Freitag, 25. März 2011

Erdenstunde - Licht aus

Aktuell
Morgen Samstag Abend am 26.März 2011, um 20.30 Uhr, ist WWF Earth Hour – zum fünften Mal seit 2007. In über 100 Ländern schalten Millionen Menschen für 60 Minuten das Licht aus, um mehr Klimaschutz und eine sichere Energiezukunft für Mensch und Natur zu fordern.

Mehr Infos: http://www.earthhour2011.de/site/whatIsEarthHour
Lustiger Clip zum Thema: http://www.utopia.de/magazin/earth-hour-2011-was-passier-wenn-du-das-licht-anlaesst-wwf-video-energie-sparen-weltweit

Macht doch etwas Besonderes draus und vor allem sagt es weiter. Ich bin bei einer Party eingeladen und habe angeregt, dass wir auch dort für eine Zeit das Licht ausschalten. (Ich muss zugeben, letztes Jahr wollte ich mitmachen, habe es dann über das ganze Kinder-ins-Bett-bringen einfach vergessen. Aber dieses Jahr passiert mir das nicht, ich werde mir den Handywecker stellen)

Erst auf der Strasse wird deine Meinung sichtbar
Anlässlich der Ereignisse in Japan gibt es in Köln, Hamburg, Berlin oder München grosse Demonstrationen. Wir waren auch schon mit den Kindern an Demonstationen und es hat ihnen Spass gemacht. http://anti-atom-demo.de/start/home

WWF wird 50
Der WWF (Word Wide Fund for Nature) wurde vor 50 Jahren in der Schweiz gegründet und hat sich zu einer der grössten Umweltschutzorganisationen weltweit entwickelt, mit über 5 Millionen Mitgliedern in 100 Ländern. Leider werfen manche Menschen den grossen Organisationen vor, aus Umweltkatastrophen Gewinn zu schlagen und nur noch Spenden zu sammeln. Ohne die grossen, bekannten Organisationen, wie WWF, Greenpeace usw. würde es aber auf dieser Welt trister aussehen. Auch der Umweltschutz braucht Lobbyarbeiter in der Politik und den Unternehmen. Und er braucht die spektakulären Aktionen, die dann in den Zeitungen berichtet werden. Ich finde es auch richtig, dass Menschen das nicht nur ehrenamtlich machen, sondern dafür bezahlt werden. In Zürich habe ich das Glück, dass sowohl der WWF, wie auch Greenpeace vor Ort mit vielen Mitarbeitern und Freiwilligen vertreten sind. Ich kenne einige davon persönlich und bin auf sehr engagierte, sympathische  Leute gestossen, die auf verschiedenste Art versuchen Nachhaltigkeit und Umweltschutz in die Gesellschaft und auch in die Unternehmen zu bringen.

Lichtblick
Was mich auch sehr begeistert. Der WWF hat ein riesiges Kinder und Jugendprogramm mit Lagern und auch Schulbesuchen. Als ich das Heft mit den Kursen und Lagern in der Schweiz bekommen habe, war ich total begeistert von den tollen Angeboten. Am liebsten hätte ich unsere ganze Familie sofort angemeldet.

Es lohnt sich also schon aus diesem selbstsüchtigen Grund WWF Mitglied zu werden. Sorry, das klingt jetzt wie ein Werbemail, aber ich noch ganz high von diesem tollen Kursprogramm. Es gibt z.B. Lager zur Apfelernte, Zeltlager in den Bergen mit Naturbeobachtung, Wanderlager, Bio-Bauernhoflager, Heilkräuterlager, Naturdetektive, Solarlager, Tropenhauslager.

weitere Infos www.wwf.ch, www.wwf.de, www.wwf.at

Liebe Grüsse
Christina

Freitag, 18. März 2011

Mit der Natur - nicht dagegen

Aktuell
Zur Zeit beherrschen Japan und die Atomkraft alle Medien. Gleichzeitig kommen auf der Welt ständig Millionen von Menschen durch Kämpfe, Hunger, Verschmutzung, Klimawandel und andere Naturkatastrophen um. Diese konstanten “Katastrophen” verschwinden leicht von unserem Radar und auch die Betroffenheit über Japan wird nicht lange anhalten.

