demo, aber vor allem um für erneuerbare Energien und für den sparsamen Umgang mit Energie zu protestieren. Ich muss mir noch überlegen, wie ich das am besten rüberbringe. Wir fahren mit den Kindern und Rollern (Trotinette) vermutlich um 9 Uhr ab HB Zürich, sind also um 10:21 in Gümmenen. Von dort wandert man ca. 7 km bis zum Ziel. Es stehen auch Shuttelbusse ab Bern zur Verfügung.


Lichtblick
Der folgende Artikel macht Mut. Die Energiewende ist nämlich auch ohne zögerliche Regierungen bereits in vollem Gange, dank der vielen Gemeinden, die sich eigene, ambitionierte Ziele setzen.
http://www.heise.de/tp/artikel/36/36464/1.html


  liebe Grüsse
            Christina

Montag, 3. Oktober 2011

Schon ein Jahr rum


Aktuell

So ein Zufall, letzte Woche berichte ich über ein neue Rohstoffbuch und nächsteWoche gibt es schon die passende Aktion dazu. Am 12. Oktober um 14 Uhr in Zug vor dem Sitz von Glencore und Xtrata. Weitere Infos hier:
http://www.incomindios.ch/wordpressde/wp-content/uploads/pdf/Flyer_AGSAM.pdf

Ecuador hofft auf eine Unterstützung der “Dschungel statt Öl” Initiative durch Deutschland. Und wendet sich deshalb an die deutsche Bevölkerung. Ich persönlich finde es sehr sinnvoll, dass Länder entschädigt werden, wenn sie sie Umwelt nicht zerstören, vor allem, wenn es sich um klimaschützende Tropenwälder handelt. Und 50 Millionen scheinen auch nicht besonders viel zu sein, vor allem, wenn man es mit dem Rettungsschirm vergleicht. Hier ein Hintergrundbericht und ein Link zur Unterschriftenaktion:
http://www.klimaretter.info/politik/hintergrund/9561-yasuni-itt-ecuadors-botschafter-setzt-auf-die-zivilgesellschaft
https://www.regenwald.org/mailalert/752/nationalpark-yasuni-in-ecuador-leben-statt-ol


Mein persönlicher Lichtblick - Ein Jahr gebloggt
Ein Jahr Christina-fuer-Nachhaltigkeit, wer hätte das gedacht. Ich war selber am Anfang nicht sicher, wie lange ich meinen Blog durchhalten werde. Viele haben mich gefragt, wie ich das schaffe, neben Arbeit, Kindern, Haus und sonstigem Engagement. Klare Antwort: Weil es mir Spass macht und ich das Schreiben wirklich befriedigend finde. Der Übergang vom passiven Konsumieren von Informationen zum aktiven Verarbeiten und Weitergeben, das fasziniert mich und trägt viel dazu bei, dass ich mich Woche für Woche meist abends hinsetze um meinem Blog zu schreiben. Auch geholfen hat sicher das positive Feedback, das ich regelmässig bekomme.

In diesem Jahr ist viel passiert und ich habe euch verschiedenste Themen serviert. Aber auch bei mir persönlich hat sich einiges getan und wir unternehmen weiter Anstrengungen, um unser Leben nachhaltiger zu gestalten. Damit ihr ein bisschen seht, wie diese Veränderungen so aussehen, mache ich hier mal ein paar Beispiele. Ich liste das hier nicht auf um anzugeben oder euch ein schlechtes Gewissen machen. Jeder muss selber entscheiden, was er / sie tun möchte.

Ernährung
Obwohl wir schon vorher wenig Fleisch gegessen haben, haben wir den Konsum noch einmal deutlich reduziert und essen wenn immer möglich vegetarisch oder selten Bio-Fleisch und Wurstwaren. In Restaurants esse ich fast kein Fleisch mehr, da die meisten Betreiber gar nicht genau wissen (wollen) woher ihr Fleisch kommt. In Zürich gibt es immerhin einige Restaurants, wo man biologisch, vegetarisch und zum Teil lokal essen kann. Wenn immer möglich esse ich dort.
Danke Seedcity (Gemeinschaftsgarten), unserem Bio-Abo und Viviens Schülergartengemüse essen wir fast nur lokales, saisonales Gemüse, Salat und Obst. Ich habe sehr viele selbstgepflückte Äpfel und Kirschen getrocknet und eingemacht und im Moment versorgen wir uns von den Obstbäumen und Nussbäumen in der Umgebung. Die Äpfel fallen dort zum grossen Teil ungenutzt runter und verfaulen. Milch, Käse usw. haben wir auch reduziert, nur bei Butter können wir noch nicht verzichten.

Verkehr und Mobilität
Wir fahren kein Auto, sondern wo immer möglich Fahrrad oder ÖV. Das hält fit und verbraucht am wenigsten Energie. Klar, ab und zu müssen wir auf etwas verzichten, weil es ohne Auto nicht möglich ist oder leihen uns dann ein Auto aus. Zugegeben - in Zürich haben wir es natürlich ziemlich einfach, es gibt überall Bus, Tram und Zugverbindungen und Mobility-Carsharing. Leider dafür umso weniger gute Radwege.

Grosses Problem - Fliegen
Mit unserer sehr verstreuten Familie ist es sehr schwer nicht zu fliegen. Aber wir versuchen die Anzahl und die Entfernung so weit wie möglich zu reduzieren. Aber ganz verzichten können wir im Moment noch nicht. Wir kompensieren zwar, aber trotzdem fliege ich immer mit schlechtem Gewissen.

