Mittwoch, 25. Januar 2012

Leserbrief in der Südostschweiz


Folgendes habe ich als Leserbrief in der Südostschweiz geschrieben, als Reaktion auf mehrere Artikel über die Repartner AG ( Kopie der Artikel weiter unten)


Repower - Garantiert nicht kohlefrei

Eigentlich sollte man sich freuen, wenn sich Energieunternehmen unter explizitem Ausschluss der schädlichen Kohle- und Kernkraft zusammenschliessen, um gemeinsam in neue Energieformen zu investieren.

Warum nur habe ich ein schlechtes Gefühl, wenn Repower als Initiant und Haupteigentümer dieses Gemeinschaftswerkes (Repartner) selber gleichzeitig massiv auf den Ausbau von Kohlestrom setzt und sowohl in Deutschland, wie auch Italien gegen den Widerstand der dortigen Bevölkerung zwei gigantische Kohlekraftwerke bauen möchte.

Das passt doch irgendwie nicht zusammen und macht mich misstrauisch. Warum setzt Repower die eigenen Mittel zum Ausbau der Kohlekraft ein? Sucht aber gleichzeitig Partner für die anderen Projekte? Ein Grund dürfte sein, dass es zum jetzigen Zeitpunkt fast unmöglich ist neue Partner für den Bau von Kohlekraftwerken zu finden.  Nicht nur wegen dem Klimawandel, sondern auch weil es sich nicht rentiert. Mit den sauberen Energien dagegen findet man leicht Partner und Geld. Wenn man weniger eigenes Geld in den Ausbau der Erneuerbaren stecken muss, sondern dafür Partner einspannt, dann bleibt logischerweise mehr Geld für die dreckigen Kohlekraftwerke.

Also unterstützt jeder, der mit Repower zusammenarbeit die Investition in Kohlekraft und sei es auf dem Papier noch so ausgeschlossen.

Fazit: Finger weg von der Zusammenarbeit mit Repower, bis sie die Finger von der Kohle lässt.



PRODUKTIONSBETEILIGUNGSGESELLSCHAFT

Ein Stück Repower – garantiert kohlefrei

Seit Jahresbeginn ist es möglich, vom Bündner Energiekonzern Repower Strom zu beziehen, dessen Produktion Kern- und Kohlekraftwerke explizit ausschliesst. Möglich macht dies die Beteiligungsgesellschaft Repartner Produktions AG
VON NORBERT WASER
Im Oktober 2010 wurden am Sitz von Repower in Poschiavo die Verträge zur Gründung der Repartner Produktions AG unterzeichnet. Neben Repower, die mit 51 Prozent die Mehrheit hält, sind die Liechtensteinischen Kraftwerke (LKW) und die Industriellen Betriebe Aarau Kernpartner der Produktionsbeteiligungsgesellschaft, die ihre operative Tätigkeit am 1. Januar 2012 aufgenommen hat. Inzwischen haben sich auch die Wasserwerke Zug AG mit sieben Prozent und das Elektrizitätswerk Nidwalden mit fünf Prozent am Aktienkapital beteiligt. Gestern hat nun die Rhiienergie AG, die die Gemeinden Bonaduz, Domat/Ems, Felsberg, Rhäzüns und Tamins mit Strom versorgt, bekannt gegeben, dass sie sich mit einem Prozent beteiligt und sich damit Produktionsanteile sichert. Diese entsprechen maximal zehn Millionen Franken Investitionen und vier Megawatt Leistung.
Ohne Kern- und Kohlekraft
Eine Besonderheit dieser neu gegründeten Produktionsgesellschaft ist der explizite Ausschluss von Stromproduktion aus Kern- und Kohlekraftwerken. Das Modell sieht Investitionen im Rahmen von maximal einer Milliarde Franken in geografisch und technologisch diversifizierte Erzeugungsprojekte in der Schweiz, Deutschland, Frank-reich und Italien vor. Im Endausbau sollen durch die gemeinsamen Investitionen 400 Megawatt Leistung (zum Vergleich: Kernkraftwerk Mühleberg 373 MW) und rund 1800 Gigawattstunden elektrische Energie primär aus Wasser-, Wind- sowie Gas- und Dampf-Kraftwerken erzeugt werden. Zudem soll ein Anteil am geplanten Pumpspeicherkraftwerk Lago Bianco mit Sicht auf die Energiewende als «Batterie» im europäischen Stromverbund eingesetzt werden können, wie es in der Medienmitteilung von Rhiienergie heisst. Die Repartner Produktions AG hat ihre operative Tätigkeit inzwischen mit dem Wasserkraftwerk Taschinas und zwei Windparks in Deutschland aufgenommen.
  • Quelle: Bündner Tagblatt
  • Datum: 25.01.2012, 00:00 Uhr
  • Webcode: 1344473


