Freitag, 8. April 2011

Welches Risiko hätten’s denn gerne?

Aktuell
Die Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung “Globale Umweltveränderungen (WBGU)” sind überzeugt, dass das fossil-nukleare System durch ein effizient-erneuerbares System ersetzt werden muss. Am Donnerstag überreichten sie Umweltminister Norbert Röttgen und Forschungsministerin Annette Schavan ihr Hauptgutachten „Welt im Wandel: Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation“. Der WBGU schlägt unter anderem die Verankerung des Klimaschutzzieles im Grundgesetz vor.
http://www.faz.net/s/Rub469C43057F8C437CACC2DE9ED41B7950/Doc~EC0716086EE26411AA902871B84DD100C~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Risiko nüchtern betrachtet
Aufgrund des Super-GAUs in Fukushima führe ich zur Zeit oft Diskussionen über erneuerbare Energien und die Frage, wie schnell und ob überhaupt ein vollständiger Umstieg möglich ist. Meist höre ich dabei folgende Argumente und Ängste:
“Wird dann der Strom nicht teurer werden? Ist die Stromversorgung sicher mit Erneuerbaren? Kann es zu Stromausfällen kommen? Wird dadurch die Wirtschaft belastet?”

Ich möchte daher die Risiken des Umstiegs auf Erneuerbare, mit denen vergleichen, die wir derzeit mit dem konventionellen Strommix eingehen. Stellt euch bitte mal bildlich vor, ihr müsst euch zwischen folgenden Risiken entscheiden, wenn ihr persönlich betroffen wärt.

Beim Umstieg auf Erneuerbare:
- Ich zahle etwas mehr Stromkosten.
- Ein Windrad wird durch den Sturm umgerissen, und erschlägt einige Leute.
- Einige Vögel kommen pro Jahr in Windrädern um.
- Wegen schlechtem Wetter und Windstille wird der Strom für einige Tage rationiert.
- Der Anblick von Windrädern ist nicht schön, einige Häuser verlieren an Wert.
- Unsere Wirtschaft verlangsamt sich, da die Produktion durch höhere Stromkosten teurer wird.

Verglichen mit

Weiter mit den Fossilen und Atomkraftwerken:
- Millionen Menschen müssen umgesiedelt werden, wegen Verstrahlungsgefahr, die betroffenen Gebiete sind für tausende von Jahren unbewohnbar, alle persönlichen Sachen sind verloren.
- Trinkwasserversorgung ganzer Landstriche muss wegen verseuchtem Grundwasser umgestellt werden.
- Wegen dem Klimawandel werden Millionen von Menschen in Küstenstädten obdachlos.
- Die Hälfte der Tierarten stirbt aus, Millionen Menschen sterben an Nahrungmittelknappheit durch Trockenheit und Überschwemmungen
- Durch die Übersäuerung der Meere kommt es zu einem gewaltigen Fischsterben, so dass die gesamte Fischerei zusammenbricht und Millionen an Hunger leiden.
- Die Krebsrate steigt enorm, wegen radioaktivem Jod und dem Russausstoss aus  Kohlekraftwerken.
- Die Kosten für Strom steigen, da die Rohstoffe knapper werden, und die gesellschaftlichen Kosten getragen werden müssen. Die grösste Kostensteigerung ist aber nicht auf dem Strompreis, sondern auf Steuern und Gesundheitskosten.
- Die Zahl der Klimaflüchtlinge steigt enorm, viele kommen bei der Flucht um, es gibt Kriege.
- Durch anhaltenden Streiks in den Kohleförderländern kommt es zum Abschalten von Kohlekraftwerken und der Strom muss zeitweise rationiert werden.
- Durch die höheren Stromkosten wird die Produktion teurer und die Wirtschaft stagniert.
- Kohlekraft und Atomkraft brauchen riesige Mengen Kühlwasser. Durch die steigenden Temperaturen im Sommer, werden die Flüsse immer wärmer, so dass viele Fische sterben. Im Sommer müssen die Anlagen teilweise heruntergefahren werden, damit die Flüsse nicht umkippen. Der Strom wird knapp....

Nicht vorstellbar
Ich weiss nicht genau, wie ihr es seht, aber für mich ist die Dimension der Risiken so unterschiedlich, dass der Vergleich lächerlich erscheint. Klar, die Liste lässt sich auf beiden Seiten beliebig verlängern, aber der Unterschied bleibt.