Haus und Hof = 100 % erneuerbar
Im Rahmen unseres Umbaus haben wir eine Pelletheizung, eine thermische Solaranlage und einen Regenwassertank zur Gartenbewässerung installiert. Wir beziehen 100 % erneuerbaren Strom und einen Anteil Solarstrom. Wir haben das alte Haus teilweise gedämmt und neue Fenster eingebaut. Wir lüften nicht mit Kippfenster sondern Stosslüftung. Wir haben Sparventile,  duschen sparsam, waschen unsere Wäsche selten, hängen sie auf, fönen unsere Haare nicht, fegen oft, anstatt staubzusaugen und kochen ab und zu mit Solarkocher. Oder mit unserem sparsamen Induktionsherd, Dampfkochtop und Töpfen mit Deckeln. Ausserdem können wir unseren Strom mit wenigen Hauptschaltern komplett abstellen, so dass kein Gerät auf Standby ist.

Konsum / Kleidung
Ein Jahr ohne H&M und Co. Auch das ist nicht so einfach. Ich habe es mir ziemlich abgewöhnt zu schauen, was es gibt. Früher war ich eine echte Schnäppchenjägerin, nun versuche ich die Stadt und die Geschäfte möglichst zu meiden. Kataloge habe ich abbestellt. Die Kinder nehme ich nicht mit zum Einkaufen, ausser in Second Hand Läden, wo sie dann ab und zu mal nach Lust und Laune konsumieren können. Es gibt in Zürich beim Coop Bio / Fairtrade - Kleidung, die tragbar ist. Dort kann Basics, wie Socken, Unterwäsche, T-shirt usw. kaufen. Auch bei Eletrogeräten. Möbeln usw. halten wir uns soweit als möglich zurück und versuchen die Lebensdauer auszunutzen oder gebraucht zu kaufen und gelegentlich auch wieder zu verkaufen.

Alltagssport
Ich sehe mein Alltagsleben als Sport und halte mich fit, indem ich meine Energie auf Treppen anstatt im Lift oder Rolltreppen, beim Teig kneten usw. einsetze.

Position beziehen
Das wichtigste aber finde ich, dass ich seit 1-2 Jahren wirklich aktiv bin um den Klima- und Naturschutz voranzutreiben. Denn nur mit klaren gesetzlichen Regelungen werden wir die Ziele erreichen. Freiwillige Einschränkungen sind schön und gut, aber sie werden nicht reichen.
Ich gehe deshalb nun auf Demos, Aktionen, Vorträge, Lesungen, Tagungen usw.. Ich informiere mich über Politiker und schaue mir ihr Programm genau an. Ich spreche mit möglichst vielen Menschen und versuche aufzuklären. Ich schaue, was die Medien schreiben und kontrolliere die Berichte.

Verbündete gewinnen, denn gemeinsam macht es mehr Spass
In den letzten Jahren habe ich tolle Menschen kennengelernt. Diese machen Mut und Zuversicht und gemeinsam können wir einiges bewegen.


Puh, die Liste ist ganz schön lang geworden. Einige Veränderungen brauchen mehr, andere weniger Aufwand, aber man gewöhnt sich dran und am Ende des Tages ist man stolz auf das Ergebnis. Und irgendwann kann man fast nicht mehr anders. Und natürlich ist es einfacher, wenn man einen Partner wie Oliver hat, der mit mir am gleichen Strick zieht und die Veränderungen voll mitträgt.

Hier noch ein Link auf die Ballon-Aktion letzte Woche
http://christina-fuer-nachhaltigkeit.blogspot.com/2011/10/moving-planet-in-zurich.html

Liebe Grüsse
Christina

Freitag, 9. September 2011

Stromverrechnung


Aktuell

Bin gerade beruflich dabei den Schweizer Strommarkt zu untersuchen. Sehr spannend! Was die meisten hier nicht wissen ist, dass hier viel mehr erneuerbarer Strom hergestellt wird, als in der Schweiz verbraucht wird. Denn es ist natürlich für unsere Stromunternehmen finanziell viel lohnender unseren sauberen Strom teurer ins Ausland zu verkaufen und uns hier Atom- oder noch schlimmer Kohlestrom zu liefern. Von wegen  60% Wasserkraft. Dieser kann im Ausland schön als Ökostrom verkauft werden, während er in der Schweiz nur als erneuerbarer Strom gilt. Ausserdem fragen eben immer noch viel zu wenig Kunden den Ökostrom bewusst nach. So denken viele Deutsche Kunden, dass sie mit ihrem Kauf Ökostrom fördern und die Schweizer denken, dass sie ja sowieso so viel Wasserkraft haben und beide werden gewisserweise durch diese Verschiebung betrogen, da der dreckige Kohlestrom dann (rechnerisch) einfach in die Schweiz transferiert wird.

Das gilt natürlich nicht für alle Stromlieferanten. Das Zürcher EWZ liefert z.B. keinen Kohlestrom. Repower ist aber z.B. einer der Kandidaten, die im Ausland Ökoprodukte vertreiben, aber hier sehr viel grauen Strom ins Netz einspeisen.

