Dienstag, 16. Juni 2020

Einige Leserbriefe und Kommentare 2020

Im folgenden einige Kommentare und Leserbriefe von mir:

Online im Tagesanzeiger am 16.6.2020 zu Artikel:
Antibiotika: Investoren machen Druck auf McDonald’s & Co

Spannendes Thema. Auch hier braucht es neben freiwilligem Einsatz klare Regeln und Gesetze. Genau wie bei der Corona- und der Klimakrise. Da unser System auf Gewinnmaximierung getrimmt ist, müssen die Rahmenbedingungen alles schützen, was sonst nicht beachtet würde, z.B. Gesundheitsschutz, Vorsorge, externe Kosten mit einrechnen usw. Ich hoffe, dass die "konservativen" Politiker bald einsehen, dass konservativ eigentlich schützen und bewahren heisst - sie derzeit aber eine Hochrisiko-Politik machen und die nachfolgenden Generationen die Leidtragenden sind. Die Freiheit des einzelnen (Konzerns) endet dort, wo andere beeinträchtigt werden.

Dienstag, 9. Juni 2020

Tagesanzeiger Kommentar CO2 Gesetz

Diesen Kommentar habe ich am 10.6. zu einem Artikel im Tagesanzeiger geschrieben:

Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, aber leider reicht es nicht, um wirklich voran zu kommen. Wie die Corona Krise gezeigt hat, schneiden Länder besser ab, die auf die Wissenschaft hören und lieber vorsorglich drastischere Massnahmen ergreifen. Das gilt beim Klimaschutz noch viel mehr. Mit griffigen CO2 Gesetzen fördern wir Innovationen und können weltweiter Vorreiter werden und unsere Produkte ins Ausland verkaufen. Aber mit so halbherzigen Massnahmen fallen wir zurück. Je unabhängiger wir von Öl, Gas usw. werden, desto besser für unsere Wirtschaft und inländischen Arbeitsplätze. Die 5 Tonnen pro Kopf im Artikel sind völliger Blödsinn, mit grauer Energie und Flügen verbrauchen die Schweizer mehr als alle anderen Europäer, nämlich über 13 Tonnen. Es ist schade, dass wir nicht - wie beim Bau unserer tollen Wasserkraftwerke - jetzt in die Zukunft investieren, so dass zukünftige Generateionen profitieren, so wie wir heute von den Investitionen unserer Urgrossväter profitieren können. Die Klimakrise ist die gefährlichste Bedrohung für unserer Zukunft, da ist Corona kein Vergleich. Und doch wird hier nicht richtig reagiert, sondern die aktuelle Bestand zementiert, anstatt mutig voran zu gehen. Konservative sollten doch eher vorsichtig und risikobewusst sein. Leider riskieren sie im Moment unser aller  Zukunft. Mich wundert auch, dass die Bauern nicht mehr Druck machen. Sie sind an der Front einer sich wandelnden Umwelt und stark betroffen.

https://www.tagesanzeiger.ch/das-sind-die-fuenf-groessten-streitpunkte-im-neuen-klima-gesetz-989788508434

Samstag, 30. Mai 2020

Nachricht an Karin Rykart

Sehr geehrte Frau Rykart

Ich habe ihren Beitrag im Tageblatt gelesen. Leider kommen Sie sehr arrogant rüber, was ich sehr schade finde. Anstatt sich zu freuen, dass Menschen Ihnen schreiben und an Sie mit Anliegen gelangen, benutzen sie Worte wie: " ... ausgestossen werden", ".. zu mir dringen". Das ist wirklich sehr negativ und stösst alle vor den Kopf, die sich an Sie wenden.

Es zeugt leider von wenig Verständnis für Ihre Wähler, wenn sie kein Verständnis zeigen, dass Menschen liebgewonnene Orte, wie den See oder auch ihren Letten vermissen, Orte die oft täglich aufgesucht werden und das mehrheitlich von Zürchern. Hier trifft man Kollegen, macht Sport usw. besonders wichtig für Menschen die nicht in einer schönen Genossenschafts-Siedlung wohnen. Ich habe wirklich kein Verständnis dafür hier zu argumentieren, dass diese Orte öfter von aussen besucht werden, als z.B. der Bürkliplatz oder das Landesmuseumparkt. Das erscheint einfach nur willkürlich.

Ausserdem führt am See ein wichtiger Rad / Fussgängerverbindung entlang, die ohne Ersatz wegfällt. Anstatt Ersatz zu schaffen, z.B. indem eine Spur der vierspurigen Autostrasse für Velofahrer freigegeben wird, wird die Situation für Radfahrer in der Stadt aktuell schlechter anstatt besser, da sehr viele eher agressive Autofahrer unterwegs sind und die Leute Angst haben, den ÖV zu benutzen. Kein Wort in Ihrem Beitrag, warum Zürich hier nicht, wie andere Städte, reagiert und den Veloverkehr nur attraktiver macht und unsere Städte vor der Autoflut rettet.

Ich hatte ihnen schon mal geschrieben, aber keine Antwort erhalten. Ich habe Angst, dass ihre grünen Wähler - so wie ich entäuscht werden - und die Grünen in der nächsten Wahl wieder absacken. Seit ihrer Wahl sehe ich auch keinen Tweet oder irgendeine Social Media Reaktion von ihnen, es erscheint so: Vor der Wahl tolle Aktivität mit Kommunikation für die Allgemeinheit, danach Flaute.

Bitte haben sie weiter ein offenes Ohr und bleiben Sie den grünen Anliegen treu !