Nur wenige Dinge können wir in unseren Köpfen behalten, das ist verständlich. Ich wünsche mir, dass uns folgendes bleibt. So sehr wir auch auf moderne Technik setzen und scheinbar immer unabhängiger von der Natur werden: Letztlich sind wir gegen die Natur machtlos. Wir sollten also nicht versuchen gegen die Natur, sondern mit ihr zu leben. Dazu zählt für mich der schnelle Ausstieg aus der Verbrennung der fossilen Energien vor allem Kohle, der Ausstieg aus der Atomkraft und der umsichtige Umgang mit unseren begrenzten Ressourcen.

Denn Naturgewalten und schwindende Ressourcen können eine noch so moderne Gesellschaft schnell an den Rand des Kollaps bringen. Verwüstung, Verseuchung (sowohl durch Gift, wie auch durch Radioaktivität), Überschwemmung, austrocknende Regenwälder - die Liste ist lang. In Japan sieht man eindrücklich, wie schnell auch ein hochentwickeltes Land durch Naturereignisse zurückgeworfen wird.

Mahnwachen überall
Ich bin fast ein bisschen stolz, dass in Deutschland so viele Menschen spontan auf die Strassen gehen und die Politik (zumindest vordergründig) die Bereitschaft zum Atomausstieg zeigt. Auch in der Schweiz gibt es in den grossen Städten Mahnwachen, z.B. heute abend und morgen.

Mahnwachen: http://www.akw-nein.ch/2011/03/mahnwachen-fur-japan/
Am Samstag 19.3.2011 findet auf dem Münsterplatz in Bern von 13:00 bis 14:00 eine Kundgebung zur “Energiewende JETZT!” statt.
Am Samstag, den 26. März, wollen verschiedene Organisationen vier Großdemonstrationen in Berlin, Hamburg, Köln und einer weiteren süddeutschen Großstadt organisieren : https://www.campact.de/atom2/spenden/donate3



Endlager
Leider ist es ja mit dem Ausstieg aus der Atomenergie nicht getan. Das Problem wird uns noch länger beschäftigen. Mir ist erst jetzt bewusst geworden, wie nah eines der sechs möglichen Atom-Endlager an Zürich wäre (ca. 20 km). Keine Gemeinde will die Endlager haben. Man darf sich also auf erbitterte Debatten freuen. Und was ein regelmässiger Transport von hochradioaktivem Material durch die dicht besiedelte Schweiz bedeutet, kann sich jeder ausmalen.

http://www.badische-zeitung.de/bad-saeckingen/in-der-schweiz-wird-widerstand-gegen-endlager-laut--35010952.html
http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/schweiz/wohin-mit-dem-strahlenden-muell/99066.99100.standorte-hochradioaktiver-muell.html
http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/schweiz/wohin-mit-dem-strahlenden-muell/99066.99128.chronologie-die-suche-nach-einem-endlager.html

Lichtblick
Der Anteil an erneuerbaren Energien ist für 2010 17% an der Stromversorgung und ca. 11 % Prozent des gesamten deutschen Endenergieverbrauchs an Strom, Wärme und Kraftstoffen mit insgesamt 370’000 Beschäftigten. Das bedeutet eine Steigerung von 9% im Vergleich zum Vorjahr. Dadurch konnten 120 Mio. t Treibhausgase eingespart werden und weniger Atommüll produziert werden.
http://www.bmu.de/pressemitteilungen/aktuelle_pressemitteilungen/pm/47120.php