Energiegespräch an der ETH
Ich war letzten Freitag am Energiegespräch (2.9.2011) ETH Zürich. Dieses hat beeindruckende 1000 (meine Schätzung) Menschen  interessiert und musste in der Turnhalle der ETH abgehalten werden. Die 5-stündige Veranstaltung an der sogar Bundesrätin Leuthard teilnahm, hatte zum Ziel zu zeigen, dass der Atomausstieg in der Schweiz möglich ist, zu vernachlässigbaren Kosten. (Wenn man die Versicherungen und mögliche Katastrophen der Atomkraft miteinrechnen würde, dann vermute ich persönlich, dass es sogar Gewinne geben würde).

Die Tatsache, dass hier eine grosse Zahl Energieinteressierte angetrabt waren, interessiert die Presse aber anscheinend wenig. Das einzige, was berichtet wird ist der Atomausstieg. Weder die Resonanz bei den Zuschauern, noch die wichtigste Erkenntnis des Abends, nämlich dass die ETH Forscher alle den Klimaschutz als die wichtigste Bedingung bei der Energiewende betrachteten und die gesamten untersuchten Massnahmen am Erreichen des Klimazieles festmachen.

Bisher konnte ich nur einen Artikel im Tagesanzeiger und eine Kurzmitteilung in der NZZ finden, der weder die grosse Teilnehmerzahl, noch die Klimaziele erwähnt. Man hat den Eindruck die Journalisten waren gar nicht an der Veranstaltung anwesend. Schon der Titel ist irreführend, denn die Forscher drängen nicht auf einen Ausstieg. Aber sie drängen auf eine Gebühr auf CO2 und Kostenwahrheit der Energieträger. Auch davon nichts im Artikel.

Schade, schon wieder eine verpasste Gelegenheit der Öffentlichkeit zu zeigen, dass Klimaschutz das drängenste Problem der nächsten Jahre und Jahrzehnte ist.

Aber lest selber:
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/ETHForscher-draengen-auf-Atomausstieg-bis-2050/story/24199442

http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/energieziele_in_der_schwebe_1.12303508.html

Lichtblick
Es bilden sich in der ganzen Schweiz Energiegenossenschaften, die selber Strom produzieren und damit vor allem die Solartechnik voranbringen wollen. Neu ist die Schweizer Energiegenossenschaft. Wenn bis zum 01.11.11 mindestens 2000 Anteilscheine à CHF 500.- reserviert werden, dann wird die Genossenschaft gegründet und im Jahr 2012 erste Projekte realisiert. Ich kenne die Gründer persönlich und Oliver und ich habe auch schon 4 Anteilsscheine gezeichnet.
www.energiegenossenschaft.ch/

Es gibt natürlich auch schon viele bestehende Genossenschaften zum Teil schweizweit und oft lokal verankert. Hier sind Links zu 3 zufällig Ausgewählen. Schreibt mir doch, wenn ihr weitere kennt. Ich könnte eine Liste auf meinem Blog veröffentlichen.
www.solarspar.ch
www.solarenergiekuesnacht.ch
www.solarg.ch


Liebe Grüsse
Christina

Freitag, 2. September 2011

Vorsichtig optimistisch


Aktuell
Einer der besten Klimawissenschaftler der Welt, Jamens Hansen sieht für seine Enkel furchtbare Stürme heraufziehen, die das Leben jeweils lahmlegen und ganze Städte vernichten. Nun sieht so aus, als ob es schon seine Kinder trifft. Der Standard-Klimawissenschaftler ist da etwas zurückhaltender und prognostiziert lediglich eine grössere Wahrscheinlichkeit für stärkere Stürme.
Das heisst, dass “Jahrhundertstürme” wie Irene in Zukunft wohl häufiger heranziehen. Die meisten deutschsprachigen Medien halten es aber nicht für nötig darüber eine Zeile zu verlieren. In Amerika startete eine vorsichtige Diskussion, bis aber nun Klimaleugner die Tatsache, dass Irene nicht ganz so vernichtend war, wie befürchtet, dazu benutzen die ganze Klimabewegung zu torpedieren und die Abschaffung des nationalen Wetterdienstes zu fordern.

Es ist wirklich grotest. Die Tatsache, dass die Schäden auch deshalb nicht so gross wurden, da alle optimal vorbereitet waren und dass es natürlich trotzdem riesige Schäden gegeben hat, werden hier einfach ignoriert. Dazu natürlich alle wissenschaftlichen Tatsachen. Aber lest selber:

http://www.faz.net/artikel/C31015/nach-hurrikan-irene-die-klimaforschung-ringt-nach-luft-30494359.html

Meine Analyse der Sturmprognosen schreibe ich im  nächsten Blog.

Bericht von der Demonstration in Chur
Immerhin 350 Demonstranten waren am letzten Samstag in Chur, damit war es die grösste Demo sein 2004. Extra aus Süditalien waren Vertreter der italienischen Protestbewegung angereist und bereicherten die Kundgebung mit Musik und Tanz. Auch aus Norddeutschland und Columbien waren Menschen dort, alles Leidtragend der Kohlekraft. Repower versuchte mit einer kleine Gegendemonstration zu zeigen, dass die Menschen in Italien die Kohlekraftwerke wollen und stellte ca. 20 orange gekleidete Italiener auf den Platz. Auf Nachfrage sind sie vor allem an dem Geld interessiert, dass sie dafür bekommen.