Nur zur Erinnerung: Die schrecklichen Risiken, die ich da aufzähle sind real - also nicht aus einem Horrorfilm entliehen, Beispiele gibt es genug z.B. in Japan der angeblich nur alle 10’000 Jahre vorkommenden Super-GAU oder in Pakistan, Australien und Thailand die Überschwemmungen, in Russland und in den USA die Dürren.

Wie ist das möglich?
Wie kann es passieren, dass es überhaupt eine Diskussion gibt, dass überhaupt diese Risiken eingegangen werden. Wissenschaftlich belegt ist, dass es den Menschen leichter fällt, vor überschaubaren, vorstellbaren Risiken Angst zu haben. Die grossen Risiken blendet man lieber aus.

Ein weiterer Grund ist die offensichtlich erfolgreiche Lobbyarbeit und mediale Beeinflussung jedes einzelnen von uns, getrieben durch viel Geld. Ich weiss nicht, wie es euch geht, aber ich kenne nicht so wahnsinnig viele reiche Klimaforscher. Reiche Ölmultis, Energiekonzern-, Auto- und Bankmanager dagegen gibt es viele.

Lichtblick
Der Ingeneurs Matthias Popp hat in seiner Doktorarbeit untersucht, wie man Wind und Solarenergie speichern kann. Mit künstlich angelegten Seen (Ringwallspeichern), die auf unterschiedlichem Niveau liegen, könnte Deutschland sein Energie völlig autark erzeugen und speichern. Der Bauaufwand wäre vergleichbar mit heutigem Braunkohleabbau, der Flächenverbrauch mit eine Atomkraftwerk mit Speerzone. Denkbar wären auch Anlagen im Meer. http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34475/5.html

Aktiv werden
Petitionen sind ein gutes Mittel um der Politik zu zeigen, was unsere Anliegen sind. Und es geht ganz leicht online. Neben der Gentechnik Petition gibt es auch noch welche zum Atomausstieg, die noch Unterschriften brauchen. Man kann also sehr schnell und leicht viele gute Petitionen unterstützen, wenn man sich einen Account beim Deutschen Bundestag anlegt.
http://www.vielfalterleben.info/nochmal-richtig-wirbel-machen/#more-2036

Liebe Grüsse
Christina

Freitag, 1. April 2011

Transition = Wandel

Aktuell : Atomkraftwerke und Kohlekraftwerke abschalten
Über die ganze Atomdiskussion geht der Klimawandel fast ein bisschen vergessen, so dass ich mir erlaube wieder mal daran zu erinnern. Der März war in der Schweiz wärmer als der Durchschnitt (kann passieren). In Thailand gibt es schwere Überschwemmungen und Erdrutsche - Millionen Menschen sind betroffen - zu einer Jahreszeit, wo es sonst nicht regnet (ist sicher Zufall). Wer nicht an Zufälle glaubt, sollte mithelfen möglichst schnell aus Atom- und Kohlestrom auszusteigen. Klar ist das nicht einfach - sagen die traditionellen Unternehmen. Aber viele Deutsche haben reagiert und sind einfach selber ausgestiegen, http://www.klimaretter.info/energie/nachricht/8275-rasant-wachsende-nachfrage-nach-oekostrom
während andere versuchen klammheimlich noch schnell ein Braunkohlekraftwerk in Betrieb zu nehmen: http://www.klimaretter.info/energie/nachricht/8295-frankfurt-streit-um-braunkohle

Aktuell im Kanton Zürich gilt es die Volksinitiative für erneuerbare Energien zu unterstützen:
Unter: http://www.stromfuermorn.ch/ lassen sich alle Informationen und auch Unterschriftenbögen beziehen

Transition - Innerer und äusserer Wandel
Diese Woche habe ich einen Transition Kurs mitgemacht. Die “Auszeit” hat mir gut getan und es war sehr schön, zwei Tage mit Menschen zu verbringen, die sich mit ähnlichen Themen beschäftigen und zum Teil schon tolle Projekte realisiert haben. Aber hier erst mal die Erklärung was Transition eigentlich bedeutet:

“Die Bewegung, initiiert von dem irischen Permakulturalisten Rob Hopkins, ist eine Umweltphilosophie, die angesichts schwindender Rohstoffe, Peak- Oil, Klimawandel und negativer ökologischer Auswirkungen der Globalisierung die Idee des "einfachen Lebens", der Regional- bzw. lokalen Wirtschaft sowie der Nachhaltigkeit und der wirtschaftlichen Selbstversorgung propagiert. Eine wichtige Rolle spielen auch die Gestaltungsprinzipien der Permakultur, die es insbesondere landwirtschaftlichen, aber auch allgemein-gesellschaftlichen Systemen ermöglichen sollen, so effizient und energiesparend zu funktionieren wie ein natürliches Ökosystem.”