Aktiv werden
Und wer nun durch die Ereignisse in Japan so richtig betroffen ist, der soll doch die Gelegenheit nutzen und aktiv werden.
Grossdemos in Deutschland: https://www.campact.de/atom2/spenden/donate3

Liebe Grüsse
Christina

Mittwoch, 16. März 2011

Fastnacht in Schiers

Wir waren eine kleine Truppe, aber haben doch Aufsehen erregt. Ich war mit den Kindern als Sonne und erneuerbare Energien (Wind und Solar) im Gegensatz zur Kohlekraft mit den Gründen Deckmänteln. Auch einen "bedrohten" Affen hatten wir dabei. Celine hat alle beeindruckt als sie mit Dem Hula Hupp Reifen gelaufen ist und dabei noch das Windrad gehalten hat. Wir sind sogar in zwei Lokalblättern erwähnt worden.

Freitag, 11. März 2011

Die Geschichte der Sachen

Aktuell - Nein danke, kein Pangasiusfilet für mich!
Diese ARD Reportage ist wirklich sehenswert. 

“Ob tiefgefroren im Supermarkt oder gebraten in der Kantine - der Pangasius erfreut sich großer Beliebtheit. 40.000 Tonnen des Zuchtfisches landeten im vergangenen Jahr allein auf deutschen Tellern. Der Exot aus Asien schont die überfischten Meere, heißt es. Doch Umweltschützer schlagen Alarm: Die Pangasius- Produktion sei eine Katastrophe für Tier, Mensch und Umwelt.”

Ein Arbeitskollege der kürzlich in Vietnam war: “Seit ich dort war, möchte ich keine Crevetten oder Fische aus vietnamesischen Zuchten mehr essen. Der Fluss ist so verschmutzt, dass es mich geekelt hat.”

Pangasius, wie fast alle Zuchtfische, werden mit Wildfang gefüttert. Solche Zuchtfische sind also keine Lösung für die Erhaltung der Fischbestände in den Weltmeeren.

Aktuell Lokal - Fastnacht in Schiers
Morgen um 13.30 ist ein Fastnachtsumzug in Schiers, wo der Verein “Zukunft statt Kohle” mit einer Gruppe dabei ist. Wir werden Kohlestrom und Erneuerbare auf lustige Art thematisieren. Wer noch Lust hat spontan mitzukommen. Ich fahre mit den Kindern um 11:37 ab Zürich HB los.

The Story of Stuff (Die Geschichte der Sachen) - 3 mal gratis
“Kaffeebecher, Handys, Handtaschen, DVD’s, Spielzeug - was machen wir eigentlich mit dem ganzen Zeug. Wie entsteht es und wo landet es am Ende?”

Ich bin grosser Fan der Filme und des Buches von Annie Leonard: “The Story of Stuff”, welches letztes Jahr auf Deutsch übersetzt wurde. Die Autorin ist persönlich an vielen der beschriebenen Orte gewesen und schreibt sehr glaubwürdig. Viele globale Zusammenhänge werden plötzlich klar. Das Buch wurde in aufwendiger Arbeit an die europäischen Gegebenheiten angepasst. Es ist wirklich interessant geschrieben, bietet viele Informationen und liest sich sehr gut. Auch die Filme sind gut gemacht und gratis im Internet verfügbar.

Mehr zum Inhalt des deutschen Buchs und Films (10 min) : http://thestoryofstuff.de/

Die ersten drei, die das Buch bei mir anfragen, bekommen es von mir geschenkt.