Am gleichen Tag hatte Repower auch Tag der offenen Tür in Grüsch, wo die Italienische Delegation dann auch noch einen Besuch abstatten konnte und auch hier ein paar Fakten präsentierte, die Repower sonst an ihren eigenen Veranstaltungen lieber still hält.

Wenige Tage zuvor haben 24 bekannte Wissenschaftler in einem offenen Brief Repower dringend aufgefordert auf den Bau zu verzichten, da neben den ökologischen auch die ökonomischen Risken zu gross sind.

Bilder, Medienmitteilungen usw. unter: www.zukunftstattkohle.ch
Brief der Wissenschaftler:
http://christina-fuer-nachhaltigkeit.blogspot.com/2011/08/offener-brief-von-24-okonomen-und.html

Brand1
Kennt ihr Brand 1, das etwas andere deutsche Wirtschaftsmagazin? Hier werden Themen und Firmen in mehrseitigen Artikeln vorgestellt. Oft werden die positiven Seiten beleuchtet. Die Hefte sind fast zeitlos, da komplett auf Tagesaktualitäten verzichtet wird. Dafür stösst man immer wieder auf interessante Aspekte einer Firma oder spannende neue Ideen. Das Lesen des Heftes stimmt mich immer sehr zuversichtlich, im Gegensatz zum Lesen der Tagespresse.

Im letzten Heft wurde der Chef der Münchner Sparda-Bank (grösste bayrische Genossenschaftsbank) vorgestellt. Helmut Lind will am 6. Oktober zum ersten Mal eine Gemeinwohlbilanz publizieren, in der zu lesen ist wie wohl sich die Mitarbeiter fühlen und wie das Geldhaus mit seinen Geschäften auf die Umwelt wirkt. Auf spekulative Rohstoffgeschäfte, die die Nahrungsmittel verteuern und auf Wetten auf Währungen wird verzichtet. Stattdessen versucht die Bank so zu wirtschaften, dass es für Mitarbeiter, Kunden und die Gesellschaft am besten ist.

Die Sparda-Bank steht damit nicht alleine da. Christian Felber, hat mit dem Buch Gemeinwohl-Ökonomie eine Bewegung eingeleitet, der nun mittlerweile 348 Unternehmen angehören. Sie alle wollen Menschenwürde, Solidarität, Kooperation, Vertrauensbildung, Verantwortung und Mitgefühl als zentrale Werte des Wirtschaftens betrachten. Im Kern steht die Idee anstatt rücksichtloses Wachstum, Konkurrenz und maximalen finaziellen Gewinn anzustreben, Unternehmen viel eher an den sozialen, ökologischen, demokratischen und solidarischen Werte zu messen, die es erwirtschaftet.

http://www.brandeins.de/archiv/magazin/heimliche-helden/artikel/der-utopist.html
http://www.gemeinwohl-oekonomie.org/


Lichtblick - Regionale Entwicklung
Am Tag vor der Demo war ich auf einer Konferenz zur regionalen, erneuerbaren Stromerzeugung - ein echter Lichtblick. Über 300 interessierte Menschen im Saal und eine ganze Reihe guter Beispiele, sowohl aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im Schweizer Toggenburg haben 4 Personen eine ganze Region dazu bewegt nun Energietal Toggenburg zu werden. Die kleine Gemeinde Erstfeld hat sich unter dem Engagement eines engagierten Gemeindewerks aufgemacht 100% erneuerbar zu werden. In Österreich hat die kleine Gemeinde Langenegg es geschafft zum Energie-Europameister zu werden. Aus der deutschen Gemeinde Weilerbach war die Energiewendemanagerin da, die den Weg zur Nullemissionsgemeinde aufzeigte. Ausserdem hat der Sprecher für Energiepolitik der Grünen, Hans-Josef Fell die Konferenz eingeleitet und ganz im Sinne von Herman Scheer den Weg in die 100% erneuerbare Energie aufgezeigt.

Alle Unterlagen und Präsentationen findet man unter:
http://www.energiestiftung.ch/service/fachtagungen/fachtagung11/referate/

Viel Spass beim Lesen
Christina

Freitag, 17. Juni 2011

Hermann Scheer

Aktuell
Im Gegensatz zum Klimawandel sind Berichte zur Stromerzeugung derzeit sehr hipp und tauchen in den verschiedensten Formen in den Medien auf. Von der Speicherung über Elektrofahrzeuge bis zu allem möglichen Warnungen vor Problemen mit Erneuerbaren und unserem armen Stromnetz, das demnächst unter der Last zusammenbricht, ist da zu lesen.
Selten sind diese Artikel direkt verknüpft mit der dringenden Aufforderung, dass der Weg zu alternativen Energieformen eine klare Notwendigkeit ist, die schnell und kompromisslos angegangen werden muss. Selten mit den wissenschaftlichen Tatsachen, dass der CO2 Ausstoss massiv heruntergefahren werden muss, wenn wir die Klimakatastrophe vermeiden wollen. Im Gegenteil! Anstatt der Bevölkerung Mut zu machen auf dem Weg, werden die skurrilsten Argumente und Artikel ausgegraben und gross herausgebracht, z.B. “Ist Windkraft so schädlich wie Kohlekraft” in der NZZ. Überhaupt die NZZ. Die neue Serie: Energie der Zukunft kommt mit einem Logo daher, dass wie eine Warnung vor Blitzeinschlag aussieht : Ahhr Achtung Erneuerbare !! Die Artikel werden von einem Journalisten verfasst, der klar kein Freund von Veränderungen ist. In jedem Artikel werden die Gefahren, Probleme und Kosten stark betont. Die Artikel wirken wie subtile Panikmache der etablierten Energiefirmen und erinnern an das Vorgehen der Tabakindustrie, als klar wurde, dass Rauchen in der Tat zu Lungenkrebs führt.