Behörden lehnen Kohlekraftwerk ab
Der politische Widerstand gegen das Kohlekraftwerk-Projekt des Bündner Energieunternehmens Repower in Saline Joniche hält an. Letzte Woche hat der zuständige kalabresische Umweltminister Francesco Pugliano die ablehnende Haltung der kalabrischen Behörden gegen das umstrittene Projekt bestätigt.

Poschiavo/Saline Joniche. – Francesco Pugliano beantwortete damit eine parlamentarische Anfrage, wie einem Bericht der Regionalzeitung «Gazzetta del Sud» zu entnehmen ist.
Die kalabresische Regierung beruft sich auf den regionalen Energierichtplan, der den Einsatz von Kohle ausdrücklich verbietet. Das Dossier liegt seit 2010 bei der Zentralregierung. Die nationale Kommission zur Prüfung der Umweltverträglichkeit hatte ihre Zustimmung gegeben, das Ministerium für Raumplanung und Kulturgüterschutz lehnt das Kohlekraftwerk ab. Seit Monaten wird die abschliessende Empfehlung des Wirtschaftsministeriums an die Regierung Monti erwartet. (bcm)
Quelle: suedostschweiz.ch
Datum: 24.01.2012, 10:00 Uhr
Webcode: 1343962


Rhiienergie geht Partnerschaft mit Repower ein

Rhiienergie beteiligt sich mit sechs bis zehn Millionen Franken an der Repartner AG und geht dafür eine Partnerschaft mit Repower ein. Von Klimaaktivisten wird Rhiienergie für diese Investition kritisiert.

Rhiienergie und Repower gehen Partnerschaft ein.

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Tamins. – Rhiienergie, viertgrösste Energieversorgerin in Graubünden, teilte am Dienstag mit, dass sie sich mit einem Prozent an der Repartner AG beteiligen wird. Das entspricht gemäss Theo Joos, Rhiienergie Geschäftsführer, einem Investitionsbetrag von sechs bis zehn Millionen Franken. Das Beteiligungskonstrukt sieht vor, dass Repower mit 51 Prozent an der Repartner AG beteiligt ist.
Die Repartner AG plant Investitionen von maximal einer Milliarde Franken in neue Kraftwerksprojekte in der Schweiz, Deutschland, Frankreich und Italien. Die produzierte Energie soll den Partnern über eine Handelsplattform zur Verfügung gestellt werden.
Klimaktivisten üben Kritik
Obwohl die Beteiligungsgesellschaft weder in Kohlestrom noch in AKW investiert, kommt das Engagement von Rhiienergie bei Klimaaktivisten nicht gut an. Für Kritik sorgt die enge Zusammenarbeit mit Repower. «Indirekt unterstützen die ‘Repartner’ im Eventualfall den Bau von neuen Kohlekraftwerken», erklärt Peter Vogelsanger vom Verein «Zukunft statt Kohle». Joos distanziert sich von «dieser Interpretation». (bcm)
  • Quelle: suedostschweiz.ch
  • Datum: 24.01.2012, 18:50 Uhr
  • Webcode: 1344187

BÜNDNER TAGBLATT 



Donnerstag, 12. Januar 2012

Gut Erholt

Gut erholt ins neue Jahr
Die zwei Wochen Pause haben mir gut getan und ich habe richtig Lust wieder etwas zu schreiben. Aber erst mal euch allen ein frohes neues Jahr und danke für die vielen ermunternden und lobenden Rückmeldungen. Das war das beste Weihnachtsgeschenk. Bei mir geht es gleich mit Volldampf weiter, mit vielen Sitzungen sowohl bei der Arbeit, wie auch zu Umweltthemen. Der Weihnachtsbaum bei Gerda ist übrigens immer vom Bauern nebenan, also auch total ökologisch - puh, Glück gehabt.