Herzliche Grüsse und Danke für Ihr Engagement
Christina Marchand

Mittwoch, 27. Mai 2020

#CarbonFreeSwissBanks


Es gibt einen neuen spannenden Report von Greenpeace über die Föderung von fossilen Energie durch unsere Banken - erschreckend !! Verschiedene Organisationen haben deshalb zu Protesten gegen die Banken aufgerufen.

Fossil-free war natürlich aktiv dabei und hat die Proteste vor der UBS und CS auf dem Paradeplatz organisiert.

Bitte unterschreibt unsere Petition an die Banken: mein-geld-ist-sauber.ch und postet mit diesen Hashtags auf Twitter, Facebook usw.
#CarbonFreeSwissBanks #StopClimateChaos


Freitag, 15. Mai 2020

Bilder vom Klima-Challenge Tag

Hier mal einige Bilder und Filme vom heutigen Tag




Film vom Klima-Alarm auf dem Idaplatz in Zürich

Zeitungsberichte :





Challenge for future


Aktuell in der Schweiz

Heute findet in der Schweiz den ganzen Tag die #CHALLENGEforFUTURE statt, anstatt den geplanten ganztätigen Klimastreiks, mit Aktionen und Herausforderungen, die jeder in seinem Umfeld selber machen kann. Ausserdem gibt es den ganzen Tag einen Live-Stream von den Klimasteikenden, mit Interviews, Musik, Live-Chat usw.

Unser Verein, fossil-free.ch,  hat sich eine besondere Challenge ausgedacht:  Eine Informations-Kampagne an Bankomaten, denn leider befeuert unser Geld oft die Klimakrise, da Banken alte Industrien finanzieren. (PDF mit allen Sprüchen)


Link zum PDF mit den Bilder

Aktuell in Europa

Denn es ist wichtig, dass wir über Corona nicht die Klimakrise vergessen, die auch vorausschauend angegangen werden muss und im Gegensatz zu COVID-Eindämmung passiert hier noch viel zu wenig, denn die negativen Auswirkungen sind schon deutlich zu spüren und mit einem einfachen Impfstoff ist es nicht getan.

Aber es gibt viele gute Lösungsansätze. Es scheitert nicht an der Technologie und nicht am Geld, sondern eher in den Köpfen und an den mächtigen Lobby-Organisationen, der Industrien, die sich wandeln müssten.

Folgendes finde ich unterstützenswert:
AVAAZ Aufruf an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Bundeskanzlerin Angela Merkel und EZB-Präsidentin Christine Lagarde für einen Klimafreundlichen Wiederaufbau nach der Krise.

Ausserdem der GermanZero Klimaplan. Führende Wissenschaftler und Experten haben einen konkreten Plan ausgearbeitet, wie wir vorgehen müssen um bis 2035 klimaneutral zu werden.

Leider wenig in Zürich

Lokal kann man viel erreichen und viele Städte nutzen die leeren Strassen um den Menschen Raum zurück zu geben. Denn auch so kann man mehr Abstand halten, wenn die Menschen sich nicht auf engen Bürgersteigen oder kleinen Parks drängen müssen, sondern die Strassen freigegeben werden - zum Radfahren und Spielen, New-York, Mailand und andere Städte machen es vor.

Trotz leerer Strassen passiert in Zürich gar nicht, zumindest nicht offiziell, bis Umverkehr - eine kleine, aber aktive Organisation, einen neuen Veloweg erschaffen hat. Deshalb unten mein Brief an die grünen Politiker von Zürich, die solche Chancen nicht ergreifen.

Ich hoffe, ihr kommt weiter gut durch die Krise und habt heute Zeit, die ein oder andere Challenge mit zu machen.

LG
Christina



Brief an Stadträtin Karin Rykart

Ich habe grün gewählt und bin so enttäuscht, dass diese Krise nicht genutzt wird um endlich in Umweltfragen voran zu kommen. Viele Umfrage zeigen, dass die Menschen Veränderungen wollen  und jetzt ist es Zeit die leeren Strassen mit Velos / Fussgängern zu füllen und nicht Menschen in Wohnungen zu drängen und Parks zu sperren. Mehr Platz für Menschen, weniger Platz für Autos, das hilft die Corona-Abstände einzuhalten und gegen die #Klimakrise #Stadtklima. Ich würde mich soo freuen, wenn Sie ein bisschen mutiger vorgehen und endlich für Ihre Wähler eintreten.

Andere Städte machen es vor, z.B. NewYork, Mailand usw.

Ich bitte Sie voran zu gehen und die Klimakrise wirksam zu bekämpfen, indem der Notstand ernst genommen wird.

Herzliche Grüsse
Christina

Freitag, 24. April 2020

Schuh-Klima-Demo auf dem Sechseläutenplatz in Zürich

Heute von 10-11 Uhr standen rund 1000 Schuhe anstatt Klimaschützern auf dem Sechseläutenplatz und forderten mehr Klimaschutz. Aktive von Klimastreik, Eltern fürs Klima und auch fossil-free sammelten die Schuhe von Privatpersonen ein, beschrifteten sie und stellten sie auf dem Platz vor der Oper Zürich auf.

Die Aktion wurde natürlich unter Einhaltung aller Corona-Bestimmungen durchgeführt.
Hier ein paar Fotos von der Aktion. Man erkennt mich zwar nicht gut, aberi ch stehe in der Mitte hinter dem gelben Plakat :)

Hier noch ein paar Links zu Berichten der Aktion:

https://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/demos-in-zeiten-von-corona-protestbewegungen-brauchen-die-massen-auf-den-strassen

Video-Bericht über die Aktion in der BaslerZeitung:
 Video