Meine Maildiskussion mit dem NZZ Autor:
http://christina-fuer-nachhaltigkeit.blogspot.com/2011/06/diskussion-mit-nzz-autor-hirstein.html
Olivers Leserbrief an die NZZ:
http://christina-fuer-nachhaltigkeit.blogspot.com/2011/06/leserbrief-von-oliver-marchand-die-nzz.html



Hermann Scheer - ein Visionär
Das Buch von Hermann Scheer, der leider letztes Jahr gestorben ist, sollte Pflichtlektüre aller Entscheidungsträger und auch in der Schule werden. Er beschreibt die Mechanismen der Energiewirtschaft und Politik so kompakt und klar, dass man auf fast jeder Seite einen aha-Effekt erlebt. Hermann Scheer war deutscher Politiker und massgeblich dafür verantwortlich, dass das Energieeinspeisegesetz geschaffen wurde. Er kämpfte schon seit Ende der 80er Jahre für die Ablösung von atomaren und fossilen durch erneuerbare Energie ! Leider ist er dann sehr plötzlich verstorben, bevor er sein letztes Buch der Öffentlichkeit übergeben konnte. Bitte lest dieses Buch! Es ist kompakt, gut verständlich geschrieben und von einer der beeindruckensten Personen der deutschen Politik der letzten Jahrzehnte. Anders als die meisten seiner Weggenossen, ging Scheer immer seinen Weg und vertrat verlässlich die gleiche Meinung.

Das Buch: Der energetische Imperativ
Es ist technisch und finanziell möglich in relativ kurzer Zeit völlig auf Erneuerbare umzusteigen. Dabei sind kleine lokale, dezentrale Lösungen immer den grossen, zentralen vorzuziehen. So war Scheer kein Freund von Desertec (Strom aus der Wüste). Denn nur die regionalen Lösungen können auch in Bürgerhand sein und von uns kontrolliert werden. Jede grosse zentrale Lösung bietet wieder Hand für Betrug, Machtmissbrauch usw..

Nach dem Umstieg werden wir nur Vorteile haben. Aber dabei gibt es auch Verlierer, nämlich die jetzigen Profiteure von Atomkraft und fossilen Energien, die sehr mächtig sind. Mit dem Umstieg verlieren sie alle Investitionen und ihren Einfluss und deshalb müssen sie die neuen Energien bekämpfen. Früher wurde Scheer als Fantast verlacht und seine Ziele als unmöglich hingestellt. Nun, wo seine Voraussagen eingetroffen ist und immer klarer wird, dass es möglich ist umzusteigen, versuchen sie es mit Verzögerungstaktik und Panikmache.  Es wird von notwendigen Brücken geredet und dabei Kraftwerke durchgedrückt, die ihre Macht wieder für weitere Jahrzehnte zementiert. Es ist wichtig, dass wir das durchschauen, wenn wir unbedarft die Zeitung aufschlagen oder Berichte schauen. Die Propagandamittel der etablierten Kräfte sind sehr gross und damit lässt sich einiges machen. Ich weiss, das klingt wie Verschwörungstheorie, aber leider muss man immer mit dem schlimmsten rechnen, wenn es um viel Geld geht.

Ein Beispiel: Energieunternehmen werfen schon seit Jahren den Erneuerbaren vor, dass sie nur wegen Subventionen weiterkommen und sonst unrentabel wären, und das dass die Marktwirtschaft verzerrt. Verschwiegen wird dabei dass diese Verzerrung schon seit Jahrzehnten zugunsten der fossilen und Atomenergie stattfindet. Der Abbau, die Haftungsgarantie, die Endlagerung, der Bau … alles massiv durch den Steuerzahler gefördert oder komplett bezahlt, geschweigen denn von den gesundheitlichen Folgekosten, von z.B. Kohlekraftwerken.

Hermann Scheer zeigt auch konkrete Lösungswege und genaue Analysen auf. Er bietet Einblick in die Beweggründe der Politik und der etablierten Energieunternehmen. Es ist wirklich erhellend.

Ein Nachruf:  http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-10/Hermann-Scheer-Nachruf
http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Scheer
Das Buch: http://www.eurosolar.de/de/index.php?option=com_content&task=view&id=1342&Itemid=19

Lichtblick: Strom ohne Atom: Wie wir den Ausstieg schaffen
In der ARD ist ein guter Film erschienen, der in nur 43 Minuten einen sehr guten, spannenden Überblick gibt und sehr motivierend ist. Der Film kann online geschaut werden.

http://www.youtube.com/watch?v=qOCrvLHwgJw

Zitat Tanya Schmid (Präsidentin von Zukunft statt Kohle) zum Film: “Am meisten hat mich der Schluss dieses Films beeindruckt...mit den Zahlen wie viel die Deutschen Bürger mit STEUERGELD die Atomkraft unterstützen...zum Beispiel, die Atomlobby verdient Milliarden, aber der normale Bürger bezahlt den wahnsinnig teuren ABBAU von alten Atomkraftwerke...völlig wahnsinnig!” 
http://www.zukunftstattkohle.ch/