Aktuell
Ich möchte euch zwei Kampagnen und damit Organisationen vorstellen, die gerade jetzt aktuell Unterstützung brauchen, z.B. durch Online Unterschriften.

Campact entwickelt phantasievolle Online Aktionen, sammelt Unterschriften und übt damit Druck auf deutsche und EU Politiker und Firmen aus. Ich finde die Aktionen und Anliegen meist sehr wichtig und gelungen. Campact arbeitet ähnlich wie AVAAZ aber lokal bei uns.

Hier der Aufruf zum Online-Apell, den man in wenigen Minuten unterschreiben kann:
Jaehrlich fliessen Milliarden EU-Subventionen an Agrarfabriken und Lebensmittelkonzerne. Dioxine,
Gentechnik und Antibiotika landen aus den Tierfabriken auf unseren Tellern. Zurueck bleiben artenarme Landstriche und Monokulturen. 

Die EU-Kommission will dies jetzt aendern und Gelder nur noch an Landwirte zahlen, die oekologische und soziale Kriterien einhalten. Doch Landwirtschaftsministerin Aigner torpediert die Plaene und schuetzt die Agrarindustrie.  http://tiny.cc/agrarindustrie

Foodwatch wurde 2002 von Thilo Bode, einem ehemaligen Greenpeace-Chef, gegründet und hat sich seither zu einem wichtigen Beobachter der Lebensmittelbranche entwickelt. Mittlerweile helfen 20'000 Förderer, dass Foodwatch effektiv arbeiten kann. Im Moment läuft gerade einen Kampagne gegen die Deutsche Bank wegen Lebensmittelspekulationen: Hände weg vom Acker, Mann !
Der Kurzfilm zum Thema ist anschaulich: https://foodwatch.de/e10/e45260/e45290/

Lichtblick
Repower stellt das geplante Kohlekraft in Brunsbüttel in Frage, da das Projekt derzeit nicht rentabel wäre. Ich bin vorsichtig optimistisch, dass das Kraftwerk nie gebaut wird. Aber lest selber:
http://www.suedostschweiz.ch/wirtschaft/repowers-kohletraume-sind-auf-eis-gelegt
Und auch in Italien gibt es heftigen Widerstand. Gemeinsam können wir also doch etwas erreichen. Noch vor einem Jahr sah das ganz anders aus.

Liebe Grüsse
Christina

Freitag, 23. Dezember 2011

Morgen Kinder, wird’s was geben


Aktuell

Die meisten haben sicher schon Einen, die anderen wollen Keinen. Wir wollten eigentlich auch Keinen, aber als dann Vivien anfing zu weinen, wurde mir und Olli klar, dass es keinen Weg Daran vorbei gibt. Wir sind nämlich dieses Jahr mal ausnahmsweise nicht in Velbert, sondern bleiben in Zürich. Dort, also in Velbert, hat sich immer Gerda (meine Tante) um den Baum gekümmert. Kein Ahnung, wo der jeweils her war. Aber jetzt müssen wir selber ran. Glücklicherweise hilft wie immer das Internet weiter. Es wies mir nämlich den Weg zu den ultimativ grünen Weihnachtsbäumen. Ich bin ja eigentlich total abgebrüht und erwarte immer das schlimmste, aber Giftcocktails zu Weihnachten haben sogar mich geschockt. Ich war immer so auf den Fair Trade Grad der Geschenke konzentriert, dass ich an den Baum gar nicht gedacht hatte. Aber man muss eben an alles denken. Gut, dass Utopia Bescheid weiss. http://www.utopia.de/magazin/oh-tannenbaum-verbotene-pestizide-in-weihnachtsbaeumen-gefunden
Ich bin dann auch in Zürich auf den richtigen Ort gestossen, um Weihnachtsbäume zu kaufen. Leider schon zu spät zum selber schlagen. Aber immerhin ohne Gift. Ich hoffe, es hat noch welche, wenn wir morgen auf den letzten Drücker einen kaufen wollen.
http://www.stadt-zuerich.ch/content/ted/de/index/gsz/aktuell/news/2011/frischbaum---der-oekologische-weihnachtsbaum-aus-dem-zuercher-st.html


Anders Denken
Montag war ich an einer Veranstaltung von Occupy. Zusammen mit ca. 500 Personen im übervollen Hörsaal mit den verschiedensten Leuten habe ich eine Podiumsdiskussion über unser Geldsystem angehört. Es war sehr spannend. Genau wie beim Tannenbaum, hätte ich das meiste sicher schon vor Jahren wissen sollen. Aber irgendwie hatte ich mich nie dafür interessiert. Offensichtlich haben sich aber schon einige andere Leute schon lange vor der neuesten Finanzkrise Gedanken über unser groteskes Geldsystem gemacht und haben auch den ein oder anderen Verbesserungsvorschlag. Darunter z.B. die vier Professoren: Hörmann aus Wien, von Cranach aus Zürich, Ulrich, St.Gallen, Helbing aus Zürich.