Auf Englisch gibt es 6 Kurzfilme, der letzte ist gerade rausgekommen. Es geht um die Macht und den Einfluss von grossen Unternehmen auf die Politik und schlussendlich auf unser Leben : http://www.storyofstuff.com/

Lichtblick
Filme für die Erde organisiert einen grossen Filmevent in 9 Schweizer Städten gleichzeitig. Wie immer Eintritt frei, mit Gratis-Weitergabe-DVD und Bio-Apero.
Reserviert euch doch heute schon mal den Anlass am 9. April. In Zürich gibt es begrenzt Plätze, mehr dafür in Winterthur oder Pfäffikon. Ich werde bei der Organisation im Hub mit dabei sein : http://filmefuerdieerde.ch/11-4-9


Liebe Grüsse
Christina

Freitag, 4. März 2011

RWE und andere Bremser

Aktuell - Einführung von Agrosprit in Deutschland
Offenbar gibt es Probleme und Durcheinander beim Einführen des neuen Agrosprits in Deutschland. Das ist gut so! Denn zur Zeit geht die Gewinnung von Agrosprit auf Kosten von Nahrungsmittelproduktion und Regenwaldabholzung. Also am besten keinen Agrosprit tanken oder noch besser - Auto auch mal stehenlassen !
Link und weitere Artikel:  http://www.klimaretter.info/mobilitaet/hintergrund/8081-agrosprit-e10-vorerst-gestoppt

RWE bremst erneuerbare Energien aus
Der Chef des Energiekonzerns RWE, Jürgen Großmann, wurde mit dem Negativpreis "Dinosaurier 2010" ausgezeichnet. Das ist meiner Meinung nach sehr verdient, denn RWE versucht mit allen Mitteln den Ausbau der erneuerbaren Energien zu bremsen. Alle grossen Investitionen der letzten Jahre flossen in fossile Energien. Aber RWE macht nicht nur selber keine Investitionen in Erneuerbare. Nein, alle Anderen werden auch noch gebremst und es wird massiv in Lobbyarbeit, Fehlinformation und Panikmache investiert. Bis 2013 sollen 28 Mrd Euro investiert werden, davon gerade mal 1.4 Mrd pro Jahr für Erneuerbare. Man kann es kaum glauben, aber sogar in Braunkohle wurden wieder 2.2. Mrd gesteckt. 
Auch E.one, EnBW und Vattenfall tun sich schwer mit den Erneuerbaren. Kurz- bis mittelfristig lässt sich mit Fossilen noch viel Geld verdienen und das scheint der Hauptfokus zu sein. Schon bevor die Bundesregierung überhaupt ihr Konzept für die nächsten 40 Jahre präsentieren konnte, haben die vier grossen Energieriesen Fakten geschaffen, die die nächsten 40 Jahre den Strommarkt beeinflussen. Denn leider passen Kohle- und Atomkraftwerke nicht zu den Erneuerbaren, da diese sich nicht schnell und einfach regulieren lassen, sondern speziell dafür gemacht sind Grundlaststrom zu produzieren. Jetzt gebaut bleiben uns diese Fossilen Ungeheuer die nächsten 40 Jahre erhalten. Genau deswegen kommt es dann zu Netzüberlastungen, die dann wieder der Wind- und Sonnenenergie angelastet werden. Und ständig das Gejammer wegen der angeblich hohen Strompreise. Meiner Meinung nach sind die Preise eher zu tief, denn offenbar ist der Leidensdruck nicht hoch genug, wenn immer mehr Leute immer mehr elektronisches Spielzeug und Geräte rund um die Uhr betreiben.

Wie schon oft gesagt: In Deutschland können alle RWE und die anderen Dinosaurier links liegen lassen und einfach Stromanbieter wechseln. Das ist sicher eines der besten Dinge, die man derzeit für das Klima tun kann. 
http://www.nabu.de/aktionenundprojekte/dinodesjahres/ 

Energie Review Spezial Zeitschrift mit vielen interessanten Artikeln zum Thema (muss gekauft werden): http://www.heise-shop.de/heise-zeitschriften-verlag/technology-review-special-1-2011-energie_pid_14056840.html


Lichtblick - Spannend für Wipkingen und Höngg
Gestern war die Gründung von Seed-City am ETH Hönggerberg Campus. Studenten und Doktoranden wollen zusammen mit der lokalen Bevölkerung einen Gemeinschaftgarten bewirtschaften. Die ETH stellt grosszügig Land und Startgeld zur Verfügung. Das Projekt ist noch sehr offen für Gestaltung und am 20.3. findet die offizielle Startveranstaltung statt. Ich werde sicher mitmachen und würde mich freuen das ein oder andere bekannte Gesicht zu treffen.