Liebe Grüsse
Christina

Diskussion mit NZZ Autor Hirstein

1. Mail an Hirstein von Christina Marchand

Sehr geehrter Herr Hirstein

Mit Interesse verfolgen mein Mann und ich ihre Artikel in der NZZ am Sonntag. Als wir das erste Mal gesehen haben, dass es eine Reihe zum Thema "Energie für die Zukunft" gibt, waren wir hoch erfreut. Als wir dann aber gesehen haben, wie es umgesetzt wird, konnte wir es kaum glauben.
 Ich weiss nicht genau, ob sie zu dem Klimaleugnern (Skeptiker wäre ein zu grosses Kompliment) gehören, aber ihre Artikel klingen ganz danach. Sehr subtil machen sie alle Formen von erneuerbaren Energien schlecht, schüren Ängste, betonen die Mängel, vergleichen Äpfel mit Birnen, und nun im letzten Artikel (der allerdings nicht zur Serie gehört) über die Windenergie bemühen sie sogar einen sehr fragwürdigen Artikel aus dem New Scientist und hängen ihren Artikel gross daran auf. Das ist kein neutraler Journalismus mehr, das ist Populismus und stinkt stark nach einer gezielten Diffamierung der Erneuerbaren Energien, mit dem Ziel der Verunsicherung und der Angstmache. Zu einer Zeit, in der sich 99% der seriösen Wissenschaftler einig sind, dass wir dringend Massnahmen gegen den Klimawandel ergreifen müssen, schreiben sie Artikel, als wäre das ein "Nice to Have" Thema, wo wir erst mal warten können, bis alles stimmt und nichts mehr schief gehen kann. Das mit der jetzigen Technologie alles schief geht und zwar mit 95%iger Sicherheit, das erwähnen sie aber nicht.

Leider ist der Normalleser meist nicht in der Lage ihren subitlen Ton zu durchschauen. Wenn man aber Experte ist und sich wie mein Mann und ich seit Jahren  mit Wetter und Energie beschäftigt, dann streuben sich einem die Nackenhaare beim Lesen. Ihre Serie ist mit ein Grund, warum wir die NZZ am Sonntag nun auch noch abbestellen.

Offenbar sind sich die Medien ihrer Verantwortung noch nicht gewahr, die sie beim Bekämpfen des Klimawandels haben. Oder es ist zu vermuten, dass es starke Kräfte gibt, die die Medien nun dazu nutzen den nötigen Wandel gar zu verlangsamen.

Antwort von Hirstein

Sehr geehrte Frau Marchand,
danke für Ihr Feedback. Ich möchte Ihnen dazu kurz antworten.
Der Artikel vom vergangenen Sonntag behandelt eine Frage, die in der Wissenschaft seit längerem diskutiert wird: wie beeinflussen Windkraftanlagen das Klima? Das ist eine legitime Frage, denn es handelt sich hierbei nicht mehr um kleine Windräder im Vorgarten von Einfamilienhäusern, sondern um Grosskraftwerke. Dazu gab es nun eine provokante und umstrittene Studie, und ich kann nichts Schlechtes daran finden, diese aufzugreifen. Im Unterschied zum New Scientist habe ich die Gegner der Studie ausführlich zu Wort kommen lassen (unter anderem mit der Aussage "Das ist schlechte Wissenschaft")
Ihre übrige Kritik an der Serie ist sehr pauschal. Ich kann deswegen nicht konkret darauf eingehen. Grundsätzlich bin ich aber tatsächlich der Meinung, dass es wichtig ist, kritisch aber fair über erneuerbare Energien zu berichten. Und dazu gehört zum Beispiel die Einsicht, dass es keine billige, CO2-freie, unbegrenzte und risikofreie Energie gibt. Diese Legende wird zwar gerne und oft verbreitet, aber sie stimmt trotzdem nicht. Schauen Sie sich die vielgelobte Energiepolitik in Deutschland an: wie entwickeln sich dort die Strompreise und wie viele neue Kohlekraftwerke werden dort gebaut? (Der Glaube, man könne alle AKWs in kurzer Zeit durch erneuerbare Energie ersetzen, ist in der Realität schon längst widerlegt - trotz dreistelligen (!) Milliardenbeträgen, die deutsche Stromkunden dank dem EE-Gesetz zahlen (werden))
Man kann den Ausstieg aus der Kernenergie trotzdem befürworten - kein Problem - aber man muss dann auch darüber berichten dürfen, was es kostet (in Franken oder an Einschränkungen im täglichen Leben) und welches die Umweltkosten sind und welche technischen Heruasforderungen zu lösen sind (Netzausbau, Produktionskapazitäten für Solarzellen, fossile Reservekraftwerke etc.) Ich glaube, die Energieversorgung ist kein Wunschkonzert, sondern ein sehr teures und träges System, das man nicht von heute auf morgen verändern kann - nicht weil böse Mächte es so wollen, sondern weil es gewissen physikalischen Randbedingungen unterliegt. 
Mit besten Grüssen
Andreas Hirstein
 