Bei Hörmann musste erst mal der ganze Hörsaal lachen, so lustig erschien einem das Finanzsystem, wie es aus seinem Mund beschrieben wird. O-Ton: “Was ist ein Marktwert, wie kommt der zustande?  Naja, sie müssen etwas einmal verkauft haben. Und wie verkaufen sie was? Da können Sie jemandem das Geld doch schenken. Sie schenken ihm das Geld und dann kauft er das und dann haben sie einen Marktpreis.”

So einfach ist das: z.B. Die Chinesen “leihen” den Amis Geld. Damit können die Amis dann den Chinesen den Ramsch abkaufen, den die produzieren. Und noch mehr CO2 in die Luft blasen. Oder wir den Griechen und und ….

Und woher kommt das ganze Geld, das da verliehen wird. Ganz einfach. In Europa müssen z.B. nur 2% des Geldes wirklich bei der Zentralbank hinterlegt werden. D.h. für jede 100 EU können 5’000 EU verliehen werden, also 50 mal so viel. Wenn Verkäufer und Käufer bei der gleichen Bank verschuldet sind, dann ist es wirklich so, als würde das Geld geschenkt, so dass dann damit gekauft werden kann. Klasse Geschäftsmodell. Findet ihr nicht auch?

Ausserdem müssen natürlich auf die ganzen Kredite Zinsen gezahlt werden. D.h es muss immer noch mehr Geld erzeugt werden. Deshalb auch das Diktat der wachsenden Wirtschaft. Damit wir unsere Zinsen bezahlen können. Und nicht damit es uns immer besser geht.

Wem das jetzt alles Spanisch erscheint, der soll mal in Spanien die sinnlos hochgezogenen, halb fertig gebauten Hotelklötze anschauen oder die Alleen, die bewässert ins Leere führen. Schöne Beispiele von Geld, welches unbedingt in Projekte angelegt werden musste, nachdem es erst mal geschaffen wurde.

Es gäbe noch viel zu berichten, aber das würde den Rahmen dieses Blogs etwas sprengen.
Hier gibt es die Vorlesung von Montag sowohl als Film, MP3 oder bald auch als Skript.
http://www.occupyzuerich.ch/2011/12/video-podiumsgesprach-anders-denken-visionen-fur-ein-neues-wirtschaftssystem-vom-19-12-2011/
Und natürlich Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Giralgeldsch%C3%B6pfung
http://de.wikipedia.org/wiki/Geldsystem

Und wer mehr vom Hörmann hören will:
http://www.wu.ac.at/taxmanagement/Institut/Mitarbeiter/Hoermann/new2006/vortraege/index.html

Lichtblick
Eure Kommentare und Rückmeldungen sind meine Lichtblicke - sogar wenn sie kritisch sind. Noch mehr freue ich mich, wenn ihr diese direkt auf dem Blog als Kommentar schreibt, dann können es alle sehen und profitieren. Das geht ganz einfach, wenn man einen Google Account oder OpenID hat. Ansonsten dürft ihr mir weiterhin euren Input auch gerne einfach mailen.

Dieses Jahr war für mich sehr erfolgreich und aufregend. Die neue Stelle bei Comparis als Nachhaltigkeitsexpertin macht mir sehr viel Spass. Diverse Antikohle Aktionen und Erfolge haben mir Hoffnung gegeben. Das Klimacamp im Sommer war toll und soll nächstes Jahr noch besser werden. Im Seedcity-Garten haben wir viel eigenes Gemüse geerntet. Die Occupy-Bewegung hat viele neue Leute zusammengebracht, die sehr aktiv sind. Überall entstehen neue Bewegungen z.B. Transition Town oder Neustart Schweiz, die sich mit Veränderung beschäftigen und ausgehend vom Lokalen global wirken wollen.