Weitere Infos unter: http://www.seedcity.ethz.ch/

Liebe Grüsse
Christina


Freitag, 25. Februar 2011

Unser Fussabdruck

Aktuell - Österreich
“In Österreich wird anscheinend schon seit Wochen diskutiert, ob Plastiksackerln verboten werden sollen - vor allem aus Umweltschutzgründen. Mittlerweile zeigt sich, dass auch der Preisdruck Firmen bei Verpackungen zum Umstieg auf Materialien wie Papier, Karton und den Kunststoff Polyethylenterephthalat (PET) zwingt. Allein im Jänner stieg der Preis für Polypropylen, einen der meistverkauften Kunststoffe, um 22 Prozent.”
http://www.orf.at/stories/2042746/2042758/

Fussabdruck
Der ökologische Fussabdruck ist ein sehr spannendes Konzept um zu berechnen, wie viel Fläche der Mensch durchschnittlich für seine Lebensweise verbraucht. Denn hinter allem was wir konsumieren steht eine Fläche: Der Anbau von Nahrung, der Abbau von Rohstoffen, die Abfallentsorgung usw. braucht wirklich Boden auf unserer Erde. In Deutschland beträgt der Fussabdruck ca. das 3-fache, von dem was wir haben, d.h. wir brauchen für unseren derzeitigen Lebensstil fast 3 Planeten Erde.


Deshalb ist das Prinzip auch so super, denn es zeigt klar auf, was gerade schief läuft. Derzeit braucht die gesamte Menschheit bereits 1.5. Planeten. Wie soll denn das gehen? Wir haben doch nur einen. Es geht leider, aber eben auf Kosten der Nachhaltigkeit.  Wir brauchen mehr als wieder entsteht (Öl), sich regenerieren kann (Meer), nachwächst (Wald), sich abbaut (CO2).


Das Global Footprint Network wurde 2003 mit dem Ziel gegründet, eine nachhaltige Welt zu schaffen, in der allen Menschen innerhalb der ökologischen Grenzen des Planeten die Möglichkeit eines erfüllten Lebens offen steht.


Ich finde es sehr spannend und es lohnt sich sicher sich mit diesem Konzept auseinanderzusetzen, denn mittelfristig kommen wir nicht darum herum wieder weniger als einen  Planeten zu verbrauchen. Warum denn nun plötzlich weniger als einen. Naja, wir sind jetzt schon im Stadium, dass wir viel reparieren müssen, um unseren einen Planeten überhaupt dauerhaft nutzen zu können. Und wenn der Klimawandel sich beschleunigt, dann könnte es passieren, dass der Planet eher “schrumpft”, so dass wir sogar weniger nutzbare Fläche zur Verfügung haben.


Man sollte also anstatt des Bruttosozialproduktes lieber den Fussabdruck als Kennzahl für das Wohlergehen eines Landes benutzen.


Mehr und spannend auf den folgenden Webseiten
http://www.footprintnetwork.org/de/index.php/GFN/

http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kologischer_Fu%C3%9Fabdruck

in Österreich:
http://www.footprint.at/

Film und Infomaterial: http://www.footprint.at/index.php?id=infomaterial


Lichtblicke !
Privat: Mit meinem Rücken geht es aufwärts.