Die Permakultur selber versucht Landwirschaft und Gartenbau so zu betreiben, dass nach biologischen Richtlinien mit den natürlichen Stoffkreisläufen gearbeitet wird.

Der Kurs hat mich sehr motiviert lokale Projekte zu starten (falls ich zuhause die Genehmigung für noch mehr Projekte bekomme) und möglichst bestehende Gruppierungen mit einzubeziehen. Solche lokalen Projekte können der Bau von gemeinsamen Solaranlagen, Vernetzung von Gärten in der Nachbarschaft, Vertragslandwirtschaft mit umliegenden Bauern, gemeinsame Hühner, Umweltbildung usw. sein. Dabei sollte der äussere auch mit einem inneren Wandel einhergehen, so dass man aufmerksamer durchs Leben geht und sich wieder mehr an den einfachen Dingen erfreut.

Allgemeine deutsche Seite, die Transition Projekte vernetzt: www.transition-initiativen.de/
An Svenja: Bielefeld ist auch eine Transition Town: www.ttbielefeld.de/

Lichtblick - Feuervogel
Habe im Kurs einen der Initiatoren von Feuervogel kennengelernt. Das ist ein Verein, der Kurse, Projekte, Lager für Kinder, Eltern, Familien und vieles mehr anbietet, um die Beziehung von Mensch zur Natur zu verbessern. Hier gibt es auch ganz viele tolle Ferienkurse und Lager. Und ich habe mir sagen lassen, dass es leichter ist einen Platz zu bekommen, als z.B. beim WWF, wo die Kurse sehr schnell ausgebucht sind. Schaut doch selber mal das tolle Programm an: http://www.feuervogel.ch/icc.asp?oid=7032&his=0


Liebe Grüsse
Christina

Freitag, 25. März 2011

Erdenstunde - Licht aus

Aktuell
Morgen Samstag Abend am 26.März 2011, um 20.30 Uhr, ist WWF Earth Hour – zum fünften Mal seit 2007. In über 100 Ländern schalten Millionen Menschen für 60 Minuten das Licht aus, um mehr Klimaschutz und eine sichere Energiezukunft für Mensch und Natur zu fordern.

Mehr Infos: http://www.earthhour2011.de/site/whatIsEarthHour
Lustiger Clip zum Thema: http://www.utopia.de/magazin/earth-hour-2011-was-passier-wenn-du-das-licht-anlaesst-wwf-video-energie-sparen-weltweit

Macht doch etwas Besonderes draus und vor allem sagt es weiter. Ich bin bei einer Party eingeladen und habe angeregt, dass wir auch dort für eine Zeit das Licht ausschalten. (Ich muss zugeben, letztes Jahr wollte ich mitmachen, habe es dann über das ganze Kinder-ins-Bett-bringen einfach vergessen. Aber dieses Jahr passiert mir das nicht, ich werde mir den Handywecker stellen)

Erst auf der Strasse wird deine Meinung sichtbar
Anlässlich der Ereignisse in Japan gibt es in Köln, Hamburg, Berlin oder München grosse Demonstrationen. Wir waren auch schon mit den Kindern an Demonstationen und es hat ihnen Spass gemacht. http://anti-atom-demo.de/start/home

WWF wird 50
Der WWF (Word Wide Fund for Nature) wurde vor 50 Jahren in der Schweiz gegründet und hat sich zu einer der grössten Umweltschutzorganisationen weltweit entwickelt, mit über 5 Millionen Mitgliedern in 100 Ländern. Leider werfen manche Menschen den grossen Organisationen vor, aus Umweltkatastrophen Gewinn zu schlagen und nur noch Spenden zu sammeln. Ohne die grossen, bekannten Organisationen, wie WWF, Greenpeace usw. würde es aber auf dieser Welt trister aussehen. Auch der Umweltschutz braucht Lobbyarbeiter in der Politik und den Unternehmen. Und er braucht die spektakulären Aktionen, die dann in den Zeitungen berichtet werden. Ich finde es auch richtig, dass Menschen das nicht nur ehrenamtlich machen, sondern dafür bezahlt werden. In Zürich habe ich das Glück, dass sowohl der WWF, wie auch Greenpeace vor Ort mit vielen Mitarbeitern und Freiwilligen vertreten sind. Ich kenne einige davon persönlich und bin auf sehr engagierte, sympathische  Leute gestossen, die auf verschiedenste Art versuchen Nachhaltigkeit und Umweltschutz in die Gesellschaft und auch in die Unternehmen zu bringen.