Die Kinder wachsen und gedeihen und Oliver ist der ruhige Pool, der uns immer wieder den Rücken stärkt.

Hier noch was Lustiges für die gute Weihnachtsstimmung:
http://www.youtube.com/watch?v=kKnY8tBLG3g

Ich bin sehr gespannt aufs nächste Jahr.

Liebe Grüsse
Christina

Dienstag, 20. Dezember 2011

Minimallösung

Artikel in der NZZ:

20. Dezember 2011, 10:13, NZZ Online

Mehrere Wege zum Erreichen der Klimaziele

www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/schweiz_raete_co2_gesetz_einigung_differenzen_1.13728114.html?ticket=ST-142792-OG9cbWydqNHCbNGOdcJYOkXNKcKWV6lpJJH-20


Mein Kommentar :


Minimallösung
Wissenschaftlich ist die menschgemachte Klimaerwärmung unumstritten. Eine Erhöhung um mehr als 2 Grad würde die Erde stark verändern, ca. 3/4 der Tierarten könnten aussterben, die Meere versauern, Kriege ausbrechen. Die Temperaturerhöhung von ca. 1 Grad hat genau die vorhergesagten Muster gezeigt und schon viel Leid gebracht. Wir sind eines der best organisiertesten, reichesten Länder mit gut gebildeten Menschen. Wenn wir es nicht schaffen unseren Energieverbrauch und Kosumverhalten so umzustellen, dass wir den Planeten nicht dauerhaft schädigen, wer soll es denn dann schaffen. Das Beste ist. Wir profitieren von der Umstellung. Saubere Luft, sinkende Rohstoffkosten, innovative Firmen, Export unseres Wissens und Technologien. Worauf warten wir? Hoffentlich nicht auf die Chinesen und Inder. Und schon gar nicht auf die USA. Lasst uns ihnen zeigen, wie es geht und wie gut es uns dabei gehen wird.



Freitag, 16. Dezember 2011

Lichtblitze im Dunkeln


Aktuell: Alles Lichtblicke

Weihnachten naht und da will man sich ja nicht die Stimmung verderben. Obwohl es genug Grund gäbe. Aber der heilige Abend ist ja oft aufregend genug im Kreise der Familie. Deshalb habe ich hier eine Reihe von positiven Filmchen und Links zusammengestellt.

Nächste Woche gibt es dann noch einmal ein spannendes Thema. Ich habe mich nämlich auch mal über unser Geldsystem schlau gemacht und werde von meinen Erkenntnissen berichten.

Spanien - Gemüse Guerilla bepflanzt Großstädte
http://www.youtube.com/watch?v=pmM6oFSdNNA&feature=youtu.be&mid=553

Facebook stellt Stromversorgung um:
http://www.greenpeace.org/switzerland/de/News_Stories/Newsblog/erfolg-facebook-lenkt-ein/blog/38414/

Jugendliche und Kinder engagieren sich. z.B. hat meine Freundin Theres (Lehrerin) mit ihrer Klasse einen Klimastand in Witikon gemacht und aktiv im Quartier Menschen zum CO2 sparen verpflichtet. Ausserdem haben sie einen Film für die Eltern gezeigt.
http://www.klimapioniere.ch/filmabend/
http://www.klimapioniere.ch/ 

Von A nach B über Weihnachten. Am besten nicht im eigenen Auto oder zumindest zusammen.
http://www.mitfahrzentrale.de/
http://mitfahrgelegenheit.utopia.de/

Und wer trotz Finanzkrise noch Geld übrig hat, der kann es hier mit gutem Gewissen horten.
http://www.utopia.de/magazin/die-bessermacher-ecoreporter-joerg-weber-der-wachhund-des-gruenen-geldes-nachhaltige-finanzanlagen
http://www.abs.ch/
http://www.gls.de/

Sorry, der nächste Link ist nicht ganz so positiv, aber immerhin amüsant. Und mir kommt es so vor, als hätte ich diese Brille ständig auf. Wäre manchmal ganz praktisch, wenn man die Brille auch mal ablegen könnte.
http://www.youtube.com/watch?v=16y_375R1Jc

Viel Spass beim schauen und stöbern.

gruss
Christina

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Nicht warten und nicht verzagen


Aktuell

Morgen geht die Klimakonferenz zu Ende und man kann schon fast hoffen, dass nicht irgendein verrückter Beschluss gefasst wird, der dem Klima mehr schadet als nützt. Einige Länder machen nämlich Vorschläge, dass sie bereit sind etwas zu tun, aber erst 2020. Das wäre in 11 Jahren. Wir können uns aber nicht noch ein Jahrzehnt Nichtstun leisten. Im Gegenteil, jetzt muss es wirklich vorwärts gehen. Wie aber soll das klappen, wenn ja offensichtlich international nichts beschlossen wird und alle mit Finanzkrise beschäftigt sind?