USA: Mit ein bisschen Glück kriegt Obama die Regulierung des CO₂-Ausstosses neuer Kraftfahrzeuge als nationales Gesetz durch: http://blogs.ethz.ch/klimablog/2011/02/22/neue-chancen-fur-nationale-klimapolitik-in-den-usa/

Australien: Ist der grösste Kohleexporteur auf der Welt und hat fast den höchsten CO2 Ausstoss pro Kopf. Das könnte sich vielleicht ändern, denn die Australische Regierung hat angekündigt, dass sie bereits 2012 einen fixen Preis für CO2 einführen möchte. Bisher sind diese Pläne an der starken Opposition gescheitert, aber nach den verheerenden Unwettern dieses Jahr haben die Australier gesehen, dass das Land selber sehr unter dem Klimawandel leiden wird. Bericht auf Englisch: http://www.guardian.co.uk/environment/2011/feb/24/australia-fixed-carbon-price



    liebe Grüsse
            Christina

Freitag, 18. Februar 2011

Nachhaltigkeit - ein Modewort ?

Aktuell
Leider hat mich während der Skiferien ein leichter Bandscheibenvorfall erwischt, so dass ich nur sehr eingeschränkt computertauglich bin, dafür aber mehr Zeit zum Nachdenken habe. Die Umfrage verschiebt sich daher.

Unter Federführung des WWF Graubünden haben 14 Organisationen und Parteien letzte Woche im Schweizer Graubünden eine Volksinitiative gegen Investitionen in Kohlekraftwerke lanciert. Wir wollen die nötigen 4000 Unterschriften in Rekordzeit zusammenbringen, um zu zeigen, dass die Bevölkerung hinter der Forderung steht. Hilfe beim Unterschriften sammeln ist willkommen.
http://wwf-gr.webofsections.ch/index.php?id=1036&tx_ttnews[tt_news]=1386&tx_ttnews[backPid]=175&cHash=187743ab1e

Nachhaltigkeit
Ich werde oft gefragt, was Nachhaltigkeit genau bedeutet. Bis ich mich intensiver mit dem Thema beschäftigt habe, war der Begriff für mich auch sehr schwammig. Viele halten Nachhaltigkeit für ein Modewort. Es ist aber wichtig, dass es das nicht ist und dazu kann jeder beitragen. Ursprünglich stammt der Begriff aus dem Jahr 1713, wo schon damals von der „nachhaltenden Nutzung“ der Wälder die Rede war. Damit war gemeint, dass man nur so viele Bäume fällt, wie wieder nachwachsen können. Heute wird Nachhaltigkeit nicht nur ökologisch, sondern auch sozial und ökonomisch betrachtet. Folgende Definition finde ich am besten:
„Nachhaltigkeit, heißt, dass die gegenwärtige Generation ihre Bedürfnisse befriedigt, ohne die Fähigkeit der zukünftigen Generation oder anderer Erdbewohner zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse befriedigen zu können.“
Das heisst, dass es sowohl um Generationengerechtigkeit, wie auch um Gerechtigkeit zwischen den verschiedenen derzeitigen Bewohnern der Erde geht. Zur Zeit leben wir leider weder im Hinblick auf unsere Kinder noch auf Mitmenschen in anderen Erdteilen nachhaltig.

Flötenunterricht und Sportverein
Wir verbringen sehr viel Zeit damit unsere Kinder zu fördern, so dass sie einen guten Start ins Leben bekommen. Biologische, gesunde Ernährung, Frühförderung, Nachhilfe, Musik, Tanz, Sport. Wir wollen ja nur das Beste und unsere Kinder sollen es einmal gut haben. Leider fehlt über diesen Aktivitäten meist die Zeit sich mit den immer drängenderen Fragen des Klimawandels und Ressourcenmangels zu beschäftigen. Diese werden aber leider schon in der Lebenszeit unserer Kinder die Welt dramatisch verändern. Denn wenn wir so weitermachen wie bisher, dann sollten wir unsere Kinder lieber in Selbstverteidigung, Selbstversorgung und Krisenmanagement unterrichten.
Unter folgendem Link findet sich viel Material für Lehrer und Eltern: www.myclimate.org/klimabildung.html