 2. Mail an Hirstein von Christina Marchan

Sehr geehrter Herr Hirstein

Danke für Ihre schnelle Antwort. Leider befriedigt mich diese nicht. In der Geschichte der Menschheit hat es schon oft Fälle gegeben in denen die Presse, Industrie und andere Kräfte betont haben, wie wichtig es ist immer beide Seiten zu beleuchten und eine ausgeglichene Berichterstattung zu bringen. Das war vor allem bei der Tabakindustrie, aber auch bei Diskussionen um den sauren Regen und z.B. das Ozonloch der Fall. Gott sei dank, konnte sich in diesen Fällen die Wissenschaft und die Öffentlichkeit aus den Fängen von kriminellen Beeinflussern befreien und wichtige Entscheidungen treffen. Es hat aber viel länger gedauert, als nötig. Beim Klimawandel und den erneuerbaren Energien wiederholt sich hier die Geschichte. Es gibt keine zwei Seiten vom Klimawandel. Die Fakten sind klar und es ist falsch verstandener Journalismus hier noch den Leugnern eine Plattform bieten zu wollen. Wir haben nur nicht mehr 20-30 Jahre um zu warten, das alle Auswirkungen und Konsequenzen des Klimawandels bewiesen ist. Wir Länder mit hohen Einkommen und grossem Potential an Erneuerbaren müssen voran gehen und zeigen, dass wir eine Umstellung schaffen. Und das klappt nur, wenn die Medien diesen Weg unterstützen und der Öffentlichkeit Mut machen. 

Wenn die NZZ die wissenschaftliche Meinung ausgewogen wiedergeben wollte, dann müsste also auf 99 Artikeln über den Klimawandel und den drohenden Konsequenzen ein Artikel über potentielle Fehler in der Wissenschaft kommen. Dieses Verhältnis sehe ich aber nicht. Auch hier bei der Windenergie wird nun ein Artikel herausgegriffen und gross aufgezogen. Den Titel und die wilden Behauptungen werden zwar im Text mit einer Gegenmeinung versehen. Aber der ganze Artikel verzerrt offensichtlich die Sicht und die Gewichte der Studien.

Warum bringen sie nicht einfach erst mal Studien, wie unglaublich effizient Windenergie ist? Warum nicht auf der Titelseite eine Warnung über den Ernst des Klimawandels . Erst vor kurzen haben 20 Nobelpreisträger und andere Wissenschaftler die Welt auf die Gefahren hingewiesen. In der NZZ wurde das knapp erwähnt.

Ich bin sicher, dass es eine grosse technische und gesellschaftliche Herausforderung ist, die Energieversorgung umzustellen. Aber es gibt genug Studien, die den genauen Weg dahin aufzeigen. Warum bringen sie diese nicht? Die Mehrkosten für Sonnen oder Windstrom liegen bei ca. 100 CHF pro Person und Jahr in der Schweiz. Da kann man wohl schwerlich von riesigen Kosten und Einschränkungen im täglichen Leben sprechen. 

Ihre Artikel hinterlassen den Eindruck, dass sie diesen Weg gar nicht gehen wollen. Mit solch einer Einstellung kann man natürlich keine ermutigenden Artikel über den Energiewechsel machen. Ich würde mir wünsche, dass die NZZ den Mut hat, diese Artikel von Menschen schreiben zu lassen, die einen positiven Weg aufzeichnen können. Wenn sie so besorgt sind über die vielen Kohlekraftwerke in Deutschland, dann könnten sie ja mal eine Studie zu den Gefahren der Kohlekraft und den Schweizer Firmen machen, die immer noch dort investieren. Ich habe da eine vortreffliche Quelle.

Danke und mit Gruss
Christina Marchand



Montag, 16. Mai 2011

Energieprojekt in Marokko

Aktuell
So, nun sind wir wohlbehalten aus Marokko zurück und noch ganz erfüllt von den Eindrücken. Zum Bloggen bin ich leider nicht gekommen. Auf dem IPhone war es mir zu mühsam und die Internetcafes waren nicht einladend genug. Aber nach der langen Pause bin ich nun topmotiviert für weitere Berichte.

Wir waren ab Marrakesch südlich unterwegs, zum Teil in sehr abgelegenen Gebieten (Route: Marrakesch, Essauira, Sidi Ifni, Gülmin, Tata, Taroudant). Eine Woche haben wir bei der Familie von Fadel, dem marokkanischen Mann meiner Freundin Theres verbracht. Dadurch haben wir das traditionelle Leben im ländlichen Marokko kennengelernt.

Eco Abaynou für erneuerbare Energien
Nachdem Theres erzählt hat, dass in Marokko ein grosses Hochzeitsfest für sie und Fadels Schwester stattfindet, war die Verlockung gross nach Marokko zu reisen. Aber was mit den vielen Tonnen CO2 der zahlreichen Hochzeitsgäste? Erst nachdem mir die Idee gekommen war, CO2 in ein örtliches Energieprojekt zu kompensieren, konnte ich mich richtig auf die Reise freuen. Fadel und Theres waren sofort begeistert von meinem Vorschlag und wir gründeten kurzerhand den Verein “Eco Abaynou für Erneuerbare Energien”. Abaynou ist eine kleine Oase im Süden von Marokko in der Nähe von Gülmin und Fadels Geburtsort. Wir wollten besonders die Nutzung der Sonnenenergie für Warmwasser und für das Kochen fördern.