Im stillen tun natürlich einige Länder schon etwas, China z.B. versucht mit voller Kraft so viele Erneuerbare, wir nur möglich, so schnell wie möglich aus dem Boden zu stampfen. Offensichtlich ist ihnen klar, wie wichtig das ist, auch wenn sie es in Durban nicht zugeben. China ist eines von den Länder, welches durch den Klimawandel extrem getroffen wird.

Aktuelles von der Klimakonferenz:
http://www.taz.de/t181/Klimakonferenz-Durban/!83389/
http://www.klimaretter.info/durban/hintergrund/10090-vom-keller-aufs-parkett
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,802412,00.html#ref=rss

Bloss nicht den Mut verlieren
Und wir? Selber tun und nicht auf die Anderen warten. Jeder kann beitragen und jeder kann in seiner Gemeinde, Stadt, Region und Land aktiv werden. Wir müssen uns gegenseitig bestärken, dass wir auf lokaler Ebene etwas ausrichten können. Natürlich nicht allein, sondern gemeinsam, Schritt für Schritt. Dafür brauchen wir auch kein Abkommen. Occupy und Stuttgart 21 beweisen, dass die Menschen teilweise nur darauf warten, dass Gleichgesinnte auf die Strasse gehen. Das Schweizer Angstbarometer zeigt, dass der Klimawandel als die grösste Bedrohung von allen wahrgenommen wird. Offensichtlich sind viele Leute von dieser Angst wie gelähmt und haben den Eindruck nichts ausrichten zu können.
http://www.gfs-zh.ch/?pid=270

Keine Kohle für Kohle - Film
Am Samstag waren wir ca. 100 Leute, die lautstark auf einem der bekanntesten Plätze der Schweiz gegen Kohlekraftinvestitionen protestiert haben. Mit einem selbstgebauten Kraftwerk, Sprechchören, Transparenten und vielen Informationen. Innerhalb von 3 Stunden sind über 1000 Unterschriften auf Postkarten an die Bankchefs zusammengekommen.

Hier ein dreiminütiger Film vom Anlass: http://www.youtube.com/watch?v=yFjeVDPjGSo
Finde leider die Musik nicht so toll, den Spruch dagegen schon, da er von mir ist ; )
Man kann auch die Postkarten selber ausdrucken und an die Banken schicken:


Hier noch ein interessanter Film zu Thema Kohleförderung in Columbien. Diese Kohle wird auch nach Deutschland transportiert. Man kann den Film online schauen.
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=7599014
Film in der ARD: 3.7.2011

Lichtblick Adventskalender
Ist ja schon ein bisschen spät, aber der Adventskalender der Neuen Dringlichkeit gefällt mir wirklich. Morgen z.B. ist man aufgerufen sein eigenes Bett zu besetzen und sich dabei aufzunehmen. So einfach und gemütlich kann Widerstand sein.
Beispiel: http://vimeo.com/33337447?mid=54
ganzer Kalender: http://nd-blog.org/pages/aktionsadventskalender

Ideen für Weihnachten
Ich hätte ja tausend Ideen, was ihr alles nicht schenken könnt. Aber ich vertraue auf eure Kreativität. Übrigens - Dinge aus Ländern die Klimakonferenzen blockieren sind uncool!