Nicht aufschieben
Leider mehren sich die Zeichen, dass der Klimawandel sehr viel schneller voranschreitet, als noch im letzten IPCC Bericht vorhergesagt. Die Klimamodell berücksichtigen die mächtigen Feedback Mechanismen und Kipp-Punkte nicht richtig. Die Welt, wie wir sie kennen, wird sich mit steigenden Temperaturen stark verändern und zwar leider nicht zum Guten. Die Illusion, dass es Gewinner des Klimawandels gibt, ist sehr trügerisch, denn in der hochgradig globalisierten und vernetzen Welt von heute, sind alle von einander abhängig.

Auch Peak Oil – also das Maximum der Ölförderung und andere knappe Ressourcen werden die Weltgemeinschaft in Bedrängnis bringen. Im Gegensatz zur Klimaerwärmung bringt aber hier eine Reaktion von uns in absehbarer Zeit Abhilfe. Wenn wir z.B. von Öl auf Erneuerbare umsteigen, dann brauchen wir sofort weniger Öl. Durch die träge Reaktion der Erde auf die Klimaerwärmung wird sich die Erde aber noch weiter erwärmen, wenn wir schon längst aufgehört haben CO2 zu produzieren. Das ist das Schwierige. Wir müssen aktiv werden, obwohl die Zeichen der Klimaerwärmung noch relativ „schwach“ sind.

Trotz der globalen Vernetzung, glaube ich, dass es Sinn macht, wenn jede Region und jedes Land für sich versucht, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und Ressourcen so stark wie möglich zu veringern. Das hat viele positive Effekte. Es verzögert die Klimaerwärmung, verhindert die Abhängigkeit von teurer werdenden Rohstoffen und hält das Geld im eigenen Land. Leider gibt es reiche, mächtige Gruppen, die damit Einfluss verlieren. Diese kämpfen mit allen Mitteln gegen eine Umstellung. Deshalb ist es auch so wichtig, dass die einzelnen Menschen aktiv werden. Denn nur mit Vielen haben wir eine Chance auf Änderungen. Wir müssen zeigen, dass wir auch vorübergehend unbequeme politische Entscheide mittragen. Jeder kann durch ein relativ kleines Engagement, z.B. Kosumverhalten, Leserbriefe, Anfragen an Politiker, Wahlverhalten, öffentliche Mahnwachen und Demos zeigen, dass diese Themen wichtig sind.

Aktuelle CO2 Werte nachschauen: http://co2now.org/
Spannende Seite mit vielen Zahlen in Echtzeit: http://www.worldometers.info/de/

Lichtblick
In Velbert (meiner Heimatstadt) hat die Kolping Familie aufgrund der Initiative einer Freundin (Karen) ein Kulturkino eingerichtet. Im Pfarrsaal der Gemeinde St. Paulus (Poststrasse 193) sollen an jedem letzten Sonntag im Monat um 15 Uhr anspruchsvolle Filme gezeigt werden. Der Start war am 30. Januar mit „Eine unbequeme Wahrheit“ von Al Gore. Der Film hat sehr zum Nachdenken angeregt. Filme sind ein wunderbares Medium um diese unbequemen Themen rüberzubringen. Ich freue mich besonders, dass mein Blog bis in meine Heimatstadt Wirkung zeigt und dort Aktive unterstützt und zum Nachdenken anregt.

Aktion
Die tropischen Wälder und Ökosysteme werden unter anderem für unsere tägliche Ernährung gerodet. Rinder, Schweine, Hühner und Puten in Europa werden mit südamerikanischem (Gen)Soja gefüttert, obwohl 87 Prozent der Deutschen gegen Gentechnik auf dem Teller sind. Deshalb wird ein Verbot von Futtermittelimporten aus tropischen Ländern gefordert. Hier kann man unterschreiben.
http://www.regenwald.org


    liebe Grüsse
            Christina