Lichtblick
Was mich auch sehr begeistert. Der WWF hat ein riesiges Kinder und Jugendprogramm mit Lagern und auch Schulbesuchen. Als ich das Heft mit den Kursen und Lagern in der Schweiz bekommen habe, war ich total begeistert von den tollen Angeboten. Am liebsten hätte ich unsere ganze Familie sofort angemeldet.

Es lohnt sich also schon aus diesem selbstsüchtigen Grund WWF Mitglied zu werden. Sorry, das klingt jetzt wie ein Werbemail, aber ich noch ganz high von diesem tollen Kursprogramm. Es gibt z.B. Lager zur Apfelernte, Zeltlager in den Bergen mit Naturbeobachtung, Wanderlager, Bio-Bauernhoflager, Heilkräuterlager, Naturdetektive, Solarlager, Tropenhauslager.

weitere Infos www.wwf.ch, www.wwf.de, www.wwf.at

Liebe Grüsse
Christina

Freitag, 18. März 2011

Mit der Natur - nicht dagegen

Aktuell
Zur Zeit beherrschen Japan und die Atomkraft alle Medien. Gleichzeitig kommen auf der Welt ständig Millionen von Menschen durch Kämpfe, Hunger, Verschmutzung, Klimawandel und andere Naturkatastrophen um. Diese konstanten “Katastrophen” verschwinden leicht von unserem Radar und auch die Betroffenheit über Japan wird nicht lange anhalten.

Nur wenige Dinge können wir in unseren Köpfen behalten, das ist verständlich. Ich wünsche mir, dass uns folgendes bleibt. So sehr wir auch auf moderne Technik setzen und scheinbar immer unabhängiger von der Natur werden: Letztlich sind wir gegen die Natur machtlos. Wir sollten also nicht versuchen gegen die Natur, sondern mit ihr zu leben. Dazu zählt für mich der schnelle Ausstieg aus der Verbrennung der fossilen Energien vor allem Kohle, der Ausstieg aus der Atomkraft und der umsichtige Umgang mit unseren begrenzten Ressourcen.

Denn Naturgewalten und schwindende Ressourcen können eine noch so moderne Gesellschaft schnell an den Rand des Kollaps bringen. Verwüstung, Verseuchung (sowohl durch Gift, wie auch durch Radioaktivität), Überschwemmung, austrocknende Regenwälder - die Liste ist lang. In Japan sieht man eindrücklich, wie schnell auch ein hochentwickeltes Land durch Naturereignisse zurückgeworfen wird.

Mahnwachen überall
Ich bin fast ein bisschen stolz, dass in Deutschland so viele Menschen spontan auf die Strassen gehen und die Politik (zumindest vordergründig) die Bereitschaft zum Atomausstieg zeigt. Auch in der Schweiz gibt es in den grossen Städten Mahnwachen, z.B. heute abend und morgen.

Mahnwachen: http://www.akw-nein.ch/2011/03/mahnwachen-fur-japan/
Am Samstag 19.3.2011 findet auf dem Münsterplatz in Bern von 13:00 bis 14:00 eine Kundgebung zur “Energiewende JETZT!” statt.
Am Samstag, den 26. März, wollen verschiedene Organisationen vier Großdemonstrationen in Berlin, Hamburg, Köln und einer weiteren süddeutschen Großstadt organisieren : https://www.campact.de/atom2/spenden/donate3



Endlager
Leider ist es ja mit dem Ausstieg aus der Atomenergie nicht getan. Das Problem wird uns noch länger beschäftigen. Mir ist erst jetzt bewusst geworden, wie nah eines der sechs möglichen Atom-Endlager an Zürich wäre (ca. 20 km). Keine Gemeinde will die Endlager haben. Man darf sich also auf erbitterte Debatten freuen. Und was ein regelmässiger Transport von hochradioaktivem Material durch die dicht besiedelte Schweiz bedeutet, kann sich jeder ausmalen.

http://www.badische-zeitung.de/bad-saeckingen/in-der-schweiz-wird-widerstand-gegen-endlager-laut--35010952.html
http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/schweiz/wohin-mit-dem-strahlenden-muell/99066.99100.standorte-hochradioaktiver-muell.html
http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/schweiz/wohin-mit-dem-strahlenden-muell/99066.99128.chronologie-die-suche-nach-einem-endlager.html