Liebe Grüsse und eine besinnliche konsumfreie Weihnachtszeit
Christina

Medienmitteilung 3.12.2011 Keine Kohle für Kohle


Schweizer Banken stecken Milliarden in klimaschädliche Kohlekraftwerke

Greenpeace Aktion am Occupy Paradeplatz Samstag gegen Investitionen in Kohlekraftwerke durch Banken
Greenpeace protestierte am 3.12 im Rahmen der bereits traditionellen Samstagsveranstaltungen von Occupy Paradeplatz gegen die Finanzierung klimaschädlicher Kohletechnologie durch die Schweizer Grossbanken. CS und UBS gehören, gemäss einer kürzlich erschienen Studie, zum Start der Klimakonferenz in Durban, zu den Top 10 der Banken, die Kohlekraftwerke und den Kohlebergbau finanzieren. Die AktivistInnen luden dazu ein, Geld in eine mit Holzkohle befeuerte Attrappe eines Kohlekraftwerks zu stecken. Sie wollen zeigen wie viel Geld mit Kohleinvestitionen gemacht wird. Ihre Forderung ist, auf die Nutzung der klimaschädlichen fossilen Kohle zu verzichten.

Die Greenpeace Gruppen Zürich und „Stopp Kohle“, sowie Occupy Paradeplatz riefen gemeinsam dazu auf, am Samstag 3.12 unter dem Motto “Auch deine Kohle produziert CO2!” einen Tag lang die Themen Banken und Klima zu verknüpfen. Nach der traditionellen Vollversammlung um 13.30 Uhr wurden zu verschiedenen klimarelevanten Themen zusammen mit Fachleuten diskutiert und Forderungen erarbeitet. Um 15 Uhr dann standen die AktivistInnen von Greenpeace und Occupy als vermeintliche Banker und Bankerinnen Schlange um Geld in eine rauchende Attrappe eines Kohlekraftwerks zu stecken. Dies zeigt, dass Banken gross im Geschäft sind, wenn es um klimaschädliche Kohlekraftwerke geht. Gemäss einer am vergangenen Mittwoch präsentierten Studie sind die Credit Suisse und die UBS unter den Top 10 der Banken, die Kohlekraftwerke und Kohlebergbau finanzieren. Eine der Greenpeace AktivistInnen, Julia Ritschard, meint dazu: „Es ist schockierend zu sehen, dass die kleine Schweiz es mit gleich 2 Banken in die Top 10 derer schafft, die Kohlekraftwerke und den Kohlebergbau finanzieren und damit massgeblich zu Umweltverschmutzung und CO2 Ausstoss beitragen. Ich fordere, dass diese Investitionen sofort gestoppt werden!“

Die Aktivisten fordern dann auch konkret von den beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse, auf die Finanzierung von Kohlekraftwerken zu verzichten, denn Kohle sei der klimaschädlichste Energieträger. Ausserdem erwarten sie, dass Schweizer Banken der Repower AG weder Kredite noch Dienstleistungen anbieten. Seit längerem ist bekannt, dass das Bündner Energieunternehmen, die ehemalige Rätia Energie, bei der Projektierung von zwei Kohlekraftwerken in Kalabrien und Schleswig-Holstein bestimmend ist. Die beiden «Klimakiller» würden rund 40% der CO2-Emissionen der Schweiz produzieren. Genau solche Investition hoffen die AktivistInnen stoppen zu können.

Zum Start der Klimakonferenz im südafrikanischen Durban rufen Organisationen weltweit zu Klimaaktionen auf. So wird am Occupy Paradeplatz Samstag nicht nur über Kohle geredet, sondern auch andere Verknüpfungen von Banken und Umweltzerstörung werden thematisiert. Fachpersonen boten Workshops zu Themen wie: “Finanzierung von Kohlekraftwerken im Ausland durch Schweizer Banken”, “Urwaldzerstörung durch Schweizer Banken”, “Lebensmittelspekulation - Klima – Nutzierhaltung”, “Bau mit uns die neue Zukunft!”, “Für Immobilien ohne CO2-Ausstoss!” und “Bioethanol” an. Die Banken tragen mit ihren Investitionen und Finanzierungen auch in andere Bereichen, wie Immobilien, Lebensmittel, Rohstoffen und vielem mehr massgeblich zum Klimawandel bei.

Kontakt: Julia Ritschard 079 575 91 29 Greenpeace Freiwilligengruppe Stopp Kohle&Co und Regionalgruppe Zürich

Weitere Informationen:
Studie Bankrolling Climate Change http://www.banktrack.org/download/bankrolling_climate_change/climatekillerbanks_final_0.pdf
http://www.zukunftstattkohle.ch (Bürgerinitiative in Graubünden gegen die Kohleprojekte der Repower)
http://www.banktrack.org (internationale Umweltorganisation und Netzwerk zur Überwachung kommerzieller Banken)