Es gab dann plötzlich viel zu tun: Konto eröffnen, Statuten schreiben, Infos verschicken, Präsentation für Marokko zum Vorstellen des Projektes erstellen und auf Arabisch übersetzen. Stunden vor der Abreise, hatten wir vier dann schliesslich alles geschafft und sogar noch Kontakte zu einem anderen Marokkanischem Projekt hergestellt. Dieses Projekt - Solarkochernutzung zum Schutz der Wälder - haben Olli und ich dann in der ersten Woche besucht.

Solarkochen in Smimou
Vor dem Urlaub hatten wir uns Solarkocher von Greenpeace ausgeliehen und ein paar Gerichte getestet, so dass wir mitreden konnten. 4 Tage nach unserer Einreise kamen wir also in Smimou, einem ganz kleinen Ort in der Nähe der Küste an, wo das Solarkocher-Projekt, unterstützt von einer Stiftung des Königs, in einer lokalen Schule betrieben wird. Einen halben Tag verbrachten wir mit Mr Lahoussaine Ait Zaouit, der uns die Solarkocher vorführte, den Biogarten und die Ausstellung zeigte. Er war sichtlich stolz auf das Erreichte. Eine riesige Herausforderung in Marokko ist die grosse Analphabetenrate unter den Frauen (fast 60%), die sehr traditionelle Lebensweise, wo Neues nur langsam angenommen wird, Wasser und die  Müllentsorgung. Da in den ländlichen Regionen erst seit einigen Jahren vermehrt Plastik und anderer Müll erzeugt wird, fehlt eine offizielle Müllentsorgung und jeder entsorgt seinen Müll direkt hinter der Haustür oder verbrennt ihn im nächsten Graben. Diese Probleme waren uns in der Schweiz zum Teil nicht so bewusst gewesen. Wir haben uns sehr angeregt ausgetauscht und beschlossen, dass unsere Projekte in Kontakt bleiben werden. Der Solarkochertyp der vor Ort verwendet wurde, war uns bis dahin nicht bekannt und erschien uns sehr einfach und gut. Wir hatten eigentlich erhofft vor Ort einen Solarkocher kaufen oder bauen zu können, aber das war leider nicht möglich. Und auch die Materialien für diesen Typ liessen sich nicht in Marokko beziehen. Wir waren aber fest entschlossen auch mit lokalen Materialien in Abaynou einen Solarkocher zu bauen.

Abaynou
Sehr inspiriert ging es dann also weiter ans Ziel, wo wir via Fadels Eltern und Verwandtschaft die Dorfbevölkerung zu unserem Vortrag über den neuen Verein eingeladen hatten. Bereits einen Tag nach der Ankunft, sollte am Mittwoch morgen für die Männer und am Nachmittag für die Frauen eine Veranstaltung stattfinden.

Am Morgen war dann aber plötzlich eine Versammlung der Dorfältesten und Bürgermeister vorgesehen, wo über die Nutzung der Thermalquelle im Ort diskutiert wurde. Fadel lud uns kurzerhand zu dieser Veranstaltung ein, wo wir unseren Verein vorstellen konnten und unsere Hilfe beim Wasserprojekt anbieten konnten. Ein grosses Problem vor Ort war nämlich auch, dass die Nutzung des Thermalquelle einfach für 20 Jahre an eine Person vermietet worden war, und die Dorfbewohner mit diesem Pächter nicht zufrieden waren. So gärte schon seit längerer Zeit ein Streit im Ort, wieviel Wasser zu welcher Zeit aus dem Thermalbecken abgelassen wird und mit welchem Mittels das Becken gereinigt wird. Ausserdem hatte der neue Pächter den Frauen verboten sich im Thermalbecken zu waschen, aber auch keine Alternative bereitgestellt. Wir wurden also gleich mit der Realität unseres Projektes konfrontiert, dass vor Ort alles viel komplizierter ist und die Leute andere Probleme haben.

Am Nachmittag konnte dann schliesslich unsere Vereinsvorstellung für ca 20 Männer und 30 Frauen getrennt je 2 Stunden stattfinden. Über die Resonanz und das Interesse haben wir uns sehr gefreut, obwohl wir über die lokalen Probleme, z.B. Wassernutzung, Aufteilung, Reinigung, Schulung der Frauen, Müllentsorgung nur am Rande gesprochen haben.  Unsere Botschaft war hauptsächlich, dass sie sich selber organisieren sollen und wir sie bei Ihren Ideen und Projekten finanziell und ideell unterstützen wollen.

Wie es dann weiterging mit dem Urlaub, dem Projekt und dem Solarkocher erfahrt ihr das nächste Mal.

Bilder von Solaröfen: http://de.wikipedia.org/wiki/Solarkochkiste#Solarkochkiste

Lichtblick
Mit einem aktuellen Urteil hat der Europäische Gerichtshof in Luxemburg die
Klagerechte von Umweltverbänden gegen industrielle Großvorhaben wie
Kohlekraftwerke gestärkt. http://www.bund-nrw.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/europaeischer-gerichtshof-staerkt-klagerechte-von-umweltverbaenden/?tx_ttnews[backPid]=3371&cHash=3fda173fb3

Aktiv werden in der Schweiz
Termin vormerken: Nächsten Sonntag 10 km Wanderung gegen Atomkraft. Wir sind dabei.
http://www.menschenstrom.ch/dp/

Liebe Grüsse
Christina