Lichtblick
Der Anteil an erneuerbaren Energien ist für 2010 17% an der Stromversorgung und ca. 11 % Prozent des gesamten deutschen Endenergieverbrauchs an Strom, Wärme und Kraftstoffen mit insgesamt 370’000 Beschäftigten. Das bedeutet eine Steigerung von 9% im Vergleich zum Vorjahr. Dadurch konnten 120 Mio. t Treibhausgase eingespart werden und weniger Atommüll produziert werden.
http://www.bmu.de/pressemitteilungen/aktuelle_pressemitteilungen/pm/47120.php

Aktiv werden
Und wer nun durch die Ereignisse in Japan so richtig betroffen ist, der soll doch die Gelegenheit nutzen und aktiv werden.
Grossdemos in Deutschland: https://www.campact.de/atom2/spenden/donate3

Liebe Grüsse
Christina

Mittwoch, 16. März 2011

Fastnacht in Schiers

Wir waren eine kleine Truppe, aber haben doch Aufsehen erregt. Ich war mit den Kindern als Sonne und erneuerbare Energien (Wind und Solar) im Gegensatz zur Kohlekraft mit den Gründen Deckmänteln. Auch einen "bedrohten" Affen hatten wir dabei. Celine hat alle beeindruckt als sie mit Dem Hula Hupp Reifen gelaufen ist und dabei noch das Windrad gehalten hat. Wir sind sogar in zwei Lokalblättern erwähnt worden.

Freitag, 11. März 2011

Die Geschichte der Sachen

Aktuell - Nein danke, kein Pangasiusfilet für mich!
Diese ARD Reportage ist wirklich sehenswert. 

“Ob tiefgefroren im Supermarkt oder gebraten in der Kantine - der Pangasius erfreut sich großer Beliebtheit. 40.000 Tonnen des Zuchtfisches landeten im vergangenen Jahr allein auf deutschen Tellern. Der Exot aus Asien schont die überfischten Meere, heißt es. Doch Umweltschützer schlagen Alarm: Die Pangasius- Produktion sei eine Katastrophe für Tier, Mensch und Umwelt.”

Ein Arbeitskollege der kürzlich in Vietnam war: “Seit ich dort war, möchte ich keine Crevetten oder Fische aus vietnamesischen Zuchten mehr essen. Der Fluss ist so verschmutzt, dass es mich geekelt hat.”

Pangasius, wie fast alle Zuchtfische, werden mit Wildfang gefüttert. Solche Zuchtfische sind also keine Lösung für die Erhaltung der Fischbestände in den Weltmeeren.

Aktuell Lokal - Fastnacht in Schiers
Morgen um 13.30 ist ein Fastnachtsumzug in Schiers, wo der Verein “Zukunft statt Kohle” mit einer Gruppe dabei ist. Wir werden Kohlestrom und Erneuerbare auf lustige Art thematisieren. Wer noch Lust hat spontan mitzukommen. Ich fahre mit den Kindern um 11:37 ab Zürich HB los.

The Story of Stuff (Die Geschichte der Sachen) - 3 mal gratis
“Kaffeebecher, Handys, Handtaschen, DVD’s, Spielzeug - was machen wir eigentlich mit dem ganzen Zeug. Wie entsteht es und wo landet es am Ende?”

Ich bin grosser Fan der Filme und des Buches von Annie Leonard: “The Story of Stuff”, welches letztes Jahr auf Deutsch übersetzt wurde. Die Autorin ist persönlich an vielen der beschriebenen Orte gewesen und schreibt sehr glaubwürdig. Viele globale Zusammenhänge werden plötzlich klar. Das Buch wurde in aufwendiger Arbeit an die europäischen Gegebenheiten angepasst. Es ist wirklich interessant geschrieben, bietet viele Informationen und liest sich sehr gut. Auch die Filme sind gut gemacht und gratis im Internet verfügbar.

Mehr zum Inhalt des deutschen Buchs und Films (10 min) : http://thestoryofstuff.de/

Die ersten drei, die das Buch bei mir anfragen, bekommen es von mir geschenkt.

Auf Englisch gibt es 6 Kurzfilme, der letzte ist gerade rausgekommen. Es geht um die Macht und den Einfluss von grossen Unternehmen auf die Politik und schlussendlich auf unser Leben : http://www.storyofstuff.com/

Lichtblick
Filme für die Erde organisiert einen grossen Filmevent in 9 Schweizer Städten gleichzeitig. Wie immer Eintritt frei, mit Gratis-Weitergabe-DVD und Bio-Apero.
Reserviert euch doch heute schon mal den Anlass am 9. April. In Zürich gibt es begrenzt Plätze, mehr dafür in Winterthur oder Pfäffikon. Ich werde bei der Organisation im Hub mit dabei sein : http://filmefuerdieerde.ch/11-4-9


Liebe Grüsse
Christina

Freitag, 4. März 2011

RWE und andere Bremser

Aktuell - Einführung von Agrosprit in Deutschland
Offenbar gibt es Probleme und Durcheinander beim Einführen des neuen Agrosprits in Deutschland. Das ist gut so! Denn zur Zeit geht die Gewinnung von Agrosprit auf Kosten von Nahrungsmittelproduktion und Regenwaldabholzung. Also am besten keinen Agrosprit tanken oder noch besser - Auto auch mal stehenlassen !
Link und weitere Artikel:  http://www.klimaretter.info/mobilitaet/hintergrund/8081-agrosprit-e10-vorerst-gestoppt

RWE bremst erneuerbare Energien aus
Der Chef des Energiekonzerns RWE, Jürgen Großmann, wurde mit dem Negativpreis "Dinosaurier 2010" ausgezeichnet. Das ist meiner Meinung nach sehr verdient, denn RWE versucht mit allen Mitteln den Ausbau der erneuerbaren Energien zu bremsen. Alle grossen Investitionen der letzten Jahre flossen in fossile Energien. Aber RWE macht nicht nur selber keine Investitionen in Erneuerbare. Nein, alle Anderen werden auch noch gebremst und es wird massiv in Lobbyarbeit, Fehlinformation und Panikmache investiert. Bis 2013 sollen 28 Mrd Euro investiert werden, davon gerade mal 1.4 Mrd pro Jahr für Erneuerbare. Man kann es kaum glauben, aber sogar in Braunkohle wurden wieder 2.2. Mrd gesteckt. 
Auch E.one, EnBW und Vattenfall tun sich schwer mit den Erneuerbaren. Kurz- bis mittelfristig lässt sich mit Fossilen noch viel Geld verdienen und das scheint der Hauptfokus zu sein. Schon bevor die Bundesregierung überhaupt ihr Konzept für die nächsten 40 Jahre präsentieren konnte, haben die vier grossen Energieriesen Fakten geschaffen, die die nächsten 40 Jahre den Strommarkt beeinflussen. Denn leider passen Kohle- und Atomkraftwerke nicht zu den Erneuerbaren, da diese sich nicht schnell und einfach regulieren lassen, sondern speziell dafür gemacht sind Grundlaststrom zu produzieren. Jetzt gebaut bleiben uns diese Fossilen Ungeheuer die nächsten 40 Jahre erhalten. Genau deswegen kommt es dann zu Netzüberlastungen, die dann wieder der Wind- und Sonnenenergie angelastet werden. Und ständig das Gejammer wegen der angeblich hohen Strompreise. Meiner Meinung nach sind die Preise eher zu tief, denn offenbar ist der Leidensdruck nicht hoch genug, wenn immer mehr Leute immer mehr elektronisches Spielzeug und Geräte rund um die Uhr betreiben.

Wie schon oft gesagt: In Deutschland können alle RWE und die anderen Dinosaurier links liegen lassen und einfach Stromanbieter wechseln. Das ist sicher eines der besten Dinge, die man derzeit für das Klima tun kann. 
http://www.nabu.de/aktionenundprojekte/dinodesjahres/ 

Energie Review Spezial Zeitschrift mit vielen interessanten Artikeln zum Thema (muss gekauft werden): http://www.heise-shop.de/heise-zeitschriften-verlag/technology-review-special-1-2011-energie_pid_14056840.html


Lichtblick - Spannend für Wipkingen und Höngg
Gestern war die Gründung von Seed-City am ETH Hönggerberg Campus. Studenten und Doktoranden wollen zusammen mit der lokalen Bevölkerung einen Gemeinschaftgarten bewirtschaften. Die ETH stellt grosszügig Land und Startgeld zur Verfügung. Das Projekt ist noch sehr offen für Gestaltung und am 20.3. findet die offizielle Startveranstaltung statt. Ich werde sicher mitmachen und würde mich freuen das ein oder andere bekannte Gesicht zu treffen.

Weitere Infos unter: http://www.seedcity.ethz.ch/

Liebe Grüsse